In der 77. Minute humpelte Kenan Karaman vom Feld. Hatte er fünf Minuten vorher noch mit seinem Kopfball dafür gesorgt, dass die Jubelschreie der Schalker Anhänger durch die Veltins-Arena hallten, so musste der Kapitän der Königsblauen kurze Zeit später schon vom Feld. Er zeigte an, dass das Knie Probleme bereitete. Sprechchöre begleiteten ihn zur Ersatzbank, von wo aus er die restlichen Minuten des Heimspiels gegen den Karlsruher SC verfolgte. Am Ende sollte das Karaman-Tor zum knappen 1:0 (0:0)-Sieg reichen. Doch wie steht es um den Kapitän?

Auswechslung mit Knieproblemen: Schalke-Kapitän Karaman gibt Entwarnung

„Ich habe einen leichten Schmerz im rechten Knie gespürt“, sagte er nach Abpfiff und gab vorsichtig Entwarnung. „Es hat sich in der zweiten Halbzeit ein bisschen aufgebaut. Es war auch nicht so schlimm. Ich habe gemerkt, dass es besser wäre, wenn ich rausgehe. Inzwischen fühlt es sich eigentlich wieder ganz okay an.“ Es habe sich um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt, erklärte Karaman, und zeigte sich optimistisch, beim Heimspiel gegen Preußen Münster in zwei Wochen wieder dabei sein zu können.

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Bis in die Schlussphase hinein hatte der Kapitän auf die Zähne gebissen. „Ich wollte das Spiel halt unbedingt gewinnen“, sagte er. „Es war ein wichtiger Sieg für uns, um den nächsten Schritt zu gehen.“ Der 32-Jährige hatte einen „sehr dominanten Auftritt, ein sehr gutes Spiel“ seiner Mannschaft gesehen. „Wir hatten viele Aktionen im Sechzehner. Die letzte Kaltschnäuzigkeit hat gefehlt. Das Tor war sehr erlösend.“

firo :  05.04.2026
Fussball, Fußball, 2.Liga, 2.Bundesliga, Saison 2025/2026, 28. Spieltag 
FC Schalke 04 - KSC Karlsruhe Karlsruher
Schalke-Kapitän Kenan Karaman schreit nach Abpfiff seine Freude über den Heimsieg hinaus.© Jan Fromme /firo Sportphoto | Jan Fromme

Schon vor seinem technisch starken Kopfballtreffer boten sich Karaman einige Gelegenheiten. Sechs Torschüsse und 2,58 xGoals produzierte der S04-Leader. Letztlich nutzte er die wohl anspruchsvollste Chance zur Führung. „Ich bin einfach nur froh, dass der Ball reingegangen ist“, sagte er zu seinem zwölften Saisontor. „Ich stand gut, habe spekuliert, dass der Ball auf den ersten Pfosten kommt. Die Flanke von Ndiaye kam genau dahin. Der Ball fällt dann überragend rein.“ Trainer Muslic lobte: „Das ist Kenans Qualität. Das Tor ist kein Zufall. Das ist überragendes Timing. Er ist in großen Momenten da. Das ist er von Tag eins. Ein Parade-Kapitän, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt.“

Schalke-Kapitän Karaman über Gelbsperre: „Scheiße“

Und so trotzten Karaman und Schalke den bitteren Ausfällen von Edin Dzeko und Nikola Katic. „Wir haben heute auch für sie gespielt“, meinte Karaman. Ärgerlich für die Gelsenkirchener und ihren Kapitän: Karaman wird im am kommenden Sonntag anstehenden Topspiel bei der SV Elversberg fehlen. Er handelte sich in der ersten Halbzeit eine Gelbe Karte und damit eine Sperre ein. „Scheiße“, habe er sich direkt nach seinem Foul gedacht. „Es war ein wenig unnötig, dass ich da zu spät komme.“

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Da obendrein auch Mertcan Ayhan, der für Katic ins Team rückte, die fünfte Gelbe sah, wird Schalke dezimiert ins wichtige Duell in Elversberg gehen. „Wir werden auch das auffangen können. Das Kollektiv ist entscheidend. Das haben wir schon oft in der Saison und auch heute gezeigt“, betonte Karaman. Zumal die Schalker sich auch im Saarland auf ihren Kapitän verlassen werden können, wenn auch in anderer Rolle. „Ich denke schon, dass ich mitfahre und die Jungs mit meiner Präsenz supporte“, kündigte Karaman an.