Die aus Kanada stammende Künstlerin Jessica Arseneau hat sich mit ihrem Werk gegen die anderen Teilnehmenden der Biennale  „Mülheim Calling 2025“ im Mülheimer Kunstmuseum durchgesetzt und den Preis des Mülheimer Kunstvereins gewonnen.

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Die Preisträgerin ist mit der Video-Arbeit „Maybe it’s Tomorrow (2023)“ in der Ausstellung vertreten. Das Werk zeigt einen schlafenden Stein, überwuchert von Moos, eingebettet in einen Wald, eingefroren in unendlicher Müdigkeit, wie es in der Begründung heißt. Die Jury hat die stringente Behandlung des Themas „Schlaf“ überzeugt, das die Künstlerin auf unterschiedlichen Ebenen und Bedeutungszusammenhängen wie bewusst/unbewusst, Nacht/Tag sowie Licht/Dunkelheit aufgreife.

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Ein Video über einen mit Moos bewachsenen Stein gewinnt Mülheimer Kunstpreis

Arseneaus Arbeiten beschäftigen sich mit aktuellen Phänomenen einer fast nie zur Ruhe kommenden, immer leuchtenden Welt, die sie in den Kontrast zu einem unbeweglichen, mit Moos bewachsenen Stein im Wald stellt, so die Jury. Der Film stelle eine Reflexion über Zeitlichkeit, Vergehen und Schnelligkeit dar, die über den filmischen Dialog von ruhendem Stein und Satellitenbildern auf eine existenzielle Ebene gehoben wird.

Preis des Mülheimer Kunstvereins an Jessica Arsenau
Die Künstlerin Jessica Arseneau hat den Preis des Mülheimer Kunstvereins anlässlich der Biennale „Mülheim Calling 2025“ gewonnen.© Mülheimer Kunstverein | Mülheimer Kunstverein

Die fünfköpfige Jury, die die Preisträgerin Jessica Arseneau ausgewählt hat, setzte sich zusammen aus Dr. Daniela Grobe, Mülheims Kulturbeigeordnete, Dr. Stefanie Kreuzer, Leiterin des Kunstmuseums Mülheim, ihrer Stellvertreterin und Kuratorin der Ausstellung, Anja Bauer-Kersken sowie Tania Terium, Vorstandsvorsitzende des Mülheimer Kunstvereins und Dr. Karin Stempel, ehemalige Leiterin des Kunstmuseums Mülheim.

Preisträgerin war schon einmal mit ihrer Kunst zu Gast in Mülheim

Der Mülheimer Kunstverein hat erstmalig einen mit 2500 Euro dotierten Preis an eine künstlerische Position vergeben, die aus den Teilnehmenden der Biennale, die aktuell im Kunstmuseum zu sehen ist, ermittelt wurde. „Wir wollen damit die Tradition des Förderpreises wiederaufnehmen, den unser Verein zum letzten Mal 2014 im Rahmen der Jahresausstellung Mülheimer Künstlerinnen und Künstler vergeben hatte,“ so der stellvertretende Vereinsvorsitzende Ulrich Schallwig.

Jessica Arseneau ist 1988 im kanadischen Bathurst geboren und lebt in Berlin. Sie ist Mitglied im Mülheimer „Makroskop – Zentrum für Kunst und Technik“, wo sie 2021 als Residentin im Rahmen des Programms „Urbane Künste Ruhr“ zu Gast war.