Dieser Abend vor ziemlich genau einem Jahr sollte für Joshua und Maximilian zu einer ganz besonderen Nacht werden. Denn damals, bei der ersten Mülheimer Nacht der Ausbildung, wurden die beiden jungen Männer auf das Unternehmen aufmerksam, bei dem sie heute ihre Ausbildung machen. Heute sind sie überzeugt: „Das war das Beste, was uns passieren konnte.“

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Eines wusste Joshua Prpic im Frühjahr 2024 ganz genau: Weiter studieren, das wollte er auf keinen Fall. Denn das Lehramtsstudium war so gar nichts für ihn. Also sah sich der heute 21-Jährige nach einer neuen beruflichen Perspektive um. Bei der Rheinisch-Westfälische Wasserwerks GmbH (RWW) stieß er auf den neuartigen Ausbildungsberuf des Umwelttechnologen. „Ich war davon fasziniert, weil der Beruf so vielfältig ist – er vereint naturwissenschaftliche, handwerkliche und elektronische Aspekte. Damit kann man überall arbeiten“, erzählt Prpic und fügt lächelnd hinzu: „Deshalb war für mich klar, dass ich bei der Nacht der Ausbildung unbedingt zum RWW wollte.“ Dass ihn dabei ein Shuttle-Bus zur Moritzstraße in Styrum kutschiert hat, fand der junge Mann zudem sehr praktisch.

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Neugieriger Bewerber fragt Azubis in Mülheim aus

Bei dem Abend, an dem Mülheimer Unternehmen sich für potenzielle neue Azubis öffnen, stellte er ganz offen die Fragen, die ihm unter den Nägeln brannte: „Ich hab die Jungs, die damals schon Azubis waren, gefragt: Jetzt sagt doch mal ehrlich, wie es hier ist. Da haben alle direkt gesagt: Das war die beste Entscheidung. Da war ich so begeistert.“ Also reicht Joshua schnell seine Bewerbung ein – „15 Minuten, nachdem ich wieder zu Hause war, habe ich sie hochgeladen“. Als die Zusage kam, habe er sich richtig auf den 1. August, den Ausbildungsstart, gefreut.

RWW-Azubis in Mülheim an der Ruhr
Maximilian Ladage (17) wird zum Industriemechaniker ausgebildet.© FUNKE Foto Services | Martin Möller

Auch für Maximilian Ladage war die Nacht der Ausbildung im vergangenen Jahr „der ausschlaggebende Punkt, um mich beim RWW zu bewerben“. Dass er Industriemechaniker werden möchte, wie sein Vater, stand für den 17-Jährigen längst fest. Doch welche Branche sollte es sein? „Hier arbeiten wir bei einem der größten Wasserversorger Deutschlands und noch dazu mit dem wichtigsten Lebensmittel – das ist zukunftssicher und eine Branche, die wichtig ist.“ Etwa zehn Bewerbungen hatte der Jugendliche rund um seine Berufserkundung mit Besuchen auf Jobmessen und bei der Nacht der Ausbildung losgeschickt – „vom RWW hab ich am schnellsten Antwort bekommen und auch am freundlichsten“.

Mülheimer Wasserversorger RWW sucht Azubis

Dass sie sich ins Zeug legen müssen, um die gewünschten Azubis letztlich auch für sich zu gewinnen, weiß auch RWW-Ausbildungsleiter Jan Kohlbrecher: „Wir brauchen Azubis und versuchen, mit unterschiedlichen Formaten die Hürden so niedrig wie möglich zu halten, wie bei der Nacht der Ausbildung, wo die Besucher einiges selbst ausprobieren können.“

Für sie, sagen Joshua und Maximilian, sei ihr Ausbildungsbetrieb RWW „zu einem kleinen Zuhause“ geworden. „Hier kennt jeder jeden. Wir sind von Anfang an einbezogen worden, können selbstständig arbeiten und haben viel freie Hand.“ Dass es erst ein Jahr her ist, dass sie zum ersten Mal beim RWW reingeschnuppert haben während der Nacht der Ausbildung, können sie selbst kaum glauben, so sehr fühlen sie sich bereits zugehörig. Umso gespannter sind Joshua und Maximilian darauf, Schülern, die jetzt auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, bei der Nacht der Ausbildung zu zeigen, warum es sich lohnt zu kommen.

RWW-Azubis in Mülheim an der Ruhr
Joshua Prpic (21, r.) hat eine Ausbildung zum Umwelttechnologen für Wasserversorgung beim RWW Mülheim begonnen.© FUNKE Foto Services | Martin Möller

Nacht der Ausbildung in Mülheim: Per Bus zu potenziellen Arbeitgebern

Ende März haben die nächsten Schülerinnen und Schüler die Chance, während der Nacht der Ausbildung ihren Traum-Arbeitgeber kennenzulernen, so wie es Joshua und Maximilian im vergangenen Jahr gemacht haben. Am Freitag, 28. März, können Interessierte von 16 bis 20 Uhr mehr als zehn Mülheimer Unternehmen besuchen, die auf der Suche nach Auszubildenden sind.

Dazu zählen unter anderem das Evangelische Krankenhaus, das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Pflege Behmenburg, das Gesundheitszentrum Physalis, die Stadtverwaltung samt Berufsfeuerwehr, die WSS GmbH, Salzgitter Mannesmann Handel, Siemens Energy, Edeka Paschmann, dm-Drogeriemarkt, Elomech, KNDS in der Friedrich-Wilhelms-Hütte, die Agentur für Arbeit sowie die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerks GmbH, bei der Joshua und Maximilian ihre Ausbildung machen.

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Bei der Nacht der Ausbildung steuern Shuttle-Busse von der Kaiserstraße, dem Sitz der Agentur für Arbeit, die Mülheimer Betriebe an. Vor Ort geben dann Auszubildende und Ausbildende praktische Einblicke ins Unternehmen und informieren über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten. Auch Bewerbungsunterlagen können direkt übergeben werden oder Anfragen für einen Praktikumsplatz gestellt werden.

Anmeldungen für die kostenlose Teilnahme an der Nacht der Ausbildung sind noch bis zum letzten Tag möglich und für die bessere Planbarkeit nötig – auch bei eigener Anreise zu den Unternehmen. Auch Eltern oder andere Begleitpersonen dürfen mitkommen. Informationen zum Ablauf sowie zur Anmeldung unter: https://eveeno.com/mhnda