Es gibt sie manchmal noch in unseren Fußgängerzonen, die Spendensammler, die mit der Büchse unterwegs sind und Spenden für den guten Zweck sammeln. Doch auch in diesem „Geschäft“ fasst das Internet immer mehr Fuß. Da wird um Spenden für Hilfsorganisationen geworben und die Summe kann gleich auch online überwiesen werden. Im Internet bitte aber auch immer mehr Privatleute um Spenden, sei es für einen bedürftigen Verwandten, Nachbarn, Freund oder aber auch gleich für sich selbst. Mit Gofundme gibt es eine Plattform für solche Spenden und hier bitten auch eine ganze Reihe Velberter um Unterstützung. Hinter vielen stecken wirklich harte Schicksale.

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Ganz aktuell wird für die Opfer eines Hochhausbrandes am Kostenberg gesammelt. Die Familie der Brandwohnung hat so gut wie alles verloren: Möbel, Kleidung, persönliche Gegenstände – einfach alles, was ein Zuhause ausmacht. Geld wird benötigt für Kleidung und alltägliche Dinge, eine neue Grundausstattung (Bett, Möbel etc.) und Übergangslösungen für eine Unterkunft. Aber erst 80 Euro waren nach drei Tagen auf diesem Konto gesammelt worden.

Für die Bestrahlung ihrer Tochter

Für ihre erwachsene Tochter sammelt eine Velberterin. Nach einer Hirnblutung und wochenlangem Koma vor 13 Jahren hatte sich die Frau ins Leben zurückgekämpft. Nun wurde vor kurzem eine Gefäßmissbildung im Gehirn festgestellt, eine Operation birgt hohe Risiken. Deshalb möchte die Mutter ihrer Tochter die OP ersparen und ihr eine besondere Art der Bestrahlung ermöglichen, doch eine Behandlung kostet 11.300 Euro und sie benötigt nach Aussage der Mutter vier bis fünf dieser Behandlungen. Spendenziel sind 28.000 Euro. Eingegangen sind bislang 100 Euro.

Sammelbüchsen gibt es nur noch ganz vereinzelt im Velberter Stadtbild.
Sammelbüchsen gibt es nur noch ganz vereinzelt im Velberter Stadtbild. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Hingegen wurden fast 10.000 Euro für den kleinen fünfjährigen Jason gesammelt, der einen Hirntumor hat.  Fahrten zu Kliniken, Aufenthalte, Therapien sowie ein erheblicher Verdienstausfall bei seinen Eltern - alles Dinge, über die man sich in so einer Situation mit einem kranken Kind eigentlich keine Gedanken machen sollte. Angestoßen wurde die Spendenaktion von einer Cousine des Vaters. Der Vater bedankte sich später bei den Spendern - viele wollten anonym bleiben: „Die Spenden helfen uns dabei, Jason während der Chemotherapie und eventuell weiteren Operationen so viel Normalität wie möglich zu ermöglichen, kleine Lichtblicke im Alltag zu schaffen und ihm trotz dieser schweren Zeit Momente der Unbeschwertheit zu schenken.“

14-Jähriger sammelt für seine Geschwister

Herzergreifend ist die Aktion eines 14-Jährigen. Seine Mutter ist verstorben, er lebt mit seinen beiden Geschwistern in einer Wohngruppe. „Ich habe diesen Spendenlink erstellt, weil ich ihnen (den Geschwistern) gern eine Freude machen möchte. Etwas, das uns ein bisschen Freude gibt und schöne Momente schenkt – auch wenn wir ohne Mama leben müssen.“ 5598 Euro hat er gesammelt.

Einen schlimmen Verlust musste auch eine junge Frau aus Velbert hinnehmen. Sie und ihr kleiner Sohn stehen nun allein da. Sie schreibt: „Mit dieser Spendenaktion möchte ich für unseren Sohn ein finanzielles Polster schaffen – sei es für seine schulische Bildung, seine emotionale Entwicklung oder schlicht für die Absicherung in den kommenden Jahren.“ Auch hier kamen fast 5000 Euro zusammen.

Das ist Gofundme

Gofundme ist die weltweit führende Online-Plattform für Crowdfunding und Spendenaktionen. Sie ermöglicht Privatpersonen, Gruppen und Organisationen, Geld für persönliche Bedürfnisse (z. B. medizinische Notfälle, Bildung, Beerdigungen) oder gemeinnützige Zwecke zu sammeln.

Geld für die Haustiere

Viele Menschen haben eine enge Beziehung zu ihren (Haus)tieren, wenn die krank werden und teure Behandlung brauchen, kommen manche an ihre Grenzen. Beispielsweise ein Pferd, das Kinder als gutmütiges St.-Martins-Pferd begleitet, auch Kindergärten besucht und vielen ein Lächeln mit seiner freundlichen, gelassenen Art schenkt.

Eine weitere Velberterin kümmert sich um Streunerkatzen in ihrer Stadt. Damit sie sich nicht vermehren und es noch mehr streunende Katzen in Velbert gibt, sammelt sie Geld, um die Tiere kastrieren zu lassen. Überhaupt sammeln viele Menschen Geld für ihre erkrankten Tiere., vielfach fehlt das Geld für dringend benötigte OPs. Hier werden häufig kleine Summen gespendet.

Weniger Spendenfreudigkeit wird gezeigt, wenn der Spendensammler wegen Schulden, Arbeitslosigkeit Geld sammeln will oder für ein neues Auto oder zur Sanierung des eigenen Hauses. Da sind auch nach mehreren Monaten häufig null Euro auf dem Spendenkonto.