Es war ein Moment in der Ergotherapie. Die Therapeutin sang Mika (5) ein Lied vor wie zu Beginn jeder Sitzung. „Und auf einmal fixierte er sie mit seinem Blick und verfolgte jede ihrer Bewegungen. Ich weiß, dass das nicht nach viel klingt. Aber für uns ist es ein kleines Wunder. Bislang gingen wir davon aus, dass Mika blind ist.“ Andreas Holzinger und seine Frau widmen sich seit fünf Jahren Tag und Nacht ihrem durch einen Geburtsfehler schwerst mehrfach behindertem Sohn Mika.

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Durch Spenden aus Mülheim - organisiert von Unternehmer Stefan Bucksteegen - konnte vor kurzem die zweite Stammzellentherapie in den Niederlanden finanziert werden. Wie schon bei der ersten spendenfinanzierten Therapie verzeichnet die Familie auch diesmal wieder große Fortschritte. „Wenn meine Frau Mika fragt, ob er einen Kakao haben will, gibt er einen Laut von sich, der klingt wie ein Ja“, berichtet der Vater hörbar glücklich. Der Junge könne zudem besser den Kopf in Bauchlage halten. „Die Körperspannung ist besser.“
Der neue Rollstuhl passt nicht ins Auto
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Doch Familien wie Mikas werden immer auf besondere Hilfsmittel angewiesen sein. Egal ob Wohnumfeld, Freizeitgestaltung, Ausstattung oder persönlicher Lebensradius - all das wird sich immer an dem ausrichten müssen, was gerade geht. So ist Mika etwa nicht in der Lage, länger als drei Stunden Auto zu fahren, dann muss er sich hinlegen. Für Fahrten zur Reha in die Tschechoslowakei werden bis zu drei Hotelübernachtungen fällig. „Das geht ins Geld“, sagt der Vater.
Mülheimer Schicksale, die uns berühren:
Deshalb hat sich Unternehmer Stefan Bucksteegen etwas Neues einfallen lassen. „Wir haben noch 5000 Euro von der letzten Spendenaktion übrig. Die nehmen wir als Grundstock für ein rollstuhlgerechtes Auto.“ Denn auch hier hat sich etwas verändert. Nach einem Dreivierteljahr Kämpfen hat der größer werdende Mika endlich seinen ersten richtigen Rollstuhl bekommen (vorher hatte er einen Reha-Buggy). Der passt nicht ins Auto der Familie, ohne dass beide Räder, Kopfstütze und Griff abmontiert werden müssen. Zudem ist dann der Kofferraum voll und es passt kein Reisegepäck mehr rein.
Mülheimer Unternehmer will weiterhin helfen
Der Wunsch der Familie: Sie möchte sich einen Ford Tourneo Custom zulegen. Zusammen mit dem enorm kostspieligen Umbau mit Liegefunktion und Stromversorgung für den Sauerstoff, kostet das Fahrzeug 30.000 Euro. „Ich will der Familie helfen, dieses Geld zusammenzubekommen“, sagt Stefan Bucksteegen.
Wer Mika unterstützen möchte, kann sich auf der Spendenwebseite von Stefan Bucksteegens Charity-Aktion „WeRun4Kids“ informieren: werun4kids.de





