Eine 43 Jahre alte Mülheimerin hat den Sprung von der Schloßbrücke in die Ruhr nicht überlebt. Wie die Polizei auf Anfrage der Redaktion berichtete, verstarb die Frau im Anschluss im Krankenhaus. Alle Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte und Ärzte waren vergeblich. Die Polizei geht nach aktuellem Ermittlungsstand von einem Badeunfall aus. „Es gibt keine Hinweise auf Suizid oder ein Fremdverschulden“, sagte ein Sprecher am Dienstagmorgen. (Lesen Sie mehr Hintergründe: Tödlicher Sprung in die Ruhr – „Da liegt unheimlich viel im Wasser“)
Mehr aus Mülheim
Alle Nachrichten aus Mülheim lesen Sie hier +++ Abonnieren Sie unseren Newsletter per Mail oder folgen Sie uns bei Whatsapp, Instagram, Facebook +++ Themenseiten: Wohnen, Gastronomie, Handel/Einkaufen, Blaulicht, RRZ +++ Den Freizeitkalender finden Sie hier.
Die Frau und mindestens ein weiterer Begleiter waren am Montagabend von der Mülheimer Schloßbrücke aus in die Ruhr gesprungen. Die Frau tauchte allerdings nach dem Sprung in den Fluss nicht wieder auf, machte laut Zeugenaussage keine Schwimmbewegungen, blieb unter Wasser und drohte zu ertrinken.

Ein Radfahrer, der das Geschehen beobachtet hat und letztlich den Notruf wählte, berichtet am Rande des Rettungseinsatzes, dass die Personen „ziemlich weit draußen“ in der Ruhr schwammen. „Der Begleiter ist immer wieder nach ihr getaucht, aber sie war unter Wasser“, schildert der Augenzeuge.
Frau springt in Mülheim in die Ruhr und taucht nicht mehr auf
Auch zwei, drei Männer, die gerade mit einem Tretboot auf der Mülheimer Ruhr unterwegs waren, hätten versucht zu helfen, so der Zeuge. Letztlich sei es gemeinsam – mithilfe der Tretbootfahrer, weiterer Passanten und eintreffender Feuerwehrleute – gelungen, die Frau aus dem Fluss zu bergen, berichtet der Einsatzleiter der Mülheimer Feuerwehr, Michael Lülf.

Noch im Wasser habe man damit begonnen, die Verunglückte zu reanimieren, so der stellvertretende Feuerwehr-Chef. In lebensbedrohlichem Zustand sei die Frau schließlich ins Krankenhaus eingeliefert worden, wo sie schließlich verstarb.
Badeunfall an Mülheimer Ruhr: Begleiter von Verunglückter unter Schock
Der Begleiter stand nach Angaben der Feuerwehr unter Schock und wurde am Ruhrufer von einem Seelsorger betreut. „Offenbar waren die Personen von der Schloßbrücke runter in die Ruhr gesprungen, um sich zu erfrischen“, so Lülf. Davor aber könne er nur ausdrücklich warnen, denn gerade, wenn der Körper von den extremen Temperaturen aufgeheizt sei, könne ein Sprung in die deutlich kühlere Ruhr zu einem Schock führen, durch den man das Bewusstsein verlieren kann.
Baden in der Mülheimer Ruhr - mehr zum Thema:
Zudem könne man von der Schloßbrücke aus nicht eindeutig sehen, was sich unter der Wasseroberfläche befindet und worauf man landen könnte. Vize-Feuerwehrchef Michael Lülf appelliert daher, nicht von Brücken in die Ruhr zu springen: „Der Vorfall zeigt, wie solch ein Sprung enden kann.“ Neben dem Wasserrettungszug der Feuerwehr Mülheim war auch die DLRG im Einsatz.



