Für durchgehend Tempo 30 macht sich das linke Dreierbündnis auf der Pferdebachstraße zwischen Ev. Krankenhaus und Rebecca-Hanf-Straße stark. Gerade dort, wo die Straße zu der gleichnamigen Grundschule abzweigt, müsse die Geschwindigkeit gesenkt werden.

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Bisher beginnt Tempo 30 - Fahrtrichtung Uni, Autobahn - kurz hinter dem Kreisverkehr am EvK. Vor dem Bahnübergang Ziegelstraße darf man wieder 50 km/h fahren. „Wiederholt haben sich Anwohnerinnen und Anwohner darüber beschwert, dass der in Richtung Universität fahrende motorisierte Verkehr bei der Ausfahrt aus der 30er-Zone stark beschleunigt, wenn die Bahnschranken geöffnet sind“, heißt es in dem Antrag für den nächsten Verkehrsausschuss.

Wittener Dreierbündnis: „Gleich im Anschluss befindet sich eine Grundschule“

„Dabei befindet sich gleich im Anschluss in der Rebecca-Hanf-Straße eine Grundschule. Zudem ist im Umfeld der nahe am Bahnübergang gelegenen Eisdiele viel Kundschaft zu Fuß unterwegs“, schreiben SPD, Grüne und Linke. Letztere hatten vor zwei Jahren schon mal einen ähnlichen Antrag gestellt.

Aktuell heißt es weiter: „Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob es machbar wäre, die Tempo 30-Zone erst nach der Rebecca-Hanf-Straße enden zu lassen.“ So könnten die Schulkinder und die anderen Fußgänger besser geschützt werden. Und der „Lärm der beschleunigenden Fahrzeuge würde von einigen Wohnhäusern besser ferngehalten“. Eine neue Tempo-30-Zone beginnt erst in der Rebecca-Hanf-Straße selbst wieder, dort, wo die Schule direkt liegt.

Kurz vor dem Bahnübergang kann man wieder schneller fahren. Dort, in Höhe des Büdchens, steht das Tempo-50-Schild.
Kurz vor dem Bahnübergang kann man wieder schneller fahren. Dort, in Höhe des Büdchens, steht das Tempo-50-Schild.© WAZ | Jürgen Augstein

Kaum jemand hält sich an Tempo 30

Ein Besuch der Redaktion vor Ort am Mittag bestätigt, dass gerade rund um den Bahnübergang an der bis vor zwei Jahren umgebauten Pferdebachstraße viele Passanten unterwegs sind: Schulkinder, Mütter mit Kinderwagen, Kioskkunden. Ohne die Geschwindigkeit gemessen zu haben, sagen Erfahrung und Gefühl: Ja, es wird teilweise zu schnell gefahren. Auf dem 30-km/h-Abschnitt hält sich wie fast überall kaum jemand an dieses Tempo und wo wieder 50 gilt, wird auch schnell 60 km/h oder mehr gefahren, hat Büdchenbesitzer Salim Salman festgestellt.

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Der 58-Jährige würde die Ausweitung des Tempo-30-Abschnitts in jedem Falle begrüßen. „Vor zwei Wochen hat es hier auf meiner Seite erst einen Unfall gegeben.“ Manchmal werde hier auch geblitzt. „Hier fahren so viele Autos her, manchmal 50 in zwei Minuten.“ Von Rasern zu sprechen, wäre aber wohl übertrieben, das lässt allein die Verkehrssituation oft gar nicht zu. Teresa Vizzini von der gegenüberliegenden Eisdiele findet sogar: „Eigentlich fahren alle angemessen.“ Tempo 30, meint ihr Mann Giovanni, wäre aber angenehmer. „Schon wegen der Kinder.“

Das linke Dreierbündnis will die Ausweitung von Tempo 30 auf der Pferdebachstraße prüfen lassen. Der Verkehrsausschuss beschäftigt sich am Montag (29.6.) ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung (17 Uhr, Rathaus) mit dem Antrag. Im Netz finden man die Vorlagen unter „öffentliches Ratsinformationssystem Witten“.