Zusammenfassung
- Mehr Bürgerbeteiligung wünscht sich die Politik von der Stadt Witten.
- Baurat Stefan Rommelfanger und sein Team haben die Botschaft verstanden.
- Zwei Projekte stehen im Vordergrund: die Sprockhöveler Straße und die Ruhrbrücken in Herbede.
Mehr Bürgerbeteiligung wagen: Das war die Überschrift über die jüngste Sitzung des Verkehrsausschusses. Genau das hatten Ratsherr Harald Kahl vom Bürgerforum Witten sowie Vertreter des Arbeitskreises Herbeder Brücken sowie interessierte Bürger beim Mobilitätsworkshop der Stadtverwaltung im April eingefordert. Stadtbaurat Stefan Rommelfanger und sein Team reagierten sofort. Über die geplanten Baumaßnahmen im Bereich Sprockhöveler Straße informieren sie vor Ort – und zwar binnen weniger Wochen gleich zweimal. Was ist geplant?

Täglich (außer Samstag)
Witten-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
So steht bereits am Samstag, 10. Mai, 14 Uhr, ein sogenannter Stadtspaziergang an. Start und Ziel ist das Gemeindehaus St. Franziskus, Herbeder Straße 28. Anmeldungen sind nach wie vor unter quartiersmanagement@witten-hoc.de möglich. Verkehrsplanerin Monika Braun: „Wir laufen das Plangebiet ab, und wir nehmen Anregungen und Hinweise auf.“ Sie sollen in die Planung einfließen.
Wann Wittens Verwaltung mit Bürgern über die Sprockhöveler Straße spricht
Unterdessen geben die Stadtwerke den Startschuss für die umfangreiche Sanierung der Sprockhöveler Straße: Der bisher für Mitte Mai vorgesehene Baubeginn verschiebt sich auf Anfang Juni, wie Stadtbaurat Rommelfanger im Ausschuss sagte. Dann beginnen die Stadtwerke Witten damit, neue Wasser- sowie Leerrohre in Fahrtrichtung Crengeldanz zu verlegen. Dies passiert auf einer Länge von 1100 Metern zwischen Fischertalweg und der Straße „Im Mühlenwinkel“. „Der Verkehr kann während der Baumaßnahme weiterhin fließen, wird aber mit Einschränkungen rechnen müssen“, sagt Stadtwerke-Sprecher Mathias Kukla.

Ist die neue Trinkwasserleitung an das Netz angeschlossen, kann die Entwässerung Stadt Witten (ESW) mit dem Verlegen eines neuen Kanals beginnen. Zuvor wird die alte Wasserleitung aus der Straßenmitte entfernt. Anschließend ist eine weitere Bürgerinformation der Stadt Witten vorgesehen. Der Termin steht. Die Versammlung findet am Dienstag, 17. Juni, 18 Uhr, im Gemeindezentrum St. Franziskus statt. Die Aufträge für die Sanierung der Sprockhöveler Straße werden Ende des Jahres vergeben, wie Rommelfanger erklärte. Die Arbeiten beginnen im kommenden Jahr.
Wittens Stadtbaurat geht auf den Arbeitskreis Herbeder Brücken zu
Mehr Bürgerbeteiligung verspricht Dezernent Stefan Rommelfanger auch mit Blick auf den Arbeitskreis Herbeder Brücken. Ratsherr Harald Kahl erneuerte seine Kritik im Verkehrsausschuss am seiner Meinung nach unzureichenden Austausch zwischen Herbeder Bürgerschaft und Stadtverwaltung. Er hatte bereits beim Mobilitätsworkshop beklagt, die Stadtverwaltung sei kaum auf die Liste des Arbeitskreises mit 3500 Unterschriften eingegangen. Beim Neubau der Ruhrbrücke soll schnellstmöglich ein Gewerbeabzweig gebaut werden, um eine Vollsperrung zu vermeiden. Während der Landesbetrieb Straßen NRW für das Brückenprojekt verantwortlich zeichnet, ist die Stadt Witten für den Gewerbeabzweig zuständig. Der Arbeitskreis verlangt von der Stadtverwaltung mehr Tempo.
Rommelfanger betonte, er nehme die Anliegen der Herbeder Bürgerschaft „sehr ernst“. Es gebe bereits einen Grundsatzbeschluss des Ausschusses für eine neue Lakebrücke und den Gewerbeabzweig. Ein Gutachten zum Streckenverlauf des Gewerbeabzweigs soll erstellt werden. Der Arbeitskreis hat sich bereits in der Vergangenheit dafür stark gemacht. Rommelfanger fasste seine Linie schließlich zusammen: Die Stadtverwaltung werde für jede einzelne Maßnahme die Bürgerschaft „intensiv“ beteiligen. „Wir gehen in den Stadtteil und scheuen keine Diskussion.“
Mehr Nachrichten aus Witten lesen Sie hier.




