Zusammenfassung

  • In Witten stehen am 14. September wichtige Wahlen an, darunter die Bürgermeisterwahl mit Kandidaten von CDU, SPD, Grünen, FDP, Stadtklima, Die Partei und einem Einzelbewerber.
  • Neben der Bürgermeisterwahl werden auch der Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises und der Kreistag gewählt.
  • Zusätzlich zur Kommunalwahl findet die Direktwahl der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr und die Wahl des Integrationsrats statt, mit Fokus auf interkulturellen Dialog und Integrationsprojekte.

Nicht mehr lange, dann wird in Witten gewählt. Wer bereits die Unterlagen für die Briefwahl erhalten hat, wird sich vielleicht erst einmal wundern. Gleich fünf Kreuze müssen gemacht werden. Doch was bedeuten die einzelnen Stimmen? Wir geben einen Überblick.

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Die wohl wichtigste Wahl ist die des Bürgermeisters. Wer leitet die Geschicke der Stadt in den kommenden fünf Jahren? Zur Wahl stehen Amtsinhaber Lars König (CDU), Dirk Leistner (SPD), Christian Walker (Grüne), Jan Pohl (FDP), Michael Hasenkamp (Stadtklima), Tobias Wulf (Die Partei) sowie Einzelbewerber Hasan Günesli. Bürgermeister wird, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen bekommt. Gelingt dies am 14. September niemanden, folgt am Sonntag, 28. September, die Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten.

Auch der Rat der Stadt Witten wird neu gewählt

Auch die Amtszeit des jetzigen Stadtrats geht zu Ende. Der künftige Rat hat 50 Sitze. Um diese Sitze kandidieren neun Parteien mit ihren Direktkandidaten und Reservelisten. Sie stehen in dieser Reihenfolge auf den Stimmzetteln: SPD, CDU, Bündnis90/Die Grünen, Bürgerforum, AfD, Die Linke, FDP, Die Partei und Stadtklima. 

Eine Stimme gibt es für den Landrat

Mit einem weiteren Stimmzettel wählen die Wittenerinnen und Wittener den Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises. Zur Wahl stehen Jan–Christoph Schaberick (SPD), Sebastian Arlt (CDU/Grüne), Ronald Mayer (FDP), Matthias Renkel (AfD) und Matthias Scholz (Die PARTEI). Amtsinhaber Olaf Schade (SPD) wird nicht erneut antreten. Der Landrat erledigt die Geschäfte der Kreisverwaltung. Die Beschlüsse des Kreistags, des Kreisausschusses und der übrigen Ausschüsse werden von ihm vorbereitet und ausgeführt. Zudem leitet er auch die Kreispolizeibehörde.

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Nachfolger gesucht: Der bisherige Landrat des EN-Kreises, Olaf Schade, tritt bei der diesjährigen Wahl nicht mehr an.© WP | Stefan Scherer

Auch hier wird am 14. September derjenige Landrat, der mehr als die Hälfte der Stimmen bekommt. Gelingt das nicht, so kommt es zwei Wochen später zur Stichwahl.

Acht Parteien kämpfen um Plätze im Kreistag

In diesem Zuge wird auch der Kreistag neu besetzt. In allen 26 Wahlbezirken werden Kandidatinnen und Kandidaten von SPD, CDU, Grünen, FDP, AfD, Die Linke, Unabhängige Wählergemeinschaft Ennepe-Ruhr und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) vertreten sein. Die Hälfte der 52 Kreistagssitze geht an die erfolgreichen Direktkandidaten in den 26 Wahlbezirken. Der Rest wird ohne die Fünf-Prozent-Hürde auf die Parteien verteilt.

Weitere Stimme für den Regionalverband Ruhr

Während man mit der Stimme für den Bürgermeister und den Landrat wohl am meisten anfangen kann, sieht es bei einem anderen Kreuz vielleicht etwas anders aus. So wird nämlich die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR), auch Ruhrparlament genannt, gewählt. Hierbei handelt es sich erst um die zweite Direktwahl. Jeder Wähler und jede Wählerin hat genau eine Stimme und kann die Liste einer Partei oder Wählergruppe wählen.

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Der RVR kümmert sich in der Region unter anderem um Aufgaben wie die Regionalplanung und die Regionalentwicklung. Zudem werden Infrastrukturprojekte wie die Route Industriekultur gemanagt.

Witten wählt einen neuen Integrationsrat

In Witten wird am 14. September zudem der Integrationsrat gewählt und somit gibt es für manch einen sogar noch eine sechste Stimme. Für den Integrationsrat kandidieren 22 Menschen von „Aktiv für Witten“ (AWIT), 15 Menschen von der „Interkulturellen Menschenvertretung Witten“ (IMV) und 28 Menschen von „Mosaik Witten“ (MOSA.W). Sie bewerben sich um insgesamt 19 Sitze.

Wahlberechtigt sind nicht nur Ausländer, sondern auch eingebürgerte Migranten, Deutsche mit doppelter Staatsangehörigkeit und Spätaussiedler. Auch Kinder ausländischer Eltern, die die deutsche Staatsbürgerschaft durch ihre Geburt in Deutschland erhalten haben, dürfen wählen. Darüber hinaus muss die Person am Wahltag 16 Jahre alt sein, sich seit mindestens einem Jahr rechtmäßig in Deutschland aufhalten und mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl die Hauptwohnung in Witten haben.

Der Rat ist ein politisches Gremium, das die Interessen von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund vertritt. Im Fokus stehen dabei der interkulturelle Dialog sowie Integrationsprojekte. Zudem wird der Stadtrat in migrationsrelevanten Fragen beraten.