Die Umgestaltung des Rathausmarktes in Mülheim wird konkreter: Bereits im Jahr 2024 beschlossen, ist sie nun planerisch weiter ausgearbeitet und soll durch zusätzliche Maßnahmen ergänzt werden. Die Stadt will die Aufenthaltsqualität verbessern und die Barrierefreiheit der unter dem Platz befindlichen Tiefgarage gewährleisten. Über die planerischen Änderungen wird der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 15. Mai beraten und entscheiden, heißt es jetzt in einer Presseerklärung der Stadtverwaltung.

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Die Planung zur Umgestaltung der Platzfläche wurde demnach im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf angepasst. Besonderes Augenmerk liege auf der Begrünung des Platzes: Neue Hochbeete mit ansprechender Bepflanzung sollen – abweichend zu den bisher vorgesehenen ebenerdigen Beet-Bereichen – nicht nur für ein angenehmes Stadtklima sorgen, sondern laut Stadt auch optisch die Aufenthaltsqualität steigern.

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Das Platzhaus, das ein gastronomisches Angebot, einen Spielzeugverleih sowie eine öffentliche Toilette und weitere Serviceangebote beherbergen soll, erfährt in den überarbeiteten Plänen ebenfalls gestalterische Verbesserungen. Eine nachhaltige Wärmepumpe soll für eine effiziente Beheizung sorgen. „Das Konzept zum Betrieb des Platzhauses bleibt integrativ und lädt alle Generationen zum Verweilen ein“, so die Verwaltung.

Mülheim: Kosten für Umbau des Rathausmarktes steigen erheblich

Mit der Errichtung einer neuen Aufzugsanlage soll die Tiefgarage des Rathausmarktes künftig barrierefrei zugänglich werden. Besonders für mobilitätseingeschränkte Personen ist das wichtig, insbesondere was die Erreichbarkeit der Arztpraxen und Geschäfte in der Umgebung angeht. Die Maßnahme entstand auf Initiative der politischen Gremien und der Werbegemeinschaft Innenstadt und soll den Wegfall der rund 30 ebenerdigen Stellplätze verträglich gestalten.

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Allerdings wird das Projekt deutlich teurer: Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Rathausmarktes, den Bau des Platzhauses sowie die Errichtung der Aufzugsanlage und Überdachung des Tiefgaragenabgangs belaufen sich nach Angaben der Stadt auf rund 2,65 Millionen Euro – im vergangenen Jahr war noch mit einer Investition von 1,63 Millionen Euro geplant worden.

Die zusätzliche Aufzugsanlage und die Überdachung des Tiefgaragenabgangs waren bislang nicht Bestandteil der Planung und sollen nun nachträglich mit in das Projekt aufgenommen werden – das kostet demnach rund 507.000 Euro zusätzlich. Die übrigen Mehrkosten entfallen auf die angepasste Platzgestaltung und das Platzhaus. Bei Aufnahme der Mehr- und Zusatzkosten in die Städtebauförderung sind 20 Prozent der Kosten durch die Stadt zu tragen.

Sofern der Stadt am 15. Mai zustimmt, können die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Rathausmarktes noch in diesem Jahr mit dem Abriss des Kiosks beginnen.