Mit 5500 Besuchern hat das Wittener Freibad am Samstag (27.6.) einen neuen Tagesrekord aufgestellt. Am Freitag (26.6.) zuvor waren es bereits 4600. Was in den Becken selbst kein Problem war, brachte unter anderem die sanitären Anlagen, aber auch die Kasse an ihre Grenzen. „Das ist einfach zu viel für das Bad“, sagt Stadtwerkesprecher Mathias Kukla. „Wir haben zwar große Liege- und Wasserflächen. Aber irgendwann wird es zu voll.“ Daraus zieht der Badbetreiber jetzt wie angekündigt seine Konsequenzen.

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Die maximale Gästezahl pro Tag wird ab sofort auf 4500 Menschen gedrosselt. So wollen die Stadtwerke die enorme Auslastung an Extremtagen besser steuern können. Es gehe aber auch um das Wohlbefinden der Besucher - und natürlich das Thema Sicherheit. „Damit möchten wir unsere Gäste und Mitarbeitenden schützen und weiterhin einen sicheren und angenehmen Freibadbesuch gewährleisten“, erklärt Lars Glörfeld, Abteilungsleiter Bäder/Schifffahrt. Konkret heißt das: Sobald diese hohe Zahl erreicht ist, gilt ein Einlassstopp. Es müssten dann also erst wieder einige gehen, bevor neue Menschen hineindürfen.

Freibad platzt aus allen Nähten in Witten
Kalt duschen kann so schön sein: Die extreme Hitze brachte das Freibad an seine Grenzen.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Wittener Stadtwerke setzen mehr auf Online-Tickets

Allerdings kommt es nach Angaben Glörfelds äußerst selten dazu, dass wirklich mehr als viereinhalbtausend Menschen ins Bad strömen. „In den vergangenen vier Jahren wurde diese Besucherzahl lediglich an zwei Tagen – beide am vergangenen Wochenende – überschritten. Zuvor lagen die höchsten Tagesbesucherzahlen stets unter 4000 Gästen.“ 

Um die Tageskasse zu entlassen, setzt der heimische Energieversorger künftig verstärkt auf Online-Tickets. Das soll helfen, lange Schlangen zu vermeiden. Insgesamt halten die Stadtwerke nun ein Kontingent von 3500 Eintrittskarten online vor. 1000 Tickets sind für die Tageskasse vor Ort reserviert. „Im Webshop ist dadurch sofort beim Kauf des Tickets einschätzbar, wie viele Menschen ebenfalls dort sein werden“, heißt es. Denn man kann bei der Buchung schon sehen, wie viele Tickets noch zu haben sind.

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„Mit einem Online-Ticket ist zudem der Einlass an dem gebuchten Tag sicher“, erklärt Glörfeld. Und, wie gesagt, man spart sich langes Warten, weil man einfach durchs Drehkreuz mit Scanner geht. Wer eine wiederaufladbare Geldwertkarte besitzt, kann diese natürlich ebenfalls weiterhin einfach nutzen – sofern kein Einlassstopp ist. Um sicher zu gehen, dass man reinkommt, kann man auch mit der Geldwertkarte vorher ein Online-Ticket buchen.  

Freibad platzt aus allen Nähten in Witten
Nicht nur vor der Rutsche bildete sich eine lange Schlange. Auch an der Kasse mussten die Gäste an den extremen Hitzetagen Wartezeit in Kauf nehmen. © FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

„Die Maßnahmen dienen der Sicherheit aller Gäste und Mitarbeitenden“, betont Glörfeld. Dabei denkt er auch an Zwischenfälle und Ausschreitungen, zu denen es zuletzt in mehreren Bädern der Region gekommen ist, darunter Bochum. „Mit den jetzt eingeführten Regelungen möchten wir frühzeitig handeln und einen sicheren, geordneten und familienfreundlichen Badebetrieb sicherstellen.“ 

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