Auch in der eigenen Halle reicht es für den Tusem Essen nicht zum ersten Saisonsieg. Nach der Niederlage in Ludwigshafen setzte es eine 25:31-Pleite gegen den TV Hüttenberg.
Zu viele Fehler im Angriff raubten die Chance auf etwas Zählbares. Währenddessen war bei den Hüttenbergern vor allem Paul Ohl nicht zu stoppen und Torhüter Yahev Shamir erwischte einen Sahnetag.
Tusem Essen richtet den Blick schnell auf das nächste Heimspiel
„Wir haben uns schwergetan das Ruder herumzureißen. Das haben wir nicht hingekriegt. Wir verwerfen zu viele Bälle und letztendlich ist das alles dann zu wenig, um gegen Hüttenberg zu gewinnen“, sagte Essens Kreisläufer Finn Wolfram, der schnell nach vorne blicken will: „Es ist gut, dass wir direkt wieder ein Heimspiel haben. Es ist klar, dass sich die Mannschaft mit vielen neuen Spielern noch nicht komplett gefunden hat, aber jetzt sind wir erstmal unzufrieden damit, dass wir verloren haben.“
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Sein Trainer Daniel Haase sah einen „Debütanten-Ball“ bei seiner Mannschaft, in der viele junge Spieler Verantwortung übernehmen mussten. So kam unter anderem Felix Mart zu vielen Minuten: „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit herangekämpft, da hat die Mannschaft gelebt. Aber der Sieg für Hüttenberg war verdient. Wir hatten den Zugriff in der Abwehr nicht. Und ich erwarte, dass die Spieler, die im letzten Jahr für uns im Rückraum gespielt haben, ihre Grundleistung bringen. Daran arbeiten wir.“

In der kommenden Woche (Sonntag, 14. September) steht wieder ein Heimspiel an, dann geht es gegen den Aufsteiger HC Oppenweiler/Backnang. Anwurf in der Sporthalle „Am Hallo“ ist um 17 Uhr.
Tusem Essen gegen TV Hüttenberg: der Live-Ticker zum Nachlesen
- +++ ENDSTAND: 25:31 +++
Der Tusem kassiert die zweite Niederlage im zweiten Spiel. Zu oft blieb er im Angriff hängen oder scheiterte am starken Shamir. Währenddessen feiern die Gäste ihren zweiten Sieg. - 59. Minute:
Shamir mit seiner 15. Parade. Das war die endgültige Vorentscheidung, zumal Schreiber im direkten Gegenangriff zum 25:30 für die Hüttenberger trifft. - 57. Minute:
Es ist die Summe der kleinen Fehler, die zu groß ist auf Seiten der Gastgeber. Hüttenberg macht hier kein perfektes Spiel, lebt aber von den Fehlern des Tusem und seiner individuellen Stärke. 24:29, wieder durch Vit Reichl. - 55. Minute:
Der Tusem gibt sich nicht auf, muss aber zeitgleich darauf hoffen, dass die Gäste unkonzentriert werden. Reichl mit dem 24:28. - 53. Minute:
Die Essener stellen nun auf eine etwas offensivere Deckung um. Immerhin: die ersten Angriffe konnte so erfolgreich abgewehrt werden. Und Tom Wolf mit zwei schnellen Toren zum 23:26. Geht da noch was? - 52. Minute:
Der Tusem hadert und verzweifelt im Angriff an Torhüter Yahav Shamir - und an der eigenen Abschlussschwäche. Auszeit Hüttenberg beim Stand von 21:26. - 49. Minute:
Neuhaus versucht das Heft beim Tusem in die Hand zu nehmen und setzt sich im Angriff gut durch. Aber jedes Tor kostet Kraft, während die Gäste recht zügig - und teilweise zu einfach - zum Abschluss kommen können. Rüdiger per Siebenmeter zum 21:26. Tusem-Trainer Daniel Haase nimmt die letzte Auszeit. - 46. Minute:
Es bleibt dabei: im Angriff läuft nicht allzu viel beim Tusem. Die Hüttenberger Abwehr steht gut und hat einen starken Rückhalt. Zudem wirken sie im Angriff recht ruhig und abgezockt. Ohl ist weiter nicht zu bremsen und trifft zum 19:23. - 43. Minute:
Entscheidende Phase jetzt: Nun muss der Tusem mehr Durchschlagskraft entwickeln und in der Abwehr kompakter agieren. Ansonsten drohen die Gäste davonzueilen. Es steht 18:21. - 41. Minute:
Der Kampfgeist ist bei den Essenern in der Regel immer stark, reicht aber nicht aus. Es braucht weiterhin mehr Präzision im Abschluss. Shamir mit seiner neunten Parade, damit behält der TVH seinen Vorsprung. Lasse Ohl erhöht auf 17:20. Auszeit Tusem! - 38. Minute:
Der Tusem startet die Aufholjagd. Ein paar Unkonzentriertheiten nun auf Seiten des TVH - und das wird bestraft. Tim Mast mit dem 17:18! - 37. Minute:
Bei den Gästen ist im Angriff ordentlich Tempo drin, während sich der Tusem immer wieder festbeißt. Hüttenberg zieht allmählich davon. Die Essener müssen den Lauf der Hessen so langsam unterbrechen. 14:18. - 34. Minute:
Hüttenberg hat immer die richtige Antwort parat. In der Abwehr steht der TVH recht stabil und nutzt jeden Fehler der Essener aus. Der Tusem kommt nicht so richtig in Schwung und muss sich jedes Tor hart erarbeiten. Willner mit dem 14:16. - 31. Minute:
Der Tusem mit dem Anwurf der zweiten Halbzeit - und einem weiteren verpatzten Angriff. - Gleich geht‘s in der Sporthalle „Am Hallo“ weiter. Kann der Tusem die zweite Saisonniederlage - und damit den Fehlstart - verhindern?
- +++ HALBZEITSTAND: 12:14 +++
Der Tusem spielt leidenschaftlich und hat einen gut aufgelegten Torhüter. Doch im Angriff rennen sich die Essener zu häufig fest und sind zu ungenau. Hüttenberg hat auch nicht seinen besten Tag, ist aber doch etwas kompromissloser im Angriff. Somit geht die Führung für die Gäste in Ordnung. - 29. Minute:
Paul Ohl ist bei den Hessen im Moment der treibende Faktor. Ihn bekommen die Gastgeber nicht in den Griff und müssen daher einem Rückstand hinterherlaufen. Luis Buschhaus scheitert an Shamir - im Gegenzug der TVH mit dem 11:13. - 27. Minute:
Und schon drehen die Gäste die Partie erneut. Hendrik Schreiber mit einem kraftvollen Abschluss, er trifft zum 10:11. Der Tusem hat es verpasst sich etwas abzusetzen - und bekommt dafür die Quittung. - 26. Minute:
Die Essener verteidigen leidenschaftlich und haben einen starken Torhüter als Rückhalt. Hinzu kommt das Glück, dass die Hüttenberger bislang recht abschlussschwach agieren. 10:9 steht es. - 24. Minute:
Der Tusem kann sich jetzt etwas absetzen. Eine erneute Parade von Plaue leitet das 10:8 durch Kapitän Max Neuhaus ein. - 22. Minute:
Da ist die erste Führung für die Essener! Mart trifft den Innenpfosten und die Kugel fliegt zum 8:7 ins Netz. Nun die erste Auszeit der Hessen. - 21. Minute:
Im Angriff ist der Tusem teilweise zu überhastet und dadurch zu ungenau. Viele Pässe sind zu weit oder kommen anderweitig nicht an. Auch dieses Mal wieder, aber immerhin ist Plaue wieder da und verhindert Schlimmeres. 7:7. - 20. Minute:
Der Tusem schafft es einfach nicht das Spiel zu drehen. Dieses Mal verzieht Max Hejny, der durch das Zeitspiel zum Abschluss gezwungen war. Hendrik Schreiber zum 6:7. - 18. Minute:
Die Partie nimmt mehr und mehr an Fahrt auf. Nachdem sich beide Teams zu Beginn sehr im Griff hatten, gibt es nun mehr schnelle Angriffe. Sechste Parade von Plaue - und jetzt die erste Auszeit der Hausherren. - 15. Minute:
Der Tusem hatte zweimal die Chance die Partie zu drehen, aber erst scheitert Mart am Pfosten und dann ist der weite Pass in die Tiefe zu lang und landet im Aus. Aber Hüttenberg tut sich offensiv auch schwer, ist zu ungenau. 5:5 weiterhin. - 12. Minute:
Wenn man die Gäste lässt, sind sie gefährlich. Zwei Ungenauigkeiten auf Essener Seite bringen einen kleinen Vorsprung für Hüttenberg (3:5). Doch eine Siebenmeter-Parade von Finn Knaack und der Treffer von Valentin Willner gleichen die Partie wieder aus. - 9. Minute:
Es ist mittlerweile ein durchaus ausgeglichenes Spiel mit viel Kampf auf beiden Seiten. Viel geht beim Tusem über Neuzugang Felix Mart, doch der Rückraumspieler wird immer wieder mit viel Kraft geblockt. Felix Göttler mit dem 3:3! - 6. Minute:
Essens Torhüter Dominik Plaue ist sofort im Spiel und hat schon vier Gegentore verhindert. Allerdings stockt der Motor seiner Mannschaft im Angriff, so scheitert zum Beispiel Tim Mast im Eins-gegen-Eins an TVH-Keeper Yahav Shamir. 1:2 weiterhin. - 3. Minute:
Hüttenberg will sofort den Ton angeben und ist direkt voll da. Der Tusem hat gut zu tun, vor allem in der Abwehr. Tim Rüdiger trifft für den TVH zum 1:2. - 1. Minute:
Das Spiel läuft! Hüttenberg mit dem Anwurf in der ersten Halbzeit.
- Das Schiedsrichter-Duo gehört dem Bundesliga-Kader des DHB an. Maximilian Engeln (Burscheid) und Felix Schmitz (Leverkusen) pfeifen die Begegnung gleich an. Die Teams sind da!
- Es gibt noch einige freie Plätze in der Halle, zum Heimauftakt könnte sie durchaus voller sein. Der Tusem hat es mit seiner Leistung in der eigenen Hand die Zuschauer wieder zu den Spielen zu locken. Dafür muss heute aber - im Vergleich zum Spiel in Ludwigshafen - eine deutliche Leistungssteigerung her.
- In der vergangenen Saison war die Mannschaft von der Margarethenhöhe eine Macht in der eigenen Halle. Ob sie es in dieser Spielzeit auch wieder werden kann? Dahingehend ist diese Begegnung heute richtungsweisend.
- Bei den Essenern zieht im Tor heute wieder Dennis Wipf den Kürzeren. Dafür dürfen Dominik Plaue und Neuzugang Finn Knaack ran. „Finn strahlt Selbstbewusstsein aus“, sagt Trainer Daniel Haase mit Blick auf den jüngst gewonnen U19-WM-Titel seines Torhüters.
- Der Tusem will nach der bitteren Pleite in Ludwigshafen (26:32) heute die ersten Punkte der Saison einfahren. Die Gäste aus Hessen haben dagegen zum Auftakt einen klaren 30:23-Sieg gegen Aufsteiger HC Oppenweiler/Backnang eingefahren.
- Willkommen zum Live-Ticker des Heimauftakts der Tusem-Handballer gegen den TV Hüttenberg in der Halle am Hallo.
Tusem Essen: Die Ausgangslage vor dem Spiel
Beim letzten offiziellen Spiel war die Halle am Hallo gut gefüllt - trotz tropischer Temperaturen Ende Juni, als es ins Wiederholungsspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV ging. Haben die vergangenen zwei Monate die Zuneigung der Fans abkühlen lassen? Wohl kaum, der Essener Klub freut sich seit Wochen auf den Heim-Auftakt, rührte fleißig die Werbetrommel und die Fans freuen sich auf die Heim-Premiere.
Dem ernüchternden Start am vergangenen Wochenende konnte Tusem-Trainer Daniel Haase immerhin etwas Positives abgewinnen: „Die Jungs haben am Ende eine gute Reaktion gezeigt und wir sind nicht untergegangen. Wir müssen solche Schwächephasen kleiner halten.“ Gegen die Gäste aus dem mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis werden aber auch kürzeste Schwächephasen bestraft. In der vergangenen Saison gab es auswärts (22:32) und zu Hause (27:34) zwei deutliche Abreibungen gegen den späteren Liga-Dritten. Zum Heimspiel-Auftakt kommt also gleich ein vermeintliches Liga-Schwergewicht, das zum Auftakt den Aufsteiger HC Oppenweiler/Backnang in die Schranken wies (30:23).

Tusem Essen: „2. Liga ist nie entspannt“
Der neue Kapitän Max Neuhaus wusste schon vor dem Start, dass die „2. Liga nie entspannt“ ist. „Aber wir gehen jetzt in die zweite Saison mit unserem Trainer und wissen, was er will. Die Anfangsphase darf gerne etwas runder laufen als in der letzten Saison.“ Das hoffen auch die Esener Fans, die in Ludwigshafen allerdings Schwächen sowohl im Angriff als auch in der Defensive beobacheten. Dass die Teamfindung mit insgesamt fünf Zugängen etwas Zeit brauchen würde, war Tusem-Trainer Haase aber klar: „Es bleibt ein Entwicklungsprozess.“
Für den Großteil der Tusem-Fans ist dies nun die erste Möglichkeit, das neue Team im Einsatz zu sehen. Und auch der eine oder andere Heimauftritt gegen Spitzenteams zeigte vergangene Saison: Am Ende applaudiert das Publikum auch, wenn die heimische Mannschaft kämpft und sich teuer verkauft.


