Beim bundesweiten Probealarm hat es im Wittener Stadtgebiet Überraschungen geben. Von ingesamt 27 Sirenen haben zwei nicht funktioniert, wie Claudia Link vom Katastrophenschutz der Stadt Witten kurz nach der Warnübung am Donnerstag, 11. September, mitteilte. Noch am Morgen hatten Stadtverwaltung und Feuerwehr gute Gründe anzunehmen, dass in Witten alle Sirenen heulen würden.

Täglich (außer Samstag)

Witten-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Wir haben ein technisches Überwachungssystem, auf dem wir nachgucken können, ob alle Sirenen auf Grün stehen, also ob sie technisch in Ordnung sind – und alle 27 Sirenen standen auf Grün“, so Link. „Warum zwei nicht gelaufen sind, müssen wir klären. Das machen wir zusammen mit der Kreisleitstelle und der Fachfirma, die technisch zuständig ist.“

Kreisleitstelle in Schwelm löste Alarm in Witten aus

Der Bund hatte den Probealarm termininiert. Eingebunden waren Länder, kreisfreie Städte und auch Kreise. Witten gehört zum Ennepe-Ruhr-Kreis. Die Kreisleitstelle in Schwelm hatte den Alarm ausgelöst. Parallel zum Sirenenalarm gab es Alarmsignale, die per Smartphone zu empfangen waren. Dazu zählen Cellbroadcast und Warnapp Nina.

Lesen Sie auch

Claudia Link sagte, der Cellbroadcast habe auf ihrem Smartphone einwandfrei funktioniert: „Mein Handy hat gebimmelt.“ Zudem sei eine Meldung der Warnapp angezeigt worden. Auch die Redaktion kann bestätigen, dass die Handys um elf Uhr lautstark schrillten.

Selbst digitale Anzeigetafeln in Witten zeigten Warnmeldungen

Ein weiterer Weg zur Warnung der Bevölkerung waren Mitteilungen per City-Screen. Das sind digital steuerbare Anzeigetafeln im Stadtgebiet. Claudia Link lagen keine Meldungen über Funktionsstörungen vor. Auch diese Warnmitteilungen sind von der Kreisleitstelle verbreitet worden.

+++Folgen Sie jetzt auch dem Instagram-Account der WAZ Witten+++

Mit den Ergebnissen und Erkenntnissen des Warntages zeigt sich der Ennepe-Ruhr-Kreis unterm Strich „sehr zufrieden“, wie es in einer Mitteilung hieß. Nach den Informationen der Leitstelle haben fast alle 110 Sirenen im Kreisgebiet funktioniert. Geklappt habe zudem der Einsatz von mobilen Sirenen auf Einsatzfahrzeugen sowie die Kommunikation zwischen Behörden per Satellitentelefon. Abstimmung per Satellitentelefon wäre im Falle eines flächendeckenden Stromausfalls notwendig - er träfe auch Festnetz-Telefone. „Diese Bilanz gibt uns Sicherheit“, hieß es.

Den ersten bundesweiten Probealarm gab es 1990. Der Test soll die Funktionstüchtigkeit des öffentlichen Warnsystems überprüfen – wichtig für den Katastrophenschutz der Bevölkerung. Der jüngste Termin fiel mit einem Datum von weltgeschichtlicher Bedeutung zusammen. Am 11. September 2001 attackierte die Terrorgruppe Al Qaida symbolische wichtige Ziele in den USA, darunter das World Trade Center in New York.

Mehr Nachrichten aus Witten lesen Sie hier.