Die 1:0-Führung des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Nürnberg wackelte bedenklich, als in der 69. Minute der Nürnberger Julian Justvan Richtung Schalker Spielhälfte sprintete, einen gefährlichen Konter seines Teams einleiten wollte. Doch Justvan wurde gestoppt. S04-Innenverteidiger Hasan Kurucay brachte ihn zu Fall. Ein klares taktisches Foul, das eigentlich eine Gelbe Karte hätte nach sich ziehen müssen. Kurucay war bereits verwarnt – es wäre Gelb-Rot gewesen. Er selbst schien mit einem Feldverweis zu rechnen, das verriet seine Mimik. Doch Schiedsrichter Christian Dingert beließ es bei einer letzten Ermahnung. Es blieb beim Elf gegen Elf, Schalke-Trainer Miron Muslic wechselte Kurucay kurze Zeit später aus. Die Nürnberger aber kochten.

Vor allem Trainer Miroslav Klose, der an den Sky-Mikrofonen erzählte, wie er auf den potenziellen Platzverweis aufmerksam machte: „Ich sage das zum Vierten Offiziellen, kriege als Antwort: Der hat gerade kurz davor ein taktisches Foul gemacht und dafür Gelb gesehen. Das ist so, als wenn wir das 2:0 schießen, und es zählt nicht, weil wir schon vorher ein Tor geschossen haben? Oder wie ist das? Taktisches Foul muss taktisches Foul bleiben. Der muss runter, Fakt!“ Klose ergänzte: „Ob wir das noch rumgebogen hätten, ist etwas anderes.“ Aber das Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters vermisste Klose.

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Die Schalker, die durch Vitalie Beckers Linksschuss-Knaller in Führung gegangen waren (52.), hatten in dieser Szene das nötige Matchglück. Trainer Muslic war ehrlich: „Wir sind glücklich, was diese potenzielle Gelb-Rote Karte betrifft. Ich verstehe den Ärger auf der Seite meines Kollegen, auf der Seite der Nürnberger. Wäre uns das passiert, hätten wir genauso reagiert.“

Kurucay kehrt mit Schalke zur Eintracht zurück

Nun kann Kurucay im abschließenden Hinrundenspiel bei Eintracht Braunschweig (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky) auflaufen. Für ihn ist es ein ganz Besonderes: Er spielte schon für die Eintracht.