In der Veltins-Arena wird gerade aufgebaut. In anderthalb Wochen steht traditionell kurz nach Weihnachten der Biathlon-Wettbewerb an. Einer, der schon im Sommer sehr oft voll ins Schwarze getroffen hat, zog auf der Logenebene Zwischenbilanz. Frank Baumann, seit Juni Sportvorstand des FC Schalke 04, blickt ein halbes Jahr nach Amtsantritt als Spitzenreiter auf die Zweite Liga. „Jeder Schalker darf träumen. Das verbieten wir keinem“, sagt Baumann zum Thema Aufstieg, fügt aber hinzu: „Aber es ist erst der 16. Spieltag, es folgen noch viele schwierige Spiele. Da müssen wir immer ans Limit gehen.“
Schalke: Schalkes Mittel im Winter sind begrenzt
In der Winter-Transferperiode könnte Baumann den Kader noch einmal aufmotzen. Finanzielle Mittel stehen dafür eigentlich nicht zur Verfügung. „Wir sind im Sommer schon ins Risiko gegangen, waren im siebenstelligen Bereich über dem Budget“, sagte Baumann. Das lag vor allem an der Deadline-Day-Verpflichtung von Christian Gomis (FC Winterthur). Baumann verteidigt den aktuellen Kader, sagt: „Diese Mannschaft kann Spiele gewinnen, sie hat die Punktzahl trotz vieler Verletzungen erreicht.“ Zudem würde es im Januar, spätestens im Februar, einige interne Zugänge geben. Damit meint er Timo Becker, Adrian Gantenbein (beide Abwehr), Dylan Leonard (Abwehr, ab 1. Januar spielberechtigt) sowie Christian Gomis und Peter Remmert (beide Sturm). Becker und Gomis sind zwar nach langen Verletzungen wieder fit, stehen aktuell aber nur für Kurzeinsätze bereit.
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Ausschließen wollte Baumann Transfers aber nicht. „Im Fußball würde ich wenig ausschließen“, sagte er. „Unser Job ist es, dass wir auf alles vorbereitet sind und in jeder Transferphase versuchen, den Kader bestmöglich aufzustellen und zu optimieren. Ob das gelingt, kann ich nicht sagen. Ich kann sagen, dass wir nur das machen, was wir für sinnvoll erachten.“ Bedarf sehen die Schalker vor allem in der Offensive, die in 16 Hinrundenspielen nur 21 Tore erzielen konnte, etliche nach Standardsituationen. Zu viele Profis dort sind zu verletzungsanfällig.
Schalke: Das sind die Details zum Muslic-Vertrag
Derjenige, der Schalke zum großen Erfolg geführt hat, ist Trainer Miron Muslic. Muslics Vertrag läuft bis Juni 2027, verlängert sich im Aufstiegsfall um ein weiteres Jahr. Allerdings könnte Muslic via Ausstiegsklausel den Klub verlassen. Und Erfolge machen begehrt. Tendenzen, den Vertrag mit Muslic vorzeitig zu verlängern oder die Ausstiegsklausel abzukaufen, was im Profifußball ab und an versucht wird, gibt es nicht. Baumann-Klartext: „Beide Seiten sind mit der aktuellen Vertragskonstellation sehr, sehr zufrieden. Ich habe überhaupt keine Zweifel, dass Miron nicht komplett mit den Gedanken zu 100 Prozent bei Schalke 04 ist – und das über den Winter und den Sommer 2026 hinaus.“






