Zusammenfassung
- Kodi schließt 80 von 150 Filialen aufgrund Insolvenz und massiven Umsatzverlusten
- Ein Investoren-Konsortium übernimmt die verbleibenden Filialen und sichert 1200 Arbeitsplätze
- Gründe für die Krise sind Kaufzurückhaltung, harter Wettbewerb und gestiegene Kosten für Energie und Werbung
In vielen Kodi-Filialen läuft derzeit der Abverkauf. Waren gehen mit saftigen Rabatten über die Ladentheke, denn demnächst geht in etlichen Lokalen das Licht aus: Der insolvente Discounter aus Oberhausen trennt sich von 80 seiner bundesweit rund 150 Filialen. Auf dem Weg aus der Krise hat Kodi jetzt einen wichtigen Vertrag unterzeichnet. Die Übernahme der 150 Filialen ist endgültig geregelt. Diese übernimmt ein Investoren-Konsortium um den Kodi-Gesellschafter Richard Noelle.

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Ende November wurde das Insolvenzverwahren eröffnet. Im März 2025 wurden die Folgen dieses Schritts in vielen Fußgängerzonen spürbar: Kodi kündigte an, sich von einer Vielzahl der Filialen zu trennen. Damit verschwinden Lokale aus den Einkaufsstraßen - vielerorts mit der Frage verbunden, ob es dann einen weiteren Leerstand gibt. Für die Beschäftigten stellt der Entschluss ebenfalls einen herben Einschnitt dar: 480 Mitarbeitenden wurde die Kündigung ausgesprochen. Am Hauptsitz in Oberhausen verlieren etwa 40 der 100 Beschäftigten ihre Jobs.
Kodi-Insolvenz: Investoren für Filialen gesucht
Wie Kodi in einer Pressemitteilung am Dienstag mitteilte, behalten 1200 Beschäftigte ihre Arbeit. Die in die Geschäftsführung berufenen Restrukturierungsexperten Holger Rhode und Dr. Raul Taras (Wirtschaftskanzlei Görg) sowie Unternehmensberater Thomas Montag unterzeichneten dafür mit Vertretern des Konsortiums den Übernahmevertrag. Es soll „ein Dutzend ernsthaft interessierte potenzielle Investoren“ gegeben haben. Final blieben zwei übrig, von denen einer überraschend zurückgezogen habe, heißt es in der Mitteilung. Danach wurde mit dem Konsortium verhandelt.
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Unklar bleibt, wie es mit den 80 Schließungsfilialen weitergeht. Im Einzelfall könnten Investoren die Standorte und Beschäftigten übernehmen und unter anderen Namen fortführen. Die Gespräche dazu laufen. „Zum jetzigen Zeitpunkt können die Verantwortlichen keine weiteren Informationen zum Konsortium geben und sich auch nicht näher zu einzelnen Standorten äußern“, heißt es in der Mitteilung. Der Abverkauf der Ware soll Ende Mai, Anfang Juni abgeschlossen sein.
Als Gründe für die Krise nennt Kodi die Kaufzurückhaltung der Kundinnen und Kunden, die „harte Wettbewerbssituation“ sowie die gestiegenen Kosten für Energie, Fracht und Werbung. Alles zusammen führte zu einem „massiven Umsatzverlust“. Zuletzt belief sich dieser auf 130 Millionen Euro.






