Eine Nullnummer zum Start – und ein Weckruf gleich dazu. Borussia Dortmund kam beim Auftakt der Klub-WM nicht über ein 0:0 gegen Fluminense hinaus. In einem zähen Spiel fehlte es den Schwarz-Gelben an Tempo, Präzision und Durchschlagskraft. Am Ende musste sich der BVB sogar bei Torhüter Gregor Kobel bedanken, dass es bei einem Punkt blieb.

BVB laut Torwart Kobel „ausbaubedürftig“

Nach dem Spiel zeigten sich die Dortmunder durchweg selbstkritisch. Die Brasilianer seien besser gewesen, frischer, aggressiver, besser in den Zweikämpfen und hätten die besseren Chancen gehabt, sagte Kobel bei DAZN.

Mann des BVB-Spiels: Gregor Kobel (r.) parierte mehrfach stark gegen Fluminense.
Mann des BVB-Spiels: Gregor Kobel (r.) parierte mehrfach stark gegen Fluminense.© AFP | CHARLY TRIBALLEAU

Der Schweizer Schnapper war mit Abstand bester Dortmunder und verhinderte mit seinen Paraden praktisch alleine eine Niederlage. „Für uns war es ausbaubedürftig“, schob er nach – eine eher höfliche Untertreibung.

Es sei das erste Spiel gewesen, man habe womöglich noch mit dem Jetlag zu kämpfen gehabt, auch die frühe Anstoßzeit um 12.00 Uhr (Ortszeit) sei ungewohnt. Doch Ausreden wollte der Torhüter nicht gelten lassen: „Am Ende war es sicher ein Spiel, das zu wenig von uns war. Aber mit dem 0:0 können wir leben am Ende.“

Trainer Niko Kovac ordnete den Auftritt so ein: „Wir müssen damit leben – und wir können auch damit leben. Es war sicherlich nicht das beste Spiel von uns, aber für das erste Spiel war es in Ordnung. Wir Europäer denken, dass der Fußball nur bei uns stattfindet, aber in Südamerika wird auch richtig guter Fußball gespielt. Man muss auch bedenken: Wir haben am 17.5. das letzte Spiel gehabt, heute ist der 17.6. – also ein Monat, wo wir im Grunde genommen kaum zusammen waren.“

Der BVB-Reporter

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    Es sei wichtig gewesen, die Null zu halten, das Unentschieden trotz der Performance mitzunehmen. „Wir waren gerade mit Ball sehr, sehr schwach“, kritisierte dagegen Verteidiger Niklas Süle, „wir haben uns deutlich mehr vorgenommen. Das war viel zu wenig heute, das müssen wir uns vorwerfen.“

    Niklas Süle grätschte hier gegen Fluminenses Serna.
    Niklas Süle grätschte hier gegen Fluminenses Serna.© Getty Images via AFP | David Ramos

    Zufrieden wirkte allerdings auch Trainer Niko Kovac mit dem Auftritt seines Teams nicht. Immer wieder gestikulierte der 53-Jährige an der Seitenlinie. „Die Brasilianer sind in ihrer Saison und haben erst vor kurzem eine Pause eingelegt“, fügte er später hinzu, „sie sind in einem ganz anderen Rhythmus. Das muss man alles mitberücksichtigen. Wir haben den Punkt geholt, den wir mindestens wollten. Jetzt geht es in den nächsten beiden Spielen darum, dass wir den ersten oder zweiten Platz sichern.“ Der vermeintlich stärkste Gruppengegner aus Brasilien besaß in East Rutherford nahe New York die deutlich besseren Torchancen, aber jener Kobel hielt eben stark.

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    Die weiteren Gruppengegner sind die Mamelodi Sundowns aus Südafrika am Samstag und HD Ulsan aus Südkorea am 25. Juni. Der Erst- und der Zweitplatzierte der Gruppe erreichen das Achtelfinale, dafür muss von Borussia Dortmund viel mehr kommen. dpa/fs