Zusammenfassung

  • Seit dem 1. Mai müssen Passbilder in digitaler Form vorliegen, um die Sicherheit von Ausweisdokumenten zu erhöhen und Manipulationen zu verhindern.
  • Die Umstellung auf digitale Passfotos in Witten verlief holprig, da technische Probleme den Betrieb beeinträchtigten und Bürger abgewiesen wurden.
  • Mittlerweile funktioniert das System und Bürger können neue Termine für die Beantragung ihrer Ausweisdokumente erhalten.

Seit dem 1. Mai müssen Passbilder in digitaler Form vorliegen. Mit Papierbildern kommt man nun nicht mehr weit. Auch in Witten wurde das Ausweissystem dementsprechend umgestellt. Der Start verlief allerdings sehr holprig. Einige Bürgerinnen und Bürger blieben auf ihren Terminen sitzen.

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Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Die Umstellung auf die digitalen Passfotos scheint die Stadt Witten kalt erwischt zu haben. Zur Erinnerung: Wer einen neuen Personalausweis, Reisepass oder elektronischen Aufenthaltstitel beantragen möchte, muss seit Anfang Mai ein digitales Lichtbild an die Stadt übermitteln lassen. Ziel des neuen Verfahrens ist es, die Sicherheit von Ausweisdokumenten zu erhöhen und Manipulationen – etwa durch das sogenannte „Morphing“ von Gesichtsbildern – zu verhindern.

Digitale Passbilder: Am ersten Tag ging in Witten nichts mehr

Dabei werden die Fotos zweier Menschen zu einem Bild verschmolzen. Möglich ist das bereits durch frei verfügbare Computerprogramme. Ist das Lichtbild auf einem Pass auf diese Weise manipuliert, kann nicht nur deren Inhaberin oder deren Inhaber das Dokument nutzen. Unter Umständen ermöglicht es dann auch einer weiteren Person, deren Gesichtszüge im Foto enthalten sind, den Pass zu nutzen. Deshalb wurde das System bundesweit und somit auch in Witten vollends auf digital umgestellt.

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Zum Start am vergangenen Freitag und auch noch in den Folgetagen sind sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Stadtbeschäftigte verzweifelt. WAZ-Leser Alfred Gleim berichtet, dass am ersten Tag gegen 10.15 Uhr nichts mehr ging. Alle Bürger seien abgewiesen worden und ohne Pass wieder nach Hause geschickt worden.

„Das ist ein dickes Ding, eigentlich darf so ein Totalausfall nicht passieren“, sagt eine Bürgerin gegenüber der Redaktion. Auch sie musste unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten. Aber wieso kam es überhaupt zu diesem Ausfall? „Das Problem war, dass die technischen Änderungen eingespielt wurden und es keine Möglichkeit gab, die Funktion zu testen, sodass wir am Freitag direkt in den Echtbetrieb gegangen sind“, sagt Stadtsprecherin Heinke Liere.

Auch Fotoautomat in Witten fiel aus

Das Problem: Die QR-Codes konnten für die Cloud, also den Ort, an dem die Passbilder digital hinterlegt werden, nicht erzeugt werden. Somit konnten auch die Ausweisbehörden die Dokumente nicht abrufen. Und auch der Fotoautomat für digitale Passbilder direkt im Rathaus funktionierte an den ersten Tagen nicht. Ursache war hier ein technisches Problem. Mittlerweile läuft der Automat aber wieder, sodass Bürgerinnen und Bürger vor Ort digitale Passbilder erstellen können.

Übergangsweise habe man auch Papierbilder angenommen. Mittlerweile funktioniere aber auch die Cloud, sodass das Bürgeramt Zugriff auf die digitalen Passbilder hat. Doch was ist mit denjenigen, die nun schon einmal da waren und wieder nach Hause gehen mussten?

„Sofern es gewünscht war, haben die Bürgerinnen und Bürger sofort einen neuen Termin bekommen“, sagt Stadtsprecherin Heinke Liere. Einigen sei es aufgrund von eigenen Terminen aber lieber gewesen, sich später selbst einen passenden Termin zu buchen. Mittlerweile gibt es keine Beschwerden mehr aus dem Rathaus. Das neue System scheint nach dem Fehlstart seit Mitte der Woche zu laufen.

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