Seit Montagmorgen verkaufen Supermärkte Raketen und Knaller für die Silvesternacht. Der Andrang war vielerorts riesig. Ein Duisburger Supermarkt hat sich allerdings bewusst dagegen entschieden, Böller ins Sortiment aufzunehmen. Bei Rewe Feldkamp in Duissern und Bergheim sucht man Feuerwerksartikel vergebens. „Auch in diesem Jahr verzichten wir aus Gründen des Umwelt- und Tierschutzes vollständig auf den Verkauf von Feuerwerk“, begründet das Betreiberpaar Feldkamp seine Entscheidung.

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Ganz überraschend kommt das nicht: Rolf und Melanie Feldkamp verzichten schon seit einigen Jahren auf den Verkauf. „Wir haben selbst einen Hund und eine Katze und bekommen ja mit, was die Knallerei mit den Tieren macht“, erklärt Melanie Feldkamp. Auch der ganze Feinstaub, der entstehe, würde dafür sprechen, aufs Knallen zu verzichten.
Duisburger Polizei geht gegen wilde Böllerei vor
Zumal: Geböllert wird nicht nur Silvester. In der Nacht von Montag auf Dienstag haben sich zahlreiche Anrufer bei der Polizei Duisburg gemeldet, weil überall schon Explosionen zu hören sind. Beamte sind im Zeitraum von 16 bis 2 Uhr zu zahlreichen Einsätzen ausgerückt. Neben gravierenden Vorfällen in Hochfeld, bei denen Jugendliche am Montagabend Bahnen mit Feuerwerkskörpern angegriffen haben, meldeten Menschen aus Wanheimerort, Wedau, Meiderich, Hochheide, Rheinhausen und Rumeln immer wieder Vorfälle.
Wir haben selbst einen Hund und eine Katze und bekommen ja mit, was die Knallerei mit den Tieren macht.
Melanie Feldkamp bietet in ihrem Rewe-Markt keine Knaller an.
Die Debatte um die Silvester-Böller polarisiert. Für ihre Entscheidung werden die Feldkamps von vielen Kunden beglückwünscht. „Richtig gute Sache“, schreibt eine Duisburgerin in den sozialen Netzwerken. Andere honorieren die Entscheidung mit einem Daumen nach oben.
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Wer unbedingt Raketen kaufen möchte, geht bestimmt woanders einkaufen. Melanie Feldkamp betont: „Klar, an Feuerwerksartikeln verdienen Einzelhändler mehr als an einem Pfund Kaffee. Das wäre für mich aber kein Grund, die Sachen wieder ins Sortiment zu nehmen.“






