Der Rheinpark in Duisburg hat eine neue Attraktion: Die Aussichtsplattform Skywalk ist fertig. Das melden die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD), die Fotos von der Konstruktion veröffentlicht haben. Der Wermutstropfen: Den Skywalk können Duisburgerinnen und Duisburger erst betreten, wenn 2027 die Internationale Gartenausstellung (IGA) auf dem Gelände in Hochfeld eröffnet. Nicht nur deshalb polarisiert das Bauwerk.

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Anfang Mai hatten die Bauarbeiten für die Stahlkonstruktion an der bekannten Erzbunkerwand und der Skateanlage begonnen. Die Plattform soll das neue Wahrzeichen des Rheinparks werden. Der Skywalk bietet neue Perspektiven auf den Strom und die Schiffe, den Rheinpark und die Stadt. Besonders hoch hinaus geht es trotz des Namens für Besucher zwar nicht, sie stehen auf etwa neun Meter Höhe. Aber die Plattform ist 50 Meter lang und acht Meter breit, bietet also vielen Menschen viel Platz.
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Und über eine 27 Meter lange Brückenkonstruktion können gehbehinderte und andere mobilitätseingeschränkte Personen die Aussichtsplattform ohne Hilfsmittel und aus eigener Kraft erreichen. Außerdem bietet der Skywalk erstmals Einblicke in die Erzbunkerwand von oben. Der Skywalk überspannt die Hälfte der Erzbunkerwand, ohne die Sicht auf und den Zugang zu dieser zu versperren. Die Wand ist wegen ihrer Graffitis ein beliebter Fotospot.
Skywalk im Rheinpark Duisburg-Hochfeld: Anziehungspunkt – auch nach Sonnenuntergang

Die von den Wirtschaftsbetrieben veröffentlichten Fotos zeigen nun erstmals, wie die Plattform und das Innere der Erzbunkerwand ab 2027 illuminiert werden. So soll der Skywalk auch nach Sonnenuntergang ein stimmungsvoller Anziehungspunkt werden.
„Für den Bau kam verzinkter, besonders robuster Stahl zum Einsatz, der den Witterungsbedingungen am Rhein dauerhaft standhält“, erklären die WBD. „Der Bodenbelag ist rutschfest ausgeführt, um auch bei Regen und Nässe ein sicheres Begehen zu ermöglichen. Der Zugangssteg weist eine moderate Steigung von maximal sechs Prozent auf – damit bleibt der Skywalk vollständig barrierefrei und für alle gut erreichbar.“

Die Plattform ruht auf mehreren Stützenfundamenten, die speziell für die besonderen Bodenverhältnisse des ehemaligen Industrieareals entwickelt wurden. „Sie tragen die gesamte Konstruktion und sorgen für Stabilität, auch bei hohen Besucherzahlen und Windbelastungen“, so die verantwortlichen WBD. „Die Tragwerksplanung wurde exakt auf diese Anforderungen abgestimmt, um den Skywalk langlebig, sicher und wartungsarm zu gestalten.“
Auch der Skywalk ist erst dem ab 23. April 2027 begehbar
Besichtigen können die Duisburger den Skywalk allerdings erst in anderthalb Jahren. Der Rheinpark, einer der drei Hauptspielorte der im gesamten Ruhrgebiet veranstalteten IGA, wird erst mit der Eröffnung der Gartenschau ab dem 23. April 2027 wieder zugänglich sein. Bis dahin laufen auf dem abgesperrten Gelände die Umbauarbeiten. Während der Ausstellung bis zum 17. Oktober müssen Besucherinnen und Besucher Eintritt zahlen. Für alle gratis zugänglich ist auch der neue Skywalk also erst ab Mitte Oktober 2027.
Der Rheinpark wird für 80 Millionen Euro umgebaut – für die IGA, vor allem aber für die Zeit danach. Die Stadt Duisburg investiert alles in allem 40 Millionen Euro in IGA und Park, weitere 40 Millionen Euro schießen Bund und Land an Fördermitteln zu. Viele Attraktionen bleiben den Duisburgern über die Großveranstaltung hinaus erhalten.
Riesiger Spielplatz entsteht, Skateranlage wird vergrößert
So entsteht in der Nähe von Erzbunkerwand und Skywalk auf 2000 Quadratmetern Duisburgs neuer größer Spielplatz. Gebaut wird ein „inklusives Großspielgerät“. Auch die Skater, die während des Umbaus auf die beliebte Anlage verzichten müssen, dürfen sich freuen: Der Skaterpark wird vor der IGA um 320 Quadratmeter vergrößert.
Vom Skywalk aus hat man also in Zukunft nicht nur Rhein, Park und Skyline im Blick, sondern auch die Skater und den Spielplatz. Und während der IGA liegt Besuchern auch noch die „Rosenkönigin“ zu Füßen, das einzige große Rosenfeld der IGA im Revier. Während der Schau versprechen die Veranstalter die größte Blumenausstellung Deutschlands mit einer Halle und etlichen Großbeeten.
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Der „Skywalk“ polarisiert
Die Wirtschaftsbetriebe haben die Fotos vom fertigen Skywalk auch in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Dort gibt es viele Likes, zumindest in den Kommentaren aber polarisiert die Konstruktion: Die einen freuen sich über die Attraktion und auf die Aussicht sowie den neuen Rheinpark. Die Kritikpunkte anderer Nutzer: Der Name „Skywalk“ sei irreführend, das Bauwerk architektonisch nicht gelungen und Geldverschwendung. Die Kommentare verdeutlichen wieder einmal: Das Projekt IGA und die Vorteile für Duisburg und Hochfeld sind vielen Einwohnern weiterhin noch nicht bekannt.
>> IGA 2027 hofft auf eine Million Besucher in Duisburg
- Ursprünglich sollte der Wasserturm in unmittelbarer Nähe als Aussichtspunkt für die IGA genutzt werden. Das aber war nicht barrierefrei möglich. Der begehbare Balkon am Restaurant Ziegenpeter ist ebenfalls nicht barrierefrei.
- Den Skywalk haben die Wirtschaftsbetriebe auch selbst entworfen. Christine Boßeler und Amjad Dabbas aus dem Fachbereich Brückenbau haben die Konstruktion geplant.
- Die IGA findet vom 23. April bis 17. Oktober 2027 statt und ist dann erstmals in Nordrhein-Westfalen zu Gast: in 53 Städten des Ruhrgebiets. Einer von drei Hauptspielorten („Zukunftsgärten“), an denen Besucher Eintritt zahlen müssen, ist der Rheinpark.
- Die Veranstalter hoffen alleine in Duisburg auf eine Million Besucher.





