Der Essener Energiekonzern RWE ist vom Auftritt der Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg im Hambacher Forst nach Darstellung von Konzernchef Rolf Martin Schmitz überrascht worden. Das Unternehmen sei nicht über die Pläne für den Besuch von Greta Thunberg informiert worden, sagte Schmitz in einer Telefonkonferenz zu den aktuellen Geschäftszahlen. Den Auftritt wolle er nicht bewerten, erklärte Schmitz. Grundsätzlich sei es gut, wenn sich Menschen den Tagebau anschauen. Angesichts der Umstände sei Greta Thunberg allerdings „nur einseitig informiert“ worden.
Die schwedische Klimaschutzaktivistin war am vergangenen Wochenende überraschend zum NRW-Standort gereist. „All diese Dörfer, die zerstört werden, und die Menschen, die wegziehen müssen – das ist alles sehr verstörend“, hatte Thunberg gesagt und den Aktivisten im Hambacher Forst Unterstützung signalisiert. „Das ist so wichtig, weil es so symbolisch ist.“ Ziviler Ungehorsam sei gut, solange er friedlich bleibe, und manchmal sei er notwendig, wenn nichts anderes funktioniere, so Thunberg.


