Nur wenige Tage sind vergangen, seitdem US-Präsident Donald Trump seine Reise zum chinesischen Präsidenten Xi Jinping beendet hat. Die „Financial Times“ berichtet nun über Äußerungen, die während des Treffens gefallen sein sollen. So habe Xi etwa gegenüber Trump gesagt, dass der russische Präsident Wladimir Putin den Angriffskrieg auf die Ukraine bereuen könnte.

Die „Financial Times“ beruft sich dabei auf mehrere Personen in den USA, die mit Trumps China-Reise und den Hintergründen vertraut sein sollen. Während umfangreicher Gespräche zwischen den Präsidenten ging es demnach auch um die Ukraine. Die chinesische Botschaft in Washington reagierte laut der Zeitung selbst nicht auf eine Anfrage. Das Weiße Haus hingegen lehnte eine Stellungnahme ab. Stattdessen hatte die US-Regierung ein öffentlich einsehbares Dokument zur China-Reise veröffentlicht. Hinweise auf Russland oder die Ukraine gibt es darin nicht.

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Die Aussage erreiche ein neues Level, sagte eine Person der „Financial Times“, die Einzelheiten zum Treffen zwischen Xi und dem ehemaligen US-Präsidenten Joe Biden kennt. Es habe zwischen den beiden Staatsoberhäuptern zwar offene Gespräche über den Ukraine-Krieg gegeben, eine Einschätzung von Xi über den Krieg oder Putin soll es aber nicht gegeben haben.

Die Beziehung zwischen Russland und China hatten sich in den vergangenen Jahren intensiviert. Im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sieht Moskau die Führung in Peking auf seiner Seite. China betonte in der Vergangenheit hingegen immer wieder seine neutrale Rolle in dem Konflikt.

Nach Besuch von Trump: Xi Jinping reist nach China

Die Berichterstattung der „Financial Times“ fällt in die Zeit, in der sich Wladimir Putin auf seine China-Reise vorbereiten dürfte. Nur wenige Tage nach Donald Trumps Abreise, wird Putin in Peking erwartet. Bei dem Besuch wollen Russland und China nach offiziellen Angaben aus Moskau rund 40 Dokumente unterzeichnen. Dabei gehe es unter anderem um die Zusammenarbeit in den Bereichen Industrie, Handel, Verkehr, und Bauwesen, teilte Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow vor der Abreise mit.

Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit
Die Beziehung zwischen Wladimir Putin und Xi Jinping hat sich in den vergangenen Jahren intensiviert. (Archivbild)© Alexander Kazakov/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa | ALEXANDER KAZAKOV

Putin soll noch an diesem Dienstag, 19. Mai 2026, in Peking ankommen. Ab Mittwoch sollen Gespräche mit Staatschef Xi anstehen. Geplant ist etwa eine informelle Tee-Zeremonie im engsten Kreis zu internationalen Fragen. Dabei dürfte es um den Krieg im Iran, aber auch um den Ukraine-Krieg gehen. Nach Kremlangaben will sich Putin aber nicht zuletzt auch aus erster Hand über den China-Besuch von US-Präsident Donald Trump informieren.

mit dpa