Die bundesweite Initiative „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ ruft am Donnerstag (5. März) auch zum Protest in Witten auf. Es ist die zweite Aktion dieser Art, nachdem bereits im Dezember in 90 Städten demonstriert wurde.

Täglich (außer Samstag)

Witten-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Der Widerstand richtet sich gegen das „Wehrdienst-Modernisierungsgesetz“, das der Bundestag Ende letzten Jahres beschlossen hat. Es sieht allerdings noch nicht die Wiedereinführung der Wehrpflicht vor. Zunächst einmal sollen bestimmte Jahrgänge einen Fragebogen ausfüllen, ob sie überhaupt Soldat werden wollen oder nicht. Je nach Antwort ist dann eine Musterung möglich.

Bündnis beklagt Einsparungen bei Jugend

Das Bündnis „Nein zur Wehrpflicht“ legt den Widerstand thematisch breiter an. Wörtlich heißt es in dem Aufruf: „Seit Jahren wird an der Jugend gespart: Geld für Schulen oder Jugendkultur wird eingespart und die Chancen auf einen sicheren Ausbildungsplatz werden immer schlechter, während Konzerne und Superreiche den Planeten zerstören. Jetzt sollen wir in den Kriegsdienst gezwungen werden, mit dem absurden Argument, wir sollen der Gesellschaft etwas zurückgeben. Das lassen wir nicht mit uns machen!“ Zitiert wird „Niklas“, ein „Wittener Schüler“.

Nellie Grüny, eine „Wittener“ Sprecherinnen des Bündnisses, hebt die gesellschaftliche Verantwortung hervor, die ihre Generation gerne übernehmen wolle. „Wir möchten eine Zukunft in Frieden, die wir selbst gestalten wollen. Was wir aber aktuell erleben, sind Angriffe auf Arbeitnehmerrechte, auf Sozialleistungen wie Rente und Krankenversicherungen. Gleichzeitig werden Milliarden in Krieg und Waffen gesteckt. Der Kampf gegen Aufrüstung und Militarisierung betrifft also die gesamte Gesellschaft.“

Lesen Sie auch

Demonstriert wird auf dem Rathausplatz in Witten

Der Protestaufruf werde bundesweit von Schülervertretungen, aber auch Lehrern, Gewerkschaften und Eltern unterstützt, heißt es. Auf der Kundgebung in Witten seien Rednerinnen und Redner verschiedener Organisationen, Alters- und Berufsgruppen angekündigt. Die Demo beginnt am 5. März um neun Uhr auf dem Rathausplatz.