Der Super-Sommer sorgt bei Wittens Stadtwerken für gute Laune. Sonne und Wärme lassen die Besucherzahlen steigen. Laut Stadtwerke-Sprecher Mathias Kukla haben bisher 10.000 Gäste mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs das Freibad in Annen genutzt. Zugleich achtet das Bad-Personal aktiv darauf, dass sich Schwimm-Fans an die Regeln halten. Jüngst musste es durchgreifen.

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Der Reihe nach. Im Vorjahr zählten die Stadtwerke bis Anfang Juli knapp 47.000 Besucherinnen und Besucher. In diesem Jahr bescherte das durchweg trockene und warme Wetter dem Freibad an der Herdecker Straße fast 56.500 Gäste. „Das ist super-erfolgreich“, jubelt Kukla.

Wittener Schwimm-Fans können an Rabatt für Tickets kommen

Meteorologen erwarten nach jüngsten Prognosen, dass die Großwetterlage bis zum Beginn der Sommerferien am 20. Juli unverändert bleibt. Sollten sich die Vorhersagen bewahrheiten, dürften weiterhin Heerscharen ins Freibad pilgern.

Auch wenn Eintrittspreise gelegentlich als zu hoch empfunden werden: Städtische Freibäder gelten als Zuschussgeschäft. „Wenn wir das Freibad kostendeckend betreiben würden, müsste der Eintritt pro Person bei 20 Euro liegen“, kommentiert Kukla. Tatsächlich zahlen Erwachsene fünf Euro pro Ticket, ermäßigte Karten kosten lediglich drei Euro. Wer clever ist, kann beim regulären Eintrittspreis sogar sparen: „Wer Stadtwerke-Kunde ist, erhält 20 Prozent Rabatt“, sagt Kukla. Gutschein-Karten bescheren weitere 20 Prozent Preisnachlass. Und mit Wittens Ferienpass kommen Kinder gar 30-mal gratis in die Stadtwerke-Bäder.

Stadtwerke sorgen dafür, dass Freibad-Fotos offline gestellt werden

Damit sich Schwimm-Szene und Sonnen-Fans wohl fühlen, gilt in Wittens Bädern ein generelles Film-und-Foto-Verbot – ganz gleich, ob Fotoapparate oder Filmkameras, Smartphones oder smarte Sonnenbrillen eingesetzt werden. „Die Kollegen achten darauf, auch der Sicherheitsdienst. Bei Verstößen sprechen sie aktiv die Gäste an“, betont Kukla, „vor allem wenn Kinder auf den Bildern zu sehen sind.“

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Die Stadtwerke gehen inzwischen sogar einen Schritt weiter. Sie durchforsten soziale Netzwerke nach Bad-Bildern. Sie werden von den Stadtwerken bei Anbietern sozialer Netzwerke wie Facebook umgehend gemeldet, mit dem Ziel, sie aus dem Internet zu verbannen. Erst vor wenigen Tagen haben die Stadtwerke diesen Weg beschritten.

Von Kinderaufsicht bis Sonnenmilch: Freibad-Team spricht Eltern an

Das Freibad-Team reagiert auch auf andere problematische Entwicklungen sensibel. So werden Eltern angesprochen, die ihre Kinder aus den Augen verlieren – vor allem „wenn deren Schwimmkünste noch nicht so groß sind“. Und das ist nicht alles: „Es gibt auch Situationen, in denen wir Eltern bitten müssen, ihre Kinder mit Sonnenmilch einzuschmieren oder ihnen bei 35 Grad im Schatten ein Käppi aufzusetzen.“  Kukla freut sich darüber, dass die Stadtwerke im Freibad von ihrem Hausrecht bisher noch keinen Gebrauch machen mussten: „In der Regel reagieren die Eltern verständnisvoll.“

Freibad platzt aus allen Nähten in Witten
Lange Schlange: Wittens Freibad Witten platzte an den bisher heißesten Tagen des Jahres förmlich aus allen Nähten.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Kein Wunder, das Freibad-Personal kann nicht nur Erste Hilfe leisten. Vielmehr ist das Team geschult, in Stress-Situationen entschieden, aber beruhigend aufzutreten. Das hat Folgen. Krawall und Anmache im Freibad gelten als Ausnahme. Sogar an den bisher heißesten Tagen dieses Jahres ist die Polizei laut Kukla nicht ein einziges Mal alarmiert worden.