Das Interesse an der 14. Ausgabe der Wittener Kneipennacht ist so groß wie selten zuvor. Grund dafür ist, dass zu den Locations auch das leerstehende Kult-Restaurant „Mondo“ gehört. Die Nachricht hat die Hoffnung genährt, dass womöglich eine Neuverpachtung ansteht. Was ist dran?

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Fakt ist: Bei der Kneipennacht am Samstag, 18. Oktober, greifen die Mitglieder der Band Secret Mindchange um 19 Uhr im „Mondo“ zu ihren Instrumenten. Ums Catering kümmert sich, wie gewohnt, Thilo Hucklenbroich, wie Saalbau-Teamchef Markus Barisch erklärt. Er zählt zu den sprichwörtlichen Urgesteinen der Wittener Gastro-Szene und hat eine lange Erfahrung mit dem Saalbau und somit auch dem „Mondo“. Nach wie vor versorgt Thilo Hucklenbroich die Gäste bei Saalbau-Veranstaltungen in den Pausen mit Getränken.
Was Gastro-Urgestein Thilo Hucklenbroich in Wittens Saalbau macht
Ist die Bereitstellung des „Mondo“ als Veranstaltungsort bei der Kneipennacht also ein Zeichen für einen Neustart der Gastronomie an der Bergerstraße? Kulturforumschefin Jasmin Vogel winkt ab. Das „Mondo“ werde derzeit nur sporadisch genutzt. So seien die Beteiligten am Festival „Wittener Tage der neuen Kammermusik“ in diesem Sommer in den Räumen der Saalbau-Gastronomie verpflegt worden. Markus Barisch fügt hinzu: „Mehr ist derzeit nicht geplant.“

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Gegen eine dauerhafte Verpachtung des „Mondo“ sprechen gute Gründe. Der Saalbau wird in Kürze saniert. Das 50-jährige Jubiläum des Gebäudes – Einweihung war 1975 - hat das Kulturforum genutzt. Die Stadt Witten hat im Juni 2025 EU-Fördermittel beantragt, die die energetische Sanierung des Saalbaus ermöglichen sollen: „Dazu gehört das Dach“, listete Jasmin Vogel kürzlich auf, „Austausch der Brennkessel durch Wärmepumpen, Dämmung der Fassaden und der Decken, Austausch der Fenster“.

Was Wittens Kulturforum mit dem Saalbau vorhat
Die Kosten des Umbaus werden mit acht Millionen Euro beziffert. Die EU könnte 80 Prozent der Kosten übernehmen. Derzeit durchläuft der Antrag ein Prüfverfahren bei der Bezirksregierung Arnsberg. Den Rest müsste die Stadt stemmen. Die Investition soll sich lohnen. Nach der Sanierung soll der Verbrauch von Gas und Strom um 56 Prozent sinken. Die Umwelt soll zudem mit einem 40 Prozent geringeren CO2-Ausstoß belastet werden.
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Weitere Schritte sollen folgen. Geplant ist neben einer neuen Belüftung auch eine Photovoltaikanlage. Zudem will man die Außenanlagen aufhübschen. Auch dafür setzt die Stadt auf Fördermittel. Ein neuer Pächter für das „Mondo“ bleibt aber Wunschdenken.
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