Ein Balkonkraftwerk können Verbraucher schnell und meist ohne eine Elektrofachkraft installieren. Dennoch ist die Anschaffung nicht erledigt, sobald der Stecker steckt. Denn nach dem Anschluss an das Hausnetz haben Betreiber einen Monat Zeit für die Registrierung, sonst droht ein hohes Bußgeld.
Den Online-Eintrag in das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur können Verbraucher in wenigen Klicks einfach erledigen. Noch schneller geht es, wenn sie die nötigen Daten und Dokumente für die Anmeldung parat haben. Welche Angaben nötig sind und wo sie sich finden, lesen Sie hier.
Balkonkraftwerk online anmelden: Diese Dokumente sollten Sie bereithalten
Wichtig: Um den Anmeldeprozess im Marktstammdatenregister zu starten, muss die Anlage in Betrieb sein. Zudem benötigen Betreiber ein Benutzerkonto auf der Webseite des Register. Wer noch keines hat, muss es im nächsten Schritt eröffnen. Wie Sie ein Balkonkraftwerk Schritt für Schritt anmelden, lesen Sie in unserer separaten Anleitung.
Diese Dokumente sind wichtig:
- Typenschild zu Solarmodulen mit technischen Angaben
- Datenblatt des Wechselrichters oder Typenschild
- Notiz mit der Zählernummer
- Gegebenenfalls eine Notiz mit persönlichen Daten des Anlagenbetreibers
Die Typenschilder befinden sich meist direkt am betreffenden Gerät, bei kleineren Elektrogeräten kleben die Etiketten oft auf der Rückseite. Manchmal gibt es auch einen QR-Code. Falls nicht, kann ein Foto sinnvoll sein, um die Angaben später besser in der Anmeldemaske einzutragen. Angaben zum Anlagenbetreiber sind nur nötig, wenn Sie das Balkonkraftwerk für eine andere Person anmelden.
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Checkliste für die Anmeldung: Diese Daten werden abgefragt
Im nächsten Schritt startet der eigentliche Anmeldeprozess. Zuerst tragen Sie die persönlichen Daten des Anlagenbetreibers ein. Diese Angaben können sich vom Standort des Balkonkraftwerks unterscheiden.
Folgende Daten müssen Sie eintragen:
- Anrede
- Vorname und Nachname
- Geburtsdatum
- Wohnadresse
Falls Standort und Wohnsitz nicht übereinstimmen, tragen Sie im zweiten Schritt die Adresse der Solaranlage ein. Sind die beiden Adressen gleich, entfällt dieser Schritt. Danach folgen die technischen Angaben zum Balkonkraftwerk. Es lohnt sich, diese Daten vorab bereitzulegen. Besonders wichtig ist die Zählernummer als Pflichtangabe.
- Anzeige-Name im Marktstammdatenregister (frei wählbar)
- Datum der Inbetriebnahme
- Anzahl der Module
- Gesamtleistung der Module (ablesbar am Typenschild)
- Wechselrichterleistung (auch AC- oder Bemessungsleistung genannt) → steht im Datenblatt des Wechselrichters oder auf dem Typenschild
- Zählernummer (steht auf der Stromrechnung oder auf dem Zähler selbst)
Vermieter und Eigentümer: Was vor der Anmeldung wichtig ist
Die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur ist immer der letzte Schritt, nachdem das Balkonkraftwerk in Betrieb ist. Wer in einem Mehrparteienhaus wohnt, muss sich vorher um die Zustimmung von Vermieter oder Eigentümergemeinschaft kümmern. Auch hier helfen PDF-Vorlagen und Musterschreiben:
- für Mieter, die ihr Balkonkraftwerk beim Vermieter melden müssen, oder
- eine Beschlussvorlage für die Eigentümergemeinschaft
Speicher zum Balkonkraftwerk: Eine Besonderheit ist zu beachten
Auch einen Speicher zum Balkonkraftwerk müssen Betreiber anmelden. Genau wie zuvor wird dafür im Marktstammdatenregister ein Anzeige-Name vergeben und Verbraucher tragen die Speicherkapazität ein. Diese Angabe findet sich in der Regel im Datenblatt des Herstellers. Wichtig ist: Aktuell dürfen nur Fachbetriebe einen Solarspeicher installieren. Eine Änderung dieser Regelung ist aktuell in Arbeit.




