Viele Enttäuschungen mussten die Fans des FC Schalke 04 in den vergangenen Jahren wegstecken. Immerhin: Im DFB-Pokal blieben sie von den ganz großen Blamagen verschont. Zwar kam S04 schon länger nicht mehr über die zweite Runde hinaus. Doch der Auftakt in den Wettbewerb verlief seit 2015 immer erfolgreich.
DFB-Pokal: Lok Leipzig freut sich über „absolutes Top-Los“ Schalke
Bei der kommenden Ausgabe gastiert Schalke zum Auftakt bei Lok Leipzig, wie die Auslosung am Sonntagabend ergab. Die Sachsen spielen in der viertklassigen Regionalliga Nordost und verpassten den Sprung in die 3. Liga in der beendeten Saison haarscharf. Sie feierten die Meisterschaft und scheiterten erst in den Aufstiegsspielen am TSV Havelse. Den Einzug in den DFB-Pokal buchte Leipzig über den Sieg im sächsischen Landespokal.
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„Lok Leipzig hat als Meister der Regionalliga Nordost und Landespokalsieger in Sachsen eine starke Saison gespielt“, sagt Schalkes Sportdirektor Youri Mulder mit Blick auf die Auslosung. „In der Relegation zur 3. Liga sind sie knapp gescheitert. Wir treffen also auf einen ambitionierten Regionalligisten. Unser Ziel ist klar: In Leipzig gewinnen und in die zweite Runde einziehen.“ Der Gegner freut sich derweil auf ein „absolutes Top-Los“, wie Sportdirektor Toni Wachsmuth gegenüber dem MDR betont. „Es ist ein großer Verein mit einer großen Tradition. Es wird ein Highlight-Spiel in unserem Stadion. Darauf kann sich jeder Fan freuen.“
Wenn Schalke zwischen dem 15. und 18. August - die genaue Ansetzung der Erstrunden-Duelle steht noch aus - im Leipziger Bruno-Plache-Stadion gastiert, kommt es zu einer Premiere. Noch nie standen die Gelsenkirchener Lok in einem Pflichtspiel gegenüber. Mit dem Vorgängerverein VfB Leipzig gab es sehr wohl Berührungspunkte: Neben zwei Bundesliga-Duellen in den 90ern trafen beide Klubs auch schon zweimal im DFB-Pokal aufeinander, zuletzt in der zweiten Runde der Saison 1995/96.
Und da kommt Mulder wieder ins Spiel. Denn bei Schalkes 1:0-Erfolg war er der Protagonist, der frühere Stürmer erzielte nach 60 Minuten das Siegtor für die Blau-Weißen. In der folgenden Runde scheiterten Mulder und Schalke dann am 1. FC Kaiserslautern. Vor zwölf Jahren, im Sommer 2013, kam Schalke noch einmal nach Leipzig. In einem Testspiel setzte sich der damalige Champions-League-Teilnehmer vor 5000 Zuschauern mit 2:1 durch.
S04-Gegner Lok Leipzig: Trainer spielte früher für Schalke
Eine weitere Verbindung: Seit dem vergangenen Sommer steht Jochen Seitz bei Lok an der Seitenlinie. In der Saison 2003/04 lief der heute 48-Jährige für Schalke auf. 25 Partien bestritt der frühere Mittelfeldspieler. Seinen großen Auftritt hatte Seitz, als er den Revierklub per Doppelpack zu einem 2:1-Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach schoss. Nun möchte er als Lok-Trainer die Schalker ärgern. Über das Prozedere zum Ticketverkauf möchten beide Vereine rechtzeitig informieren.



