Die Osterfeiertage stehen an, und mit ihnen auch die beliebten Osterfeuer. Vielerorts wird das Brennmaterial dafür schon lange Zeit vor dem Osterfest aufgeschichtet. Das ist ein Problem: Denn die Holz- und Reisighaufen sind ein perfektes Zuhause für viele heimische Wildtiere. Darunter zum Beispiel Igel, Hasen und Spitzmäuse.

Und: Rund um Ostern ist die Brutzeit der Vögel bereits in vollem Gange. Einige von ihnen nisten sich in den zu früh aufgeschichteten Haufen ein. „Rotkehlchen und Zaunkönig nutzen solche Brutmöglichkeiten gerne, da sie in unserer oft monotonen, ausgeräumten Landschaft wenig Nistmöglichkeiten finden“, erklärt Vogelexperte Martin Rümmler vom Naturschutzbund (NABU).

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Osterfeuer 2025 ohne Tierleid: Das ist zu beachten

Damit das Osterfeuer also nicht zur Todesfalle für die Tiere wird, müssen vorher einige Dinge bedacht werden. So sollte das Brennmaterial für das Osterfeuer erst kurz vor dem Abbrennen aufgeschichtet werden, damit Igel und Vögel keine Zeit haben, dort ihre Wohn- und Brutstätten einzurichten.

Sollte der Stapel schon vor längerer Zeit angelegt worden sein, darf er eigentlich nicht mehr abgebrannt werden, erklärt der NABU. Denn neben Tieren könnten sich dann auch Nester mit Eiern darin befinden.  

Wenn Städte etwa aus Tradition nicht auf das Osterfeuer verzichten wollen, sollten die Verantwortlichen sich in dem Fall die Mühe machen und „das aufgehäufte Material am Tag des Anzündens unbedingt vorsichtig umschichten“. So können sich Tiere, die sich dort möglicherweise eingerichtet haben, rechtzeitig in Sicherheit bringen.

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Osterfeuer: Belastung für Umwelt möglichst gering halten

Grundsätzlich sei es natürlich am besten, wenn Holz und Reisig einfach in der Landschaft liegen bleiben würden. Denn hier bieten sie wichtigen Lebensraum und Unterschlupf für Vögel und Kleintiere – und zwar ganz ohne Gefahr. „Schnittholz und Gestrüpp sind im Grunde viel zu schade, um zum Spaß verbrannt zu werden“, so Rümmler.

Igel im Laub
In Totholz- und Laubhaufen fühlt sich der Igel besonders wohl. Beim Osterfeuer ist daher besondere Vorsicht zu walten. © Shutterstock

Außerdem leiden unter den Feuern nicht nur die Tiere, sondern auch die Umwelt. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) erklärt: „Damit das Osterfeuer die Umwelt möglichst wenig belastet, darf ausschließlich naturbelassenes Holz sowie von Blättern befreiter Baum- und Strauchschnitt abgebrannt werden.“

Keinesfalls dürfen Osterfeuer genutzt werden, um Abfälle wie lackiertes oder behandeltes Holz, Sperrmüll oder gar Kunststoff zu entsorgen – auch der eigenen Gesundheit zuliebe. „Beim Abbrennen dieser Materialien entstehen Stoffe, die die Gesundheit und die Umwelt stark belasten können.“ Die Stadt Dortmund spricht sich deswegen sogar gegen Osterfeuer aus, da rund um die Feiertage in der Stadt extrem hohe Feinstaubwerte gemessen werden.

Natur fördern statt verbrennen

Rümmler gibt noch einen Tipp, was man mit Totholz anstellen könnte, ohne es abzubrennen – und stattdessen Umwelt und Tieren einen Gefallen zu tun. Totholz- und Reisighaufen lassen sich nämlich hervorragend einsetzen, um im Garten der landschaftlichen Strukturarmut entgegenzuwirken.

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„Allein das Aufschichten eines Reisighaufens, der von Brombeeren oder Wildrosen überwuchert wird, oder ein Holzstoß in einem dichten Gebüsch aus heimischen Sträuchern, bringen mit geringem Aufwand ein Stück Natur zurück in den Garten.“