In der Partyszene Mülheims fehlten lange niedrigschwellige Angebote für queere Jugendliche und junge Erwachsene. Genau diese Lücke will seit Anfang 2025 die „Slay!“ im Jugendzentrum Together schließen. Die Veranstaltung hat sich mittlerweile zu einem wichtigen Treffpunkt für junge queere Personen zwischen 16 und 26 Jahren entwickelt. Am Samstag, 7. Februar, findet sie zum fünften Mal statt.

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„Uns ist aufgefallen, dass es in der Region kaum queere Partys für Jugendliche und junge Erwachsene gibt“, erklärt Jonas Gesing vom Planungsteam. Das Ziel des Eventformats: einen sicheren Ort zu schaffen, an dem sich junge Menschen ausleben, vernetzen und feiern können. Und das ohne finanzielle Hürden. Denn um möglichst viele Menschen zu erreichen, erfolgt der Eintritt auf Soli-Basis (fünf bis zehn Euro).
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Partys im Mülheimer Together: geschützter Raum für queere Jugendliche
Ein ehrenamtliches Team aus sechs Personen im Alter von 18 bis 26 Jahren organisiert die Partys nach dem Motto „Von queeren Jugendlichen für queere Jugendliche“. Die Mitglieder stammen aus dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein; alle engagieren sich unabhängig vom Event ehrenamtlich im Together. „Die Räumlichkeiten und technischen Gegebenheiten des Together sind für diese Idee perfekt geeignet, und so ist nach und nach ein Team von motivierten Ehrenamtlichen zusammengekommen“, sagt Teammitglied Otis Klyver.
Und das Konzept geht offenbar auf: Durchschnittlich 100 Gäste besuchen die vierteljährlich stattfindenden Partys, die auch „Allies“, also heterosexuellen Unterstützern, offenstehen. Für viele queere Jugendliche, sagt Gesing, sei das Event „die erste Ausgeh-Erfahrung in einem geschützten Rahmen“. Und den gibt es in jeder Hinsicht, dafür sorgen etwa eine „Dating-Ampel“, die mit farbigen Armbändern signalisiert, ob die betreffende Person für neue Kontakte offen ist, sowie ein „Awareness-Konzept“.
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Gesing: „Auf der Party sind ausgewählte Teammitgliederinnen und -mitglieder als Awareness-Personen klar gekennzeichnet und den ganzen Abend ansprechbar. Zudem haben wir einen Ruheraum, in dem man zwischendurch eine Pause von der Musik und den Menschen einlegen kann. Auch da sind unsere Awareness-Menschen verfügbar und helfen Leuten, denen es gerade nicht gut geht. Über den Code ,Ist Rufus da?‘ kann zudem jederzeit unauffällig Hilfe erbeten werden.“
Bislang findet „Slay!“ einmal im Quartal statt. Eine höhere Frequenz ist derzeit nicht geplant. „Wir wollen unsere Ressourcen vor allem in eine bessere Qualität der Party investieren“, so Klyver. „Dies schließt aber nicht aus, dass wir die Party häufiger veranstalten, sollten wir mehr ehrenamtliche Unterstützung erhalten.“
„Slay!“ findet am Samstag, 7. Februar, von 19 bis 1 Uhr im Together am Hans-Böckler-Platz statt. Das Motto lautet „Erwacht aus dem Winterschlaf“; geplant sind auch Auftritte einer Dragqueen. Eingeladen sind Menschen zwischen 16 und 26 Jahren. 16- und 17-Jährige dürfen die Party bis Mitternacht besuchen; nur wer eine unterschriebene Einverständniserklärung einer erziehungsberechtigten Person vorlegt, mit der eine volljährige Begleitperson benannt wird, darf länger bleiben. Informationen: www.instagram.com/slay_mh








