Nicht nur viele Heißenerinnen und Heißener dürften es herbeisehnen, wenn endlich die Tage des alten und anfälligen Friedrich-Wennmann-Bades gezählt sind. Hinter dem maroden Hallenbad an der Yorckstraße wird seit dem vergangenen Jahr gebaut, für 20 Millionen Euro entsteht hier ein neues Schwimmbad. Die Mülheimer Stadtverwaltung gab nun in einer Pressemitteilung einen Zwischenstand zum Baufortschritt bekannt. Das feste Ziel bleibt bestehen: Bis zum Frühjahr 2027 soll der Neubau fertig sein.

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Mittlerweile seien plangemäß die Erdarbeiten und die Rohbauarbeiten angelaufen, heißt es von der Stadt. Aktuell wird die Stahlbetondecke des Kellergeschosses fertiggestellt. Damit lässt sich das Herzstück der Anlage – ein 25-Meter-Schwimmerbecken mit sechs Bahnen – sowie das Lehrschwimmbecken mit Hubboden, das flexibel für verschiedene Nutzungen ausgelegt ist, bereits erkennen.
Im Kellergeschoss wird nach Angaben der Stadt hauptsächlich die technische Infrastruktur des neuen Hallenbades effizient organisiert. Während dort die gesamte Schwimmbadtechnik mit Badewasseraufbereitung und Pumpensystemen untergebracht wird, erfolgt die Lüftungstechnik zentral im Dachriegel. „Diese Kombination gewährleistet eine optimale Betriebsführung, hohe Energieeffizienz und eine angenehme Raumluft durch effektive Wärmerückgewinnung“, so die Verwaltung.
Hallenbad in Heißen: Auch ein Kinderbereich ist geplant
Die Stadt betont die Nachhaltigkeit des Projektes. Die Bauweise sei energetisch optimiert, man setze auf erhöhte Dämmstärken, eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung sowie die Nutzung von Photovoltaik (25 Prozent der Dachfläche) und Gründächern (61 Prozent der Dachfläche). Eine dreifache Fensterverglasung sowie die Verbindung aus Fernwärme und Photovoltaik sollen zu einer nachhaltigen Energieversorgung beitragen.
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Der Kinderbereich umfasst drei unterschiedlich tiefe Becken mit einer Gesamtfläche von 30 Quadratmetern, hier sollen sich die Kinder ans Wasser gewöhnen können. Spielerische Elemente wie Wasserschweife, sanfte Wasserfälle, zwei spritzende Wassertiere und ein Schiffchenkanal sollen für Abwechslung sorgen.
Freibadbetrieb ist in Heißen nicht mehr möglich
„Mit dem Neubau erhält die Stadt Mülheim an der Ruhr eine moderne, umweltfreundliche und funktionale Schwimmbadinfrastruktur – sogar mit mehr Wasserfläche als beim alten Hallenbad –, die sowohl Freizeit- als auch Schul- und Vereinssport bestmöglich unterstützt“, wird Oberbürgermeister Marc Buchholz in der Mitteilung zitiert.
Verzichten müssen die Besucherinnen und Besucher allerdings dauerhaft auf einen Freibadbetrieb, der beim alten Bad durch das Einfahren des Daches ermöglicht wurde. Immerhin sehen die Planungen eine große Liegewiese sowie eine 330 Quadratmeter große Terrasse im Außenbereich vor. Die Außenanlagen und die Zugänge zum neuen Hallenbad sind darüber hinaus barrierefrei gestaltet, mit taktilen Leitsystemen, 70 Fahrradstellplätzen und 35 Pkw-Stellplätzen, darunter zwei Behindertenparkplätze.
rku




