NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat erstmals enge Absprachen mit dem Energiekonzern RWE im Vorfeld der Räumung des Hambacher Forsts im vergangenen Jahr eingeräumt. Damit rückte der 67-Jährige von seiner bisherigen Darstellung ab, wonach es solche Gespräche im Umfeld des größten Polizeieinsatzes der jüngeren Landesgeschichte nicht gegeben habe.
„An zwei Besprechungen mit der Unternehmensleitung von RWE habe ich auch persönlich teilgenommen. Diese haben am 16. Juli und am 15. August 2018 im Innenministerium in Düsseldorf stattgefunden“, erklärte Reul am Mittwoch. Beim August-Termin empfing der Innenminister sogar RWE-Vorstandschef Rolf-Martin Schmitz persönlich und erörterte mit ihm die geplante Rodung des Hambacher Forsts für den Braunkohle-Tagebau. Dass er es bislang anders dargestellt habe, so Reul, „war also nicht richtig und tut mir leid“.


