Das anhaltende Superwetter hat dem Ruhrtal in Witten einen frühen Saisonstart beschert. Viele Radfahrerinnen und Radfahrer schwingen sich schon in den Sattel. Sie müssen allerdings noch über den holprigen Radweg an der Herbeder Straße fahren. Die Ruhrtalfähre, die ihnen diesen Umweg ersparen würde, liegt noch fest vertaut am Ufer. Wobei die“ „Hardenstein“ noch das kleinere Problem hat - verglichen mit der „Schwalbe“. Aber dazu später mehr.

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Die Wabe wollte die Fährsaison in diesem Jahr eigentlich früher denn je beginnen - am 2. März, wie auf der Internetseite zu lesen ist. „Leider“ sei daraus nichts geworden. „Das anhaltende Hochwasser sowie eine baustellenbedingte Blockade des Anlegers verhindern derzeit den Betrieb“, heißt es.
Bauarbeiten an neuer Fischtreppe in Witten dauern länger
Nun, wer in den vergangenen Wochen und Monaten mal vor Ort war, dem werden die umfangreichen Arbeiten direkt in der Ruhr in Höhe des Schleusenwärterhäuschens nicht entgangen sein. Bagger, Lkw, eine Baustraße bis in den Fluss hinein - die Bezirksregierung Düsseldorf lässt durch die Firma Strabag eine Fischtreppe errichten. Nun soll die Baustelle bis Ende nächster Woche zumindest so hergerichtet sein, dass Radfahrende dann einigermaßen problemlos zum derzeit eingezäunten Fähranleger gelangen können.

„Dafür müssen Bauzäune geöffnet oder geschlossen werden“, kündigt Mark Kohlberger (53) an, Geschäftsführer der Wabe, die die „Hardenstein“-Fähre betreibt. Das gilt zumindest für den Fall, „wenn mehr Baustellenverkehr herrscht“. Momentan gebe es vielleicht drei bis fünf Lkw-Bewegungen am Tag. Bei mehr Betrieb könne die Firma auch Ordner einsetzen. Bleibt die Frage aller Fragen: Wann sticht die Ruhrtalfähre denn nun wieder in See?
Wabe peilt 13. März als Saisonstart für die Ruhrtalfähre an
Der Wabe-Chef hat dafür ausgerechnet Freitag, den 13. März, angepeilt. „Dann können wir das darauffolgende Wochenende mitnehmen“, sagt Kohlberger. Der sich selbst darüber „geärgert“ hat, dass es bei dem schönen Wetter nicht wie geplant schon Anfang März losgegangen ist.
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Von der Großbaustelle in der Ruhr ist auch die „Schwalbe“ betroffen. Normalerweise löst das beliebte Ausflugsschiff der Stadtwerke zu Ostern die Leinen. Im besten Fall verschiebt sich der Start nun um gut 14 Tage. Nach Information der Redaktion haben sich die Bauarbeiten an der „Fischaufstiegsanlage“ verzögert, nicht zuletzt wegen des Hochwassers in den letzten Wochen. Was ebenso kuriose wie katastrophale Folgen für den Freizeitdampfer hat.
Steine liegen der „Schwalbe“ buchstäblich im Weg
Denn das vor der Schleuse liegende Schiff sitzt quasi fest. „Wir können schlicht nicht raus“, sagt Stadtwerke-Sprecher Mathias Kukla (49). Die Baustraße für die Fischtreppe versperrt der MS Schwalbe II regelrecht den Weg. Sie liegt zwar an ihrem Anleger am Schleusenwärterhaus. Aber der weit ins Wasser führende Wall aus Erde und Steinen blockiert das Schiff und trennt es vom Hauptstrom.
Eigentlich hätten die Bauarbeiten Ende März beendet sein sollen, ist zu hören. Was einen neuen Starttermin für die Schwalbe angeht, sagt Kukla: „Momentan gehen wir vom 17. April aus. Wir wissen aber noch nicht, ob die Bezirksregierung diesen Termin halten kann.“ Eine entsprechende Anfrage der Redaktion bei der Aufsichtsbehörde in Düsseldorf läuft.

Derweil gehen die Vorbereitungen für die neue Saison im Ruhrtal weiter. Die kleine „Hardenstein“ ist zum Nachtanleger umgebaut worden, so dass die große Schwester nicht mehr „in den Büschen“ festmachen muss. Die Gastronomie im Schleusenwärterhaus soll offiziell am 1. April starten. Vorher, ab 21. März, arbeitet sich die Küchencrew schon ein und es dürfte bereits geöffnet sein. Das ebenfalls zur Wabe gehörende Bethaus startet Karfreitag (3.4.) in die neue Saison.
„Hardenstein“ bringt im vergangenen Jahr 160.000 Gäste ans andere Ufer
Bis dahin hat die Fähre dann - wenn alles klappt - bereits gute zwei Wochen verspäteten Fahrbetrieb hinter sich. Vielleicht erweist sich der 13. März als erhoffter Starttermin ja sogar noch als Glückszahl. 160.000 Menschen wurden letztes Jahr ans andere Ufer gebracht. Spielt das Wetter mit, ließe sich das womöglich noch toppen. Wenn keine Fischtreppe dazwischenkommt.





