Die European League of Football war ganz offensichtlich keine Option mehr für die bisherigen Teams dieser Liga. Der Streit um mangelnde Transparenz, Beteiligung an Liga-Entscheidungen und finanzielle Forderungen sorgte dafür, dass sich die Clubs von der ELF abgewandt haben. Das Problem ist nun: Aktuell gibt es zwei Nachfolgeligen. Wie sich die Saison 2026 gestaltet, ist noch unklar. „Wir werden in jedem Fall sechs Heim- und sechs Auswärtsspiele bestreiten“, sagt Daniel Thywissen, Geschäftsführer von Rhein Fire.
Die in Duisburg beheimateten Footballer werden bekanntermaßen in der neu gegründeten American Football League Europe (AFLE) an den Start gehen, die mit Hilfe eines Investors entstanden ist. Die übrigen in der Franchise-Vereinigung verbundenen Mannschaften der European Football Alliance (EFA) hatten sich zunächst mit der bisherigen ELF auf eine weitere Teilnahme geeinigt, dies aber kürzlich wieder aufgekündigt, weil offenbar die Probleme der alten Liga mit ihrem Gründer Zeljko Karajica zu groß sind. Nun hat die EFA angekündigt, eine eigene Liga ins Leben zu rufen. Nachdem sich nun auch die Munich Ravens der Allianz angeschlossen haben, besteht diese Liga aus sieben Teams. Die weiteren sechs Clubs sind: Frankfurt Galaxy, Prague Lions, Paris Musketeers, Tirol Raiders (Innsbruck), Nordic Storm (Kopenhagen) und Madrid Bravos.
Wir haben in der AFLE bereits ein funktionierendes Ligabüro, Leute, die im Hintergrund arbeiten, ein Schiedsrichterteam und vieles mehr.
Daniel Thywissen, Geschäftsführer von Rhein Fire
In der AFLE sind bislang sechs Mannschaften verkündet worden: Rhein Fire, Berlin Thunder, Panthers Wroclaw, Vienna Vikings, Alpine Rams (Biel, Schweiz) und Paris Lights; außerdem soll wohl ein Team aus Monaco hinzukommen. „Es wird genügend Mannschaften in der AFLE geben“, sagt Thywissen, der freilich der Liga nicht vorgreifen will.
Alles zu Rhein Fire:
Wie die Deutsche Welle berichtet, gab es zuletzt auch Gespräche beider Ligen darüber, ob eine Verschmelzung möglich wäre. Das würde auch erklären, warum es so lange dauert, bis die Ligazusammensetzung feststeht. „Wir haben in der AFLE bereits ein funktionierendes Ligabüro, Leute, die im Hintergrund arbeiten, ein Schiedsrichterteam und vieles mehr“, sagt Thywissen. Eine Verschmelzung in der laufenden Saison ist wohl schon rein zeitlich bei einem Saisonstart im Mai keine Möglichkeit mehr. „Beide Ligen werden nun ihre Saison spielen und ihre Meister ermitteln“, geht Thywissen vom Zwei-Ligen-Szenario auf. Ob es vielleicht am Ende der Saison ein Spiel zur Ermittlung eines gemeinsamen Meisters als erste Annäherung zu einer Ligenfusion geben könnte? So ist 1967 der Superbowl entstanden, als die NFL und AFL noch getrennte Ligen waren. „Was die Zukunft bringt, wird sich zeigen“, sagt Thywissen.
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Seitens der AFLE-Clubs sieht er juristisch in Bezug auf die Trennung von der ELF alles geregelt, sodass sich zumindest die „League Europe“, wie sich die neue Liga per „Catchphrase“ nennt, auf einem guten Weg sieht. „Wir sind gerade dabei, ein Team zusammenzustellen, dass in der AFLE um die Meisterschaft spielen kann“, sagt Thywissen. „Da haben Rohat Dagdelen und Christoph Lörcks einen guten Job gemacht.“



