Zusammenfassung
- Wittens Bürgermeister Dirk Leistner darf ab sofort als Standesbeamter Paare trauen und hat dafür eine spezielle Fortbildung absolviert.
- Er betont, wie wichtig eine persönliche Ansprache bei Trauungen ist und dass eine Hochzeit mehr als nur ein Verwaltungsakt ist.
- Wer den Bürgermeister als Standesbeamten will, hat jedoch keinen Einfluss darauf, da die Einteilung nach Verfügbarkeit erfolgt.
„Ja, er will!“ Mit diesen Worten verkündet die Stadt Witten, dass Bürgermeister Dirk Leistner (SPD) nun die Lizenz zum Trauen hat. Damit darf er Paare offiziell als Standesbeamter verheiraten.

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Für Leistner sei das eine besondere Aufgabe: „Ich glaube an die Ehe. Sie ist immer ein schöner Anlass und ein besonderer Moment im Leben zweier Menschen.“ Er selbst ist seit Oktober 2003 liiert.
Wittens Bürgermeister Leistner hat die Lizenz zum Trauen: „Auch für mich eine große Aufgabe“
Für Bürgermeister ist es nicht verpflichtend, auch als Standesbeamter tätig zu sein. Dirk Leistner habe sich „ganz bewusst und freiwillig“ dazu entschieden. Dafür ist eine Fortbildung notwendig, die Leistner laut der Stadt im hessischen Bad Salzschlirf abgeschlossen hat.
Daraus habe er vor allem mitgenommen, „dass eine Trauung weit mehr ist als nur ein Verwaltungsakt“. Es sei sehr wichtig, die richtigen Worte zu finden und eine Atmosphäre zu schaffen, „in denen sich die Paare wirklich gesehen fühlen“. Dabei kommt es laut Leistner auf „die kleinen Details“ an. Er sagt: „Das ist auch für mich eine große Aufgabe.“
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Die Verstärkung dürfte den Wittener Standesbeamten nicht ungelegen kommen. Im vergangenen Jahr sei zwar kein neuer Rekord aufgestellt worden, dennoch war das Standesamt laut Stadt sehr gefragt. „Die Füller für die Unterschriften auf den Heiratsurkunden mussten regelmäßig nachgefüllt werden.“ 2025 haben sich in Witten insgesamt 610 Paare das Ja-Wort gegeben.
Dirk Leistner könnte in Zukunft aber nicht nur Wittenerinnen und Wittener trauen. Im vergangenen Jahr sind laut Angaben der Stadt Witten auch knapp 270 Paare aus anderen Städten für ihre standesamtliche Hochzeit angereist. „Ein deutliches Zeichen für die Attraktivität und den besonderen Charme der Wittener Trauorte.“
Paare in Witten können sich den Standesbeamten nicht aussuchen
Die Stadt weist darauf hin, dass Wittener Paare den Bürgermeister aber nicht als Wunsch-Standesbeamten buchen können. „Wie bei allen Eheschließungen in Witten erfolgt die Einteilung der Standesbeamtinnen und Standesbeamten nach Verfügbarkeit und Personaleinsatzplanung am Tag der Trauung.“ Ob dann letztendlich der Bürgermeister das Paar ins Eheleben schickt, bleibt daher dem Zufall überlassen.




