Diesmal gab es noch nicht mal einen Ehrentreffer. Nach einem 1:5 und 1:7 an den letzten beiden Spieltagen musste sich Landesliga-Aufsteiger Rhenania Bottrop zuhause gegen die SGS Essen „zu null“ geschlagen geben. 0:5 hieß es am Ende aus Bottroper Sicht – die dritte derbe Klatsche hintereinander.
„Es ist halt keine Bezirksliga mehr. Fehler werden jetzt schneller bestraft. Daran müssen sich fast alle in der Mannschaft noch gewöhnen“, zieht Rhenania Trainer Stefan Thiele sein nächstes Zwischenfazit. Nach dem eigentlich guten Saisonstart in den ersten beiden Partien – mit dem 2:2 zum Auftakt im Derby gegen den VfB Bottrop und dem 2:1-Sieg im zweiten Spiel in Wesel – stellt sich natürlich die Frage, was mit seinem Team seit drei Wochen los ist.
Rhenania Bottrop mit dritter deutlicher Niederlage in Folge: „Schenken den Gegner zu leicht Tore“
„Wir schenken den Gegnern zuletzt zu leicht die Tore“, analysiert Thiele weiter. „Ich denke schon, dass wir die Qualität für die Liga habe, aber uns fehlt die Leichtigkeit. Nach solche Niederlagen sowieso. Dazu merken wir in der Offensive aktuell auch, dass durch Urlaube und Sperren ein paar wichtige Leute fehlen.“

Ein paar Gründe erkennt er also, Lösungen habe er jedoch noch nicht direkt parat. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich direkt nach diesem Spiel ein bisschen überfragt bin, woran wir konkret arbeiten müssen. Da müssen wir uns in der Woche jetzt Gedanken machen.“
SG Essen-Schönebeck findet langsam seine Formation
Erkenntnisreicher sind die Gedanken hingegen bei seinem Essener Trainerkollegen Olaf Rehmann. Auch die SGS musste drei Niederlagen in den ersten vier Saisonspielen einstecken, allerdings knappe, habe für ihn mit dem 5:0 in Bottrop jetzt aber einen entscheidenden Schritt gemacht, um ihre Formation zu finden.
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„Wenn man dreimal hintereinander verliert, muss man natürlich was ändern. Wir wollten diesmal offener spielen, da wir auch wussten, dass Rhenania natürlich geknickt aus den letzten Wochen kam“, so der SGS-Coach, der in seiner Startelf einige Wechsel im Vergleich zum letzten Spieltag vorgenommen hatte.
Die Schönebecker haben in dieser Saison eine Art „Luxusproblem“ über einen großen Kader zu verfügen. In Bottrop nahmen zehn Spieler auf der Bank Platz. Für Rehmann ist das ein Prozess: „Wir haben heute gesehen, dass wir dadurch natürlich einen Vorteil gegenüber Rhenania hatten. Konnten mehr Qualität von der Bank bringen, hatten mehr Luft. Aber wir sind immer noch in der Findungsphase. Ich weiß nicht, wen ich nächste Woche aufstellen werde.“



