Die Mülheimer Sinfoniekonzerte müssen sich hinter den großen Konzerthäusern der Region nicht verstecken. Sie erfreuen sich größter Beliebtheit. Top-Orchester und Star-Solisten reisen an und bieten hochkarätige Programme. In der letzten Saison waren fast alle sieben Konzerte ausverkauft, nur ein Abend erzielte lediglich eine Auslastung von (immerhin) 87 Prozent. „Für die kommende Spielzeit verzeichnen wir bisher 430 Abonnenten, das sind mehr als in der letzten Saison. Und es können noch weitere dazukommen“, sagt Stephanie Steinberg, Leiterin des Konzert- und Theaterbüros. Das heißt: Wesentlich mehr als die Hälfte des Theatersaals in der Stadthalle ist somit durch Abo-Kundinnen bzw. Abo-Kunden besetzt.

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Für Klassik-Fans, die Konzerte der Reihe 25/26 besuchen wollen, bedeutet das, dass sie sich nicht auf den Kartenkauf an der Abendkasse verlassen, sondern im Vorverkauf Tickets erstehen sollten. Denn kurz vor der Veranstaltung gibt es meist nur noch wenige Restkarten.

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„Unsere Konzerte in der Stadthalle haben sich etabliert. Wir gelten als gute und nette Spielstätte. Wir bieten ein volles Haus, eine hervorragende Akustik und außerdem eine familiäre Atmosphäre. Das ist wirklich etwas Besonderes für alle Beteiligten, für Darbietende ebenso wie für Zuhörer“, berichtet Konzertdramaturgin Eva-Susanne Rohlfing. Die Vorzüge von Mülheim hätten sich längst bei Orchestern und Ensembles, Solistinnen und Solisten sowie der Zuhörerschaft herumgesprochen.

Programm-Angebot bewegt sich wieder „auf hohem Level“

Ein Angebot „auf hohem Level“, so Stephanie Steinberg, mache man auch in der Saison 25/26 den Klassik-Fans. International gefeierte Musikerinnen und Musiker habe man gewonnen, „renommierte und interessante Sinfonieorchester ebenso wie Kammerorchester-Juwelen“, ergänzt Eva-Susanne Rohlfing und ist sicher: „Die Mischung macht‘s.“ Das gilt auch für die dargebotene Musik: Stücke aus den Top 10 der Klassik zählen ebenso dazu wie „Schätze“, die selten gespielt werden, aber in Erinnerung bleiben sollen. Die Konzertdramaturgin bietet auch diesmal jeweils 20 Minuten vor Konzertbeginn wieder Einführungsgespräche im Theatersaal an.

Vladimir Acimovi in Mülheim
Der serbische Pianist Vladimir Acimovic ist als Solist beim 2. Sinfoniekonzert in Mülheim dabei. Er musiziert mit dem Armenian State Symphony Orchestra.© Konzertbüro Mülheim | ISIDORA LAZAREVIC

Den Konzert-Reigen mit seinen „funkelnden Facetten“ eröffnen am Sonntag, 19. Oktober, um 17 Uhr das Cairo Symphony Orchestra, der Ausnahme-Violinist Michael Barenboim und die Bratschistin Sindy Mohamed. Das Doppelkonzert von Mozart für Violine und Viola in Es-Dur steht dabei im Mittelpunkt. Außerdem erklingen die Achte von Beethoven und eine Passacaglia für Orchester von Dirigent Ahmed El Saedi.

Ein zweites großes und für seine progressiven Impulse gefeiertes Orchester ist am Sonntag, 23. November, um 17 Uhr zu Gast. Das Armenian State Symphony Orchestra unter Sergey Smbatyan spielt eine Romanze von Aram Khachaturian und einen Welthit der Klassik: die Sinfonie „Winterträume“ von Tschaikowsky. Gemeinsam mit dem jungen serbischen Pianisten Vladimir Acimovic, der als sehr sensitiv gilt, präsentiert man zudem das Klavierkonzert Nr. 5 von Beethoven.

Weihnachtsoratorium von Bach erklingt am Nikolaustag in Mülheim

Ein Weihnachtskonzert für die ganze Familie folgt am Nikolaustag. Am 6. Dezember, also ausnahmsweise an einem Samstag um 17 Uhr, führt das Wroclaw Baroque Orchestra zusammen mit einem 100-köpfigen Knabenchor das Weihnachtsoratorium von Bach, genauer die Kantaten 1-3 und 6, auf. Der Chor besteht aus Sängern der Wuppertaler Kurrende und des NFM Boys‘ Choir Wroclaw. Unter der Leitung von Lukas Baumann treten zudem „Solistinnen und Solisten der ersten Liga“ auf, so Eva-Susanne Rohlfing.

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Ein intimeres Kammerkonzert mit ausgefalleneren Werken bieten am Freitag, 23. Januar, um 20 Uhr die „Metamorphosen Berlin“ unter und mit dem Cellisten Wolfgang Emanuel Schmidt. Das innovative Ensemble stellt Werke von Elena Kats-Chernin und Peter Warlock sowie ein Cello-Konzert von Haydn vor. Außerdem steht mit einem Oboen-Konzert von Ralph Vaughan Williams eine Seltenheit aus England auf dem Programm. Der preisgekrönte Oboist Juri Vallentin will sie farbenreich präsentieren.

Die Jenaer Philharmonie unter Simon Gaudenz soll mit Richard Stauss‘ Tondichtung „Don Juan“ und Schostakowitschs Sinfonie Nr. 1 am Freitag, 20. Februar, um 20 Uhr glänzen. Das „Exzellenzprogramm“, so Rohlfing, wird ergänzt durch ein Juwel des französischen Impressionismus: Jaques Iberts Konzert für Flöte und Orchester. Ana de la Vega, international gefeierte Flötistin, musiziert.

Wolfgang Emanuel Schmidt
Der Cellist Wolfgang Emanuel Schmidt kommt zum 4. Sinfoniekonzert nach Mülheim. Er leitet die „Metamorphosen Berlin“ und ist auch als Solist dabei.© Konzertbüro Mülheim | Simon Pauly

„Only Beethoven“ beendet den Konzertreigen in Mülheim

Gegensätzliches mit demselben Titel bringt das ROK Polish Chamber Orchestra Radom unter Jarzy Dybal am Freitag, 13. März, ab 20 Uhr zu Gehör. Vivaldis sowie Astor Piazollas „Die vier Jahreszeiten“ erklingen. Die Geigerin Tamaki Kawakubo gilt als brillante Solistin mit intensivem Spiel, sie wirkt beim Barock- sowie beim Tango-Stück mit.

„Only Beethoven“ heißt es zum Abschluss am Sonntag, 26. April, ab 17 Uhr. Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn unter Risto Joost und der Pianist Herbert Schuch, ein „Meister der Nuancen“, tragen das Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 und außerdem die „Eroica“ vor. „Ein Meisterwerk, das unbedingt immer mal wieder auf den Spielplan gehört“, findet Eva-Susanne Rohlfing.

Der Eintritt für die Konzerte bleibt moderat, kostet zwischen 15 und 42 Euro (erm. ab 7,50 Euro). Das Abo für alle sieben Konzerte ist ab 81 Euro zu haben. Als Extra gilt das Wiener Neujahrskonzert am Sonntag, 4. Januar (Info: www.wiener-neujahrskonzert.de).

Tickets für die Sinfoniekonzerte bei allen reservix-Vorverkaufsstellen, unter www.reservix.de oder bei der Touristinfo an der Schollenstraße 1. Abos nur bei Claudia Link unter 0208 455-4114 oder unter sinfoniekonzerte@muelheim-ruhr.de.