- In Mülheim organisieren die beiden Kirchengemeinden nach dem Aus der Werbe- und Interessengemeinschaft erneut den Weihnachtsmarkt am ersten Advent.
- Zwölf Standbetreiber, darunter Karnevalsgesellschaften und Unicef, beteiligen sich bislang an der Aktion am Sonntag, 30. November.
- Die Erlöse werden für soziale Projekte verwendet, Plätze für weitere Vereine sind noch frei, gewerbliche Anbieter sind ausgeschlossen.
Was als spontane Lösung im vergangenen Jahr begann, hat sich bewährt und findet eine Fortsetzung: Vor zwei Jahren hatte die Heißener Werbe- und Interessengemeinschaft den Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz aufgegeben – aufgrund gestiegener Auflagen und der damit verbundenen Kosten sowie personeller Engpässe.

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Schon 2024 sprangen die Heißener Kirchengemeinden ein und machten im Rahmen ihrer traditionellen Veranstaltungen am ersten Advent in der Gnadenkirche (Hingbergstraße 370) und dem katholischen Gemeindezentrum St. Joseph (Hingbergstraße 389) „Platz auch für externe Standbetreiber“, wie es Johannes Kretschmann von der Gemeinde St. Joseph formuliert. „Der Heißener Weihnachtsmarkt war immer eine Art Achse von drei Akteuren, den beiden Gemeinden und der Interessengemeinschaft. Und nach deren Ausscheiden dachten wir uns, vor St. Joseph ist doch Platz genug für die Stände, die sonst auf dem Markt waren.“
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Zwölf externe Betreiber beleben Weihnachtsmarkt mit neuen Angeboten
Acht nicht-gewerbliche Betreiber waren es damals zum Auftakt. Diesmal sind es zwölf, wie Kretschmann nicht ohne Stolz berichtet. „Sowohl Besucher als auch Betreiber waren mit der angebotenen Lösung offenbar sehr zufrieden.“

Mit dabei sind am Sonntag, 30. November, von 12 bis 17 Uhr unter anderem der Projektkurs „Helping Hands“ der Willy-Brandt-Schule, der – ebenso wie der Förderverein der Filchnerschule – Waffeln, Kuchen und Gebäck anbietet, sowie, „ganz neu“, die Karnevalsgesellschaften Aunes ees, die eine Champignonpfanne vorbereiten wird, und die Mülheimer Stadtwache, die für Getränke, Crêpes und Kinderpunsch sorgen will. Unicef ergänzt das Angebot mit Grußkarten und Weihnachtsdekoration, die Pfadfinder von St. Joseph bieten Glühwein, Pommes und Waffeln an, eine Familiengruppe grillt Würstchen. „Ähnlich bunt und lebhaft wird es auch beim traditionellen Weihnachtsbasar in der Gnadenkirche zugehen.“
Mülheimer Gemeinde unterstützt Projekt in Kolumbien
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Im katholischen Gemeindezentrum wartet neben der Caféteria die beliebte Tombola auf die Besucherinnen und Besucher. Ausgelobt werden, so Kretschmann, bei einem Lospreis von einem Euro (und einer Gewinnquote von eins zu vier) „zum Teil hochattraktive Preise, wie zum Beispiel ein Flachbildfernseher, eine Küchenmaschine, eine Carrera-Rennbahn oder Elektrowerkzeuge“. Der Höhepunkt für die jüngsten Besucher: der Besuch des Nikolauses gegen 15 Uhr im Innenhof des Gemeindezentrums. Im Gepäck hat er jede Menge süße Überraschungen.
Den Reinerlös ihrer Veranstaltung verwendet die Gemeinde St. Joseph für das seit Jahren unterstützte Mädchenheim „Las Granjas Infantiles“ in Medellín, Kolumbien. Auch die anderen Standbetreiber spenden ihre Erlöse für soziale Projekte. Noch sind nicht alle Plätze für externe Anbieter vergeben; Platz vor St. Joseph wäre für rund 20 Stände, sagt Johannes Kretschmann. Vereine und Organisationen, die noch an einem Platz interessiert sind, können sich unter 0208492611 direkt bei ihm melden. Gewerbliche Anbieter sind ausgeschlossen.








