Zusammenfassung

  • Die Kommunalwahl im September wirft ihre Schatten voraus. Bürgermeister Lars König von der CDU tritt erneut zur Wahl an, während die SPD mit dem eher unbekannten Dirk Leistner und die Grünen mit Christian Walker ins Rennen gehen.
  • Die FDP setzt auf Jan Pohl, der mit einem Zehn-Punkte-Plan Witten aus den Schulden führen will, während die AfD möglicherweise Michael Hasenkamp vom Stadtklima unterstützt.
  • WBG und UWGW treten nicht zur Wahl an, während sich die Linke und andere kleinere Parteien wie Bürgerforum und Piraten noch nicht positioniert haben.

Noch ist zwar etwas Zeit bis zur Kommunalwahl in Witten im September. Doch das Thema ist schon jetzt präsent. So hat etwa der große WAZ-Stadtcheck gezeigt, dass das Vertrauen in die Kommunalpolitik nicht groß ist. Die Redaktion nimmt das zum Anlass, einmal aufzuzeigen, wer sich im September überhaupt zur Verantwortung stellt.

Wittens Bürgermeister Lars König will Amt verteidigen

Bürgermeister Lars König will im September erneut ins Amt gewählt werden. Auf einer sogenannten „Aufstellungsversammlung“ im März wurde er mit 100 Prozent als Kandidat der CDU aufgestellt. König ist seit 2020 Stadtoberhaupt. Damals gewann er überraschend gegen die damalige Bürgermeisterin Sonja Leidemann (SPD).

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Bürgermeister Lars König (CDU) will sein Amt bei der Kommunalwahl im September verteidigen.© FUNKE Foto Services | Vladimir Wegener

SPD schickt Unbekannten ins Rennen

Lars König muss sich bei der Wahl unter anderem gegen Dirk Leistner von der SPD durchsetzen. In der Wittener Politiklandschaft ist der 50-Jährige noch eher unbekannt. Leistner ist Mitglied im Ortsverein Bommern und leitet in der Bochumer Stadtverwaltung seit über fünf Jahren das Referat für Service. Unterstützung aus seiner Partei hat er dennoch. „Nur weil jemand nicht bekannt ist, heißt das ja nicht, dass diese Person keine guten Ideen für Witten hat, die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen kann und mit seinen Zielen überzeugen kann“, sagt SPD-Stadtverbandsvorsitzender Axel Echeverria.

Walker kandidiert für die Grünen

Die Grünen hingegen haben sich für einen etwas bekannteren Kandidaten entschieden und schicken Christian Walker (36) ins Rennen. Walker gehört der Klimaschutz-Partei seit knapp zehn Jahren an. Seit der letzten Kommunalwahl sitzt er im Stadtrat. Er folgte zuletzt Lilo Dannert als Vorsitzender des Sozialausschusses. Außerdem bekleidet er das Amt des stellvertretenden dritten Bürgermeisters.

FDP setzt auf jungen Kandidaten

Auch die FDP hat einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufgestellt. Jan Pohl (29) wird bei der Wahl im September antreten. „Ich stehe für eine Politik aus Witten für Witten – bürgernah, lösungsorientiert und zukunftsgewandt“, erklärte Pohl nach seiner Nominierung. Im Zentrum seines Wahlkampfs steht ein Zehn-Punkte-Plan, mit dem er Witten aus den Schulden führen und neue Gestaltungsspielräume für die Stadt schaffen will.

AfD wohl ohne eigenen Kandidaten

Die AfD wird wohl auf einen eigenen Kandidaten verzichten. Fraktionschef Matthias Renkel wird für den Posten des Landrats kandidieren. Vielmehr hatte Renkel bereits im Mai erklärt, dass man sich vorstellen könne, einen anderen Kandidaten zu unterstützen. Namentlich nannte er dabei Michael Hasenkamp vom Stadtklima. Dieser hat mittlerweile auch offiziell bekannt gegeben, dass er kandidieren will. Ob die AfD einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellen wird oder einen anderen Kandidaten unterstützt, sei aber noch nicht endgültig entschieden, so Renkel. Auch die Linke haben noch keine Person offiziell genannt, zuletzt aber bekannt gegeben, dass man sich im Rat neu aufstellen will.

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Nicht antreten bei der kommenden Kommunalwahl werden hingegen sowohl die Wittener Bürger Gemeinschaft (WBG) als auch die Unabhängige Wähler-Gemeinschaft Witten (UWGW). Letztere hatte sich nach einem internen Streit von der WBG abgespalten. Für die UWGW sitzen aktuell noch Siegmut Brömmelsiek und Hans-Peter Müller im Rat. Sie werden sich nicht mehr zur Wahl stellen.

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Die WBG wolle sich in der kommenden Wahlperiode als außerparlamentarische Opposition engagieren, sich inhaltlich neu aufstellen und auch neue Mitglieder gewinnen, sagt dessen erster Vorsitzender Ralf Stehmann.

Bürgerforum und Piraten haben sich noch nicht positioniert.

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