Adam Zoweil ist immer noch ein wenig geflasht. „Das war das krasseste Tor, das ich für den EVD geschossen habe“, sagt der 22-jährige Stürmer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg. „Es war ja nicht besonders schön, aber eben sehr wichtig“, sagt er über den Siegtreffer im dritten Spiel des Play-off-Achtelfinales gegen die Lindau Islanders. Der junge Angreifer traf nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand zum 4:3-Sieg in der Verlängerung. „Dadurch sind wir in der Best-of-Five-Serie mit 2:1 in Führung gegangen. Wären wir mit einem 1:2-Rückstand nach Lindau gefahren, hätte es schwer werden können.“ Als der Puck aber einschlug, brach es aus ihm, aus seinen Mannschaftskameraden und aus den Fans heraus. „Das war schon sehr emotional.“

Das war das krasseste Tor, das ich für den EVD geschossen habe.

Adam Zoweil, Stürmer der Füchse Duisburg

Seit Dienstagabend steht nun fest, gegen wen die Füchse im Play-off-Viertelfinale spielen werden: Weil die Tölzer Löwen gegen die Hammer Eisbären gewonnen haben, heißt der EVD Gegner nun: Deggendorfer SC, seines Zeichens Meister der Oberliga Süd. „Ich finde es ganz gut, gegen einen anderen Gegner zu spielen“, sagt Adam Zoweil. „Wir wissen zwar nicht viel über sie, sie aber auch nicht über uns. Natürlich werden wir den Gegner richtig analysieren und unsere Spielweise anpassen. Durch die Highlights bei Sprade TV wissen wir natürlich, dass die Jackson-Brüder brutal gut sind, das gleiche gilt für den Torhüter. Ich glaube aber auch, dass wir jeden Gegner schlagen können und genau das ist das Ziel.“ Die angesprochenen Jackson-Zwillinge Dylan (105) und Ty (103) haben beide die 100-Scorerpunkte-Marke geknackt: Dylan bringt es auf 52 Tore und 53 Vorlagen, Ty auf 38 Treffer und 65 Assists. Torhüter Timo Pielmeier (36) hat für Deutschland an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teilgenommen – einschließlich des Gewinns der Silbermedaille 2018 in Pyeongchang.

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Wie schon Torhüter Marko Brlic berichtet hatte, war die Rückfahrt der Füchse nach dem Sieg in Spiel vier in Lindau sehr gelungen. „Nun ja“, sagt Adam Zoweil mit einem Lächeln, „wir haben ja noch nicht das Finale gewonnen. Aber die Stimmung war schon sehr gut. Und obwohl wir so viele Stunden unterwegs waren, waren wir alle wach und haben miteinander gequatscht.“ Wie auch schlafen, wenn man gerade trotz etlicher Ausfälle eine Play-off-Serie gewonnen hat?

Sport / DU-Mitte/Süd.
Eishockey, Oberliga, Play-off-Achtelfinale: Füchse Duisburg gegen Lindau Islanders 
08.03.2026 in Duisburg
Gegen Lindau gab es allen Grund zu jubeln. Der nächste Gegner ist nun der Deggendorfer SC.© FUNKE Foto Services | Daniel Attia

Da stellt sich die Frage, wie es das Team immer wieder schafft, die personellen Rückschläge zu kompensieren. „Erst einmal agieren wir als geschlossene Mannschaft“, sagt Zoweil. „Bei uns kämpft jeder für jeden. Da ist sich niemand zu schade, Schüsse zu blocken oder einen Check zu Ende zu fahren. Das erfahre ich nun so zum ersten Mal.“ Die Ausfälle haben durchaus wichtige Spieler getroffen. „Michael Fomin und Martin Schymainski sind richtige Play-off-Spieler. Und auch Klavs Planics ist so gut zurückgekommen und verletzt sich dann gleich im zweiten Spiel erneut.“ Das kann ein Team brechen. Nicht aber den EVD 2025/26. „Uns hat das zusammengeschweißt. Wir wollen nun auch für diese Jungs gewinnen“, sagt Adam Zoweil. „Wir haben die Trikots hinter uns an der Bande hängen und ich finde es großartig, dass die Namen der verletzten Spieler bei der Mannschaftsaufstellung genannt und von den Fans gerufen werden.“

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Nun heißt es auch für die jungen Spieler: Verantwortung übernehmen. Tatsächlich hat das gerade Adam Zoweil, nicht nur wegen seines Siegtreffers in Spiel drei, getan. „Das gilt aber auch für Bence Farkas. Es geht ja auch darum, dass wir uns weiterentwickeln“, sagt Zoweil. So ganz nebenbei haben die starke Saison und der bislang gelungene Play-off-Run dafür gesorgt, dass der alten Eissporthalle gelungene letzte Spiele bereitet werden. „Es ist toll, dass wir zuletzt die 2000 Zuschauer geknackt haben. Ich hoffe, das bleibt nun so und wird mehr, damit wir diese Eissporthalle würdig verabschieden können. Es wäre super, wenn ganz viele Duisburger kommen würden, um dem Ganzen vor dem Umzug in die Übergangshalle einen schönen Rahmen zu geben.“

Das Viertelfinale startet am Freitag, 20. März, mit einem Auswärtsspiel. Das erste Heimspiel steht am Sonntag, 22. März, an – allerdings beginnt diese Partie wegen des MSV-Spiels am gleichen Tag gegen 1860 München erst um 19.30 Uhr. Am Dienstag, 24. März, geht es erneut auf Reisen, ehe das sichere zweite Heimspiel am Freitag, 27. März, um 19.30 Uhr ansteht. Wenn die Spiele fünf bis sieben nötig werden, finden diese am 29. März, 31. März und 2. April statt.

So geht es im Viertelfinale weiter

Das sind die Paarungen im Viertelfinale, das im Best-of-Seven-Format gespielt wird:

Deggendorfer SC – Füchse Duisburg
Hannover Scorpions – Selber Wölfe
Memmingen Indians – Hannover Indians
Tilburg Trappers – Tölzer Löwen

Die Ergebnisse im Achtelfinale:

Hannover Scorpions – Höchstadter EC 3:0 (7:1, 6:3, 11:2)
Tilburg Trappers – Passau Black Hawks 3:0 (6:3, 9:3, 5:4)
Hannover Indians – EC Peiting 3:0 (6:0, 4:3, 5:4)
Füchse Duisburg – Lindau Islanders 3:1 (5:2, 4:5 n.V., 4:3 n.V., 4:2)
Deggendorfer SC – Herforder EV 3:0 (5:2, 9:2, 4:0)
Memminger Indians – Icefighters Leipzig 3:1 (6:2, 3:7, 9:2, 7:2)
Tölzer Löwen – Hammer Eisbären 3:2 (3:4 n.V., 4:1, 3:1, 4:5 n.V., 6:2)
Selber Wölfe – Saale Bulls Halle 3:0 (4:2, 4:3 n.V., 7:2)