Das war dann doch ein eher enttäuschender Auftakt für die Handballer des Tusem Essen. Im ersten Duell der neuen Zweitliga-Saison kassierte die Mannschaft von Trainer Daniel Haase eine 26:32-Auswärtsniederlage bei den Eulen Ludwigshafen, die beinahe noch deutlicher ausgefallen wäre. Denn in der zweiten Hälfte leistete sich sein Team zu viele Fehler und lud die Hausherren zu einfachen Toren ein. Zwischenzeitlich führten die Ludwigshafener sogar mit elf Toren Vorsprung.

Immerhin: In der Schlussphase gab sich der Tusem nicht auf und kämpfte sich noch einmal etwas heran. Unter anderem trafen die Zugänge Felix Mart und auch Valentin Willner, weshalb die deutliche Niederlage am Ende doch etwas weniger schlimm ausfiel. Mart traf letztendlich zum 26:32-Endstand aus Essener Sicht. Mehr war an diesem Abend nicht mehr drin.

Tusem Essen: „Immerhin nicht untergegangen“

„Es war die Blaupause zu unserem letzten Spiel in Ludwigshafen. Wir hatten ein gutes Gefühl und sind gut gestartet. Dann fallen wir aber etwas zusammen, auch durch die beiden Zeitstrafen kurz vor der Pause“, resümierte Tusem-Trainer Daniel Haase. „Immerhin haben die Jungs am Ende eine gute Reaktion gezeigt und wir sind nicht untergegangen. Es bleibt ein Entwicklungsprozess, dass wir solche Schwächephasen kleiner halten.“

Denn diese waren in der zweiten Halbzeit offensichtlich: Der Tusem hatte Probleme, seine Gegenspieler in den Griff zu bekommen und musste einige einfache Gegentore schlucken. Auch die Hereinnahme von Torhüter Dominik Plaue verschaffte nicht die nötigen Paraden, um den Schwung der Gastgeber zu stoppen. Ludwighafens Friedrich Schmitt oder auch Marc-Robin Eisel sorgten dafür, dass die Eulen den Vorsprung sogar auf elf Treffer ausbauen konnten (27:16, 47.). Bei den Essenern lief in dieser Phase nicht viel zusammen, vor allem in der Offensive stockte der Motor. Eulen-Torhüter Ziga Urbic wehrte insgesamt zehn Würfe ab.

Nun gilt es, im ersten Heimspiel der neuen Saison wieder Stärke zu zeigen. Am Freitag geht es gegen den TV Hüttenberg, Anwurf in der Sporthalle „Am Hallo“ ist um 19.30 Uhr.

Der Live-Ticker zum Nachlesen: Tusem Essen bei Eulen Ludwigshafen

  • +++ ENDSTAND 32:26 +++
    Das war es. Der Tusem kassiert zum Saisonstart eine deutliche Auswärtsniederlage. Vor allem in der ersten Halbzeit haben die Essener gute Ansätze gezeigt, sich in der Folge jedoch zu viele Fehler geleistet. Die selbstbewussten Eulen konnten die Gäste dann nicht mehr stoppen und wurden somit überrollt.
  • 59. Minute:
    Noch einmal nimmt Wohlrab eine Auszeit für die Eulen. Sportlich gesehen dürfte hier nichts mehr anbrennen.
  • 58. Minute:
    Tim Mast mit dem 25. Treffer für den Tusem. Doch mehr als Ergebniskosmetik ist hier nicht drin. Denn auf der Gegenseite trifft Leon Hein mit einem schönen Heber zum 32:25.
  • 56. Minute:
    Ludwigshafens Lars Röller geht zu hart in den Zweikampf mit Max Neuhaus und muss für zwei Minuten vom Feld. Der Tusem verkürzt durch Eißing auf 31:24.
  • 54. Minute:
    Die Auszeit zeigt Wirkung: der kleine Lauf des Tusem ist unterbrochen und die Eulen haben noch einmal ihre Sinne geschärft. 30:23.
  • 51. Minute:
    Nun nehmen auch die Eulen eine Auszeit. Ihr Vorsprung schmilzt etwas, denn Eißing trifft zum 27:20. Eulen-Coach Wohlrab will hier keine Spannung mehr aufkommen lassen.
  • 50. Minute:
    Die Eulen haben einen Gang heruntergeschaltet und machen nur noch das Nötigste, um den Tusem auf Abstand zu halten. Immerhin: die Essener kämpfen und verkürzen durch Felix Eißing auf 27:19.
  • 47. Minute:
    Der Tusem macht zu viele Fehler und lädt die Hausherren immer wieder zu schnellen Gegenstößen ein. 27:16 durch den Treffer von Schaller.
  • 45. Minute:
    Während der Tusem viel Kraft investieren muss, um zum Torerfolg zu kommen, wirkt es bei den Eulen durchaus leichter und einfacher. Die Essener finden nicht so recht in die Spur, sind nur noch bemüht das Ergebnis nicht zu deutlich werden zu lassen. 26:16.
  • 42. Minute:
    1700 Zuschauer sind heute zum Auftakt in die Halle gekommen. Und sie sehen einen stark aufspielenden Gastgeber, während die Essener versuchen zurück in die Partie zu finden. Jetzt wirft Reimer den Siebenmeter sogar nur an den Pfosten... 24:14 weiterhin.
  • 40. Minute:
    Der Tusem nimmt die dritte Auszeit. Die ist dringend nötig, denn im Moment klappt gar nichts bei den Essenern. In der Abwehr haben sie keinen Zugriff auf die selbstbewussten Eulen und im Angriff sind die Abschlüsse teilweise zu überhastet oder zu ungenau. Es steht 24:14.
  • 39. Minute:
    Jetzt muss der Tusem aufpassen, dass er nicht abreißen lässt. Hejny kann den Freiwurf nicht im Tor unterbringen und im Gegenzug trifft zunächst Friedrich Schmitt, ehe den Essenern ein technischer Fehler unterläuft und Tim Schaller auf 21:13 erhöht.
  • 37. Minute:
    Die Abwehr der Hausherren steht jetzt ziemlich stabil und packt ordentlich zu. Damit hat der Tusem so seine Probleme. Und wenn es Abschlüsse gibt, dann sind diese nicht platziert genug. Ludwigshafen trifft durch Theo Straub zum 19:13. Auszeit Tusem.
  • 34. Minute:
    Der Tusem kommt durchaus mit Mut und Schwung aus der Kabine. Das kann also noch eine spannende Angelegenheit werden. Doch die Eulen bleiben erst einmal in Front: 17:13.
  • 31. Minute:
    Die zweite Hälfte ist gestartet und die Eulen erhöhen direkt auf 15:11.
  • Gleich geht es weiter in der Friedrich-Ebert-Halle. Schafft es der Tusem noch die Partie zu drehen?
  • +++ HALBZEITSTAND: 14:11 +++
    Pause im ersten Saisonspiel. Die Essener haben gut angefangen, sich dann aber zu viele Fehlwürfe geleistet. Das haben die Eulen ausgenutzt und Selbstvertrauen getankt. Die Führung der Gastgeber ist in Ordnung, aber für die Gäste ist noch alles drin.
  • 30. Minute:
    Die Eulen-Abwehr packt nun kräftig zu und macht es dem Tusem schwer gefährlich vor das Tor zu kommen. Max Neuhaus mit einem Distanzwurf, doch der Ludwigshafener Keeper hält. Eulen-Trainer Johannes Wohlrab nimmt seine erste Auszeit. 14:11 weiterhin.
  • 28. Minute:
    Und nun muss auch Felix Eißing mit einer Zeitstrafe von der Platte. Der Essener hatte Kilian Schwarzer zu Boden gezogen. 14:11.
  • 26. Minute:
    Jetzt muss Hejny nach einem taktischen Foul für zwei Minuten vom Feld. Der Tusem in Unterzahl und Eisel trifft zum 13:11.
  • 24. Minute:
    Grundsätzlich macht der Tusem kein schlechtes Spiel. Die Abwehr steht ordentlich, schafft es nur nicht die Aktionen bis zum Ende konsequent zu verteidigen. Auf der anderen Seite fehlt es an der letzten Präzision. Aber es bleibt spannend: 11:10 durch Neuzugang Max Hejny.
  • 22. Minute:
    Der Tusem stabilisiert sich wieder etwas, geht im Angriff aber zu fahrlässig mit den Chancen um. Die Eulen sind dagegen im Moment eiskalt. 11:9.
  • 19. Minute:
    Jetzt aber doch die erste Führung für die Eulen! Vincent Bülow macht eine Lücke in der Essener Abwehr aus und trifft zum 9:8. Tusem-Trainer Daniel Haase nimmt die erste Auszeit und dürfte mit der Chancenverwertung in den letzten Minuten nicht so zufrieden sein.
  • 17. Minute:
    Der Tusem hält dem größer werdenden Druck der Hausherren bis jetzt stand. Er verhindert den Rückstand und geht wieder in Führung. 7:8.
  • 14. Minute:
    Die Eulen werden besser und mutiger im Angriff. Marc-Robin Eisel trifft zum 6:6-Ausgleich, allerdings kassieren die Gastgeber im Gegenzug eine Zeitstrafe.
  • 12. Minute:
    Bislang lässt sich der Tusem nichts von einer etwaigen Anfangsnervosität anmerken. Die Abwehr arbeitet gut, im Angriff sind die Gäste recht zielstrebig. Reimer trifft wieder per Siebenmeter. Es steht 4:6.
  • 9. Minute:
    Valentin Willner mit seinem ersten Pflichtspiel-Tor im Tusem-Trikot! 3:5.
  • 7. Minute:
    Bis jetzt ist es ein Spiel auf Augenhöhe. Der Tusem arbeitet in der Abwehr ordentlich, kann jedoch einige gute Ideen der Gastgeber nicht verhindern. Dennoch reicht es für einen leichten Vorsprung: 3:4.
  • 4. Minute:
    Viel Zeit zum Reinkommen geben sich die Mannschaften nicht. Es geht direkt zur Sache und bis jetzt sieht das auch ganz ordentlich aus Essener Sicht aus. Jan Reimer trifft per Siebenmeter zum 2:3.
  • 2. Minute:
    Felix Göttler wirft das erste Tor der Saison: Tusem führt mit 1:0.
  • 1. Minute:
    Die Saison läuft! Das Spiel ist gestartet. Der Tusem tritt in den neuen, schwarzen Trikots an und hat den ersten Ballbesitz. Ludwigshafen spielt in roten Trikots.
  • Die Spannung steigt: Wer holt die ersten Punkte der neuen Saison: Ludwigshafen oder Essen?
  • Schiedsrichter sind die beiden Solinger Denis und Dustin Seidler aus dem Bundesligakader des Deutschen Handball-Bundes.
    Die Teams kommen auf die Platte, gleich geht es los. Bevor die Partie angepfiffen wird, gibt es jedoch noch eine Schweigeminute für den erschossenen Polizisten aus Völklingen.
  • Einige Fans aus Essen sind heute mitgereist. Die Städte trennt rund 300 Kilometer. Vielleicht klappt es mit dieser Unterstützung mit dem ersten (Auswärts-)Sieg der Saison.
  • Für den Tusem steht heute auch der frischgebackene U19-Weltmeister Finn Knaack zwischen den Pfosten. Das Duo wird komplettiert von Dominik Plaue. Das bedeutet, dass Dennis Wipf heute keinen Platz im Kader haben wird.
  • Gute Nachricht aus Sicht der Essener: fast alle Spieler sind fit. Nur die Langzeitverletzten Nils Homscheid und Alexander Schoss werden nicht mitwirken können. Spannend wird zudem sein, welchen Eindruck die Neuzugänge in ihrem ersten Pflichtspiel für das Team von der Margarethenhöhe hinterlassen werden.
  • Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams ist noch nicht allzu lange her: im Mai diesen Jahres setzten sich die Eulen mit 29:24 durch.
  • Eine spannende Begegnung, denn zum Saisonstart weiß keines der Teams so genau, wo es steht. Für den Tusem ist klar: so eine Auswärtsschwäche - wie in der vergangenen Saison - soll es nicht mehr geben. Da hatten die Essener die ersten elf Partien in der Fremde verloren.
  • Herzlich Willkommen zum Live-Ticker des Liga-Auftakts von Tusem Essen bei den Eulen Ludwigshafen.
Gehen gemeinsam in die neue Saison: Tusem Essens Finn Wolfram (Mitte) und Max Neuhaus (r.).
Gehen gemeinsam in die neue Saison: Tusem Essens Finn Wolfram (Mitte) und Max Neuhaus (r.).© FUNKE Foto Services | Michael Gohl

Zu Sommerbeginn hatte der Tusem eine nervenaufreibende Saison beendet: Stark zu Hause, schwach in der Ferne. Am Ende zitterten sich die Essener Handballer mit Ach und Krach zum Klassenerhalt. Selbst der Urlaub musste für ein kurioses Wiederholungsspiel unterbrochen werden. „Teilweise war das völlig blutleer“, resümierte auch Tusem-Trainer Daniel Haase in unserem großen Interview. Doch ist die vergangene Saison nun abgehakt, der Tusem blickt motiviert auf die neue Spielzeit. Mit neuem Personal, einem neuen Kapitän und neuer Energie.

Fünf neue Spieler werden das Tusem-Trikot tragen, darunter in Torhüter Finn Knaack ein frischgebackener U19-Weltmeister. Spielmacher Max Neuhaus ist der neue Kapitän, und der Torjäger ist guter Dinge: „Die 2. Liga ist nie entspannt. Aber wir gehen jetzt in die zweite Saison mit unserem Trainer und wissen, was er will. Die Anfangsphase darf gerne etwas runder laufen als in der letzten Saison und ich hoffe nicht, dass wir wieder so eine extreme Auswärtsschwäche entwickeln.“ Was ihm Mut macht: „Unsere Neuzugänge fühlen sich schon sehr wohl und können uns weiterhelfen. Und im Angriff lief es in der Vorbereitung schon recht gut.“

Tusem Essen: „Es war und ist viel Arbeit“

Im Testspielreigen empfingen die Essener zuletzt den TuS Ferndorf (26:26) und luden zu diesem Testspiel alle Dauerkarteninhaber ein, sich die Partie anzuschauen. Die Essener gewannen weitere Tests gegen die Drittligisten aus Hanau (40:35) und Emsdetten (34:27) und unterlagenen Ligakonkurrent Dormagen (33:36) sowie den Erstligisten aus Gummersbach (31:40) und Eisenach (26:28).

Trainer Haase freut sich ebenso auf den Start. „Es war und ist viel Arbeit, besonders mit den jungen Zugängen, die teilweise noch nicht zusammen gespielt haben. Dennoch sehen wir schon eine Entwicklung, besonders in der Abwehrarbeit. Jetzt freuen wir uns auf den Saisonstart und sind total fokussiert, denn wir wissen, wie wichtig dieser Beginn ist.“ Zumal die Gastgeber, der noch knapper am Abstieg vorbeischrammte als der Tusem, zum Auftakt nicht weniger motiviert sein werden. „Mit den Eulen erwartet uns direkt ein schweres Auswärtsspiel mit einem Gegner, der zu Hause auf jeden Fall 60 Minuten lang kämpfen wird“, weiß Max Neuhaus, der selbst einst in Ludwigshafen unter Vertrag stand. „Diesen Kampf wollen wir annehmen!“

Die Essener Fans können sich dann am 5. September eigene Eindrücke vom neuformiertenTeam machen, wenn der Tusem seinen Heimspielauftakt gegen Hüttenberg am Hallo bestreitet (19:30 Uhr).