Zusammenfassung

  • Die Zeche Nachtigall in Witten mausert sich zum touristischen Geheimtipp.
  • Die Besucherzahlen sind in diesem Sommer nach oben geschlossen.
  • Begeisterte Besucherinnen und Besucher schreiben bei Google, was ihnen gefällt.

Die Zeche Nachtigall in Witten hat sich in diesem Jahr zum Geheimtipp für Tagestouristen gemausert. Das geht aus der Besucherbilanz des Industriemuseums vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hervor.

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Bis Ende September 2025 zählte das Team um Museumschef Gerben Bergstra rund 34.000 Besucherinnen und Besucher. Das entspricht einem Plus von 42 Prozent gegenüber 2024.

Neues Format Familiensonntag findet sensationell viel Zuspruch

Als Publikumsrenner hat sich ein neues Format entpuppt. Der sogenannte Familiensonntag ließ die Besucherzahlen förmlich explodieren. Mehr als 3000 Gäste sind in der abgelaufenen Freiluft-Saison an jedem ersten Sonntag eines Monats ins Museum gekommen, um dort an Spiel-, Bastel- und Mitmachprogrammen teilzunehmen. Das entspricht im Jahresvergleich einem Zuwachs von 165 Prozent.

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Museumsleiter Bergstra: „Mit dem Angebot geht das LWL-Museum gezielt näher auf eine seiner Kernzielgruppen ein: Mehr als ein Drittel der Besucherinnen und Besucher gaben schon in einer größeren Befragung im Jahr 2023 an, die Zeche Nachtigall im Rahmen eines Familienausflugs mit Kindern zu besuchen. Ein Großteil der Kinder ist dabei zwischen vier und zwölf Jahre alt.“

Gerben N. Bergstra ist Leiter des LWL-Industriemuseums Zeche Nachtigall in Witten. Er freut sich über steigende Besucherzahlen und gute Bewertungen im Netz.
Gerben N. Bergstra ist Leiter des LWL-Industriemuseums Zeche Nachtigall in Witten. Er freut sich über steigende Besucherzahlen und gute Bewertungen im Netz.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

„Nicht nur Kinder, auch Erwachsene können hier viel entdecken“

Das Museumsteam freut sich außerdem über eine Fülle positiver Kommentare bei Google. So schrieb eine Nutzerin bereits in diesem Februar: „Tolles Museum in toller Umgebung, unbedingt auch für Kinder geeignet!“ Ein weiterer Besucher notierte im Mai: „Nicht nur Kinder, auch Erwachsene können hier viel entdecken und mitnehmen. Ein rundum gelungener Nachmittag!“ Ein weiterer Kommentar lobte im August das generationenübergreifende Angebot.

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Das Museum ergänzt sein Standardprogramm obendrein mit Events – vom Muttentalfest über den Ökomarkt bis zum Türöffnertag im Rahmen des Kinderfernsehklassikers „Die Sendung mit der Maus“. Mehr als 5000 Gäste pilgerten bei der Veranstaltung zur Zeche – knapp sechs Prozent mehr als 2024.

„Wir waren sehr beeindruckt von der Führung durch den Stollen“

Gute Noten gab es zudem für das Standardprogramm des Museums. Das Besucherbergwerk rund um den Nachtigallstollen kommt beim Publikum gut an. So heißt es in einer Google-Rezension vom August: „Wir waren sehr beeindruckt von der Führung durch den Stollen.“ Ein anderer Besucher schrieb im Mai: „Beim Gang durch den alten Stollen konnte ich die harte Arbeit und die Entbehrungen der früheren Bergleute förmlich spüren.“ Eine weitere Meinung: „Wer sich für den Kohleabbau interessiert, sollte hier gewesen sein.“

Nachtigall-Chef Bergstra sieht, dass bei Bewertungen des Musuems auch die touristisch attraktive Lage der Zeche Nachtigall am Ruhrtal-Radweg eine Rolle spielt. Das sei „ein weiterer Pluspunkt“. Der Niederländer weiter: „Ein überdurchschnittlich großer Teil der Besucherinnen und Besucher reist zu Fuß oder mit dem Rad an.“ Ein Radfahrer jubilierte im Mai: „Absolute Empfehlung.“ Er war so begeistert, dass er seinen Kommentar im Netz mit gleich drei Daumen garnierte.