Stadtrat, Bezirksvertretungen, Integrationsrat, Ruhrparlament und der Oberbürgermeister stehen am Sonntag, 14. September, in Duisburg zur Wahl. Obwohl die Stimmen selten so viel Gewicht haben wie bei der Kommunalwahl, blieben 2021 gut 60 Prozent der Duisburger zu Hause. Mit einer breitangelegte Kampagne will Stadtdirektor Martin Murrack die Wahlbeteiligung steigern. „Da ist noch viel Luft nach oben“, sagt der Wahlleiter.
Für mehr Wahlbeteiligung in Duisburg: Freigetränke für Briefwähler am Rathaus
Zu einem „Tag der Demokratie“ lädt die Stadt deshalb am Samstag, 6. September, von 10 bis 16 Uhr ein. Auf dem Burgplatz vor dem Rathaus gibt es vom Hauptausschuss Duisburger Karneval (HDK) Gutscheine für Freigetränke, die am Bierwagen eingelöst werden können. Drinnen ist die Briefwahlstelle geöffnet, die Bürger können Fragen stellen und direkt ihre Stimme abgeben.
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Auf großflächigen DIN-A2-Plakaten werben Azubis der Verwaltung gemeinsam mit Duisburg Kontor für die Teilnahme an der Wahl, in der Woche vor dem 14. September erinnern Spots auf Radio Duisburg an die Bedeutung der Stimmabgabe, außerdem gibt es Social-Media-Aufrufe.
8000 junge Duisburger über 16 dürfen erstmals wählen
Schon 16-Jährige sind wahlberechtigt. Besondere Aufmerksamkeit gilt deshalb den rund 8000 Erstwählern. Sie werden in einem gemeinsam mit dem Jugendring verfassten Brief aufgefordert, mit ihrer Stimme die Politik der Stadt Duisburg und des Ruhrgebiets aktiv mitzugestalten.

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Nie dürfen so viele Duisburger wählen wie bei der Kommunalwahl: 355.000 Deutsche und EU-Bürger wählen Rat, Bezirksvertretungen, OB und RVR-Parlament. 150.000 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit dürfen ihre Stimme bei der Integrationswahl abgeben.
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Für alle werden ab dem 12. August die Wahlbenachrichtigungen versendet. Sie tragen einen QR-Code für die Beantragung der Briefwahlunterlagen, die auch online unter briefwahl.duisburg.de oder schriftlich (Wahlscheinantrag auf der Rückseite) sowie per E-Mail (briefwahl@stadt-duisburg.de) und persönlich angefordert werden können. Briefwahlämter werden vom 11. August bis zum 12. September in allen Bezirksämtern, der Stabstelle Wahlen (In den Haesen 84/Homberg) und im Rathaus am Burgplatz (Raum 67) eingerichtet.

Briefwahlunterlagen: Stadt lässt extern drucken
Für Druck und Versand der Briefwahl-Unterlage hat die Stadt erstmals nicht das eigene Druckzentrum, sondern einen externen Anbieter beauftragt. „Die Aufgabe ist komplex, weil bei fünf Wahlen und unterschiedlichen Wahlgebieten und wahlberechtigten Gruppen viele Kombinationen von Wahlzetteln möglich sind“, erläutert der Stabsstellenleiter Wahlen, David Müller-Warnecke, die Entscheidung, einen damit erfahrenen Dienstleister zu beauftragen.
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Wer bis zum 18. August keine Wahlbenachrichtigung bekommen hat, sollte sich umgehend unter der 0203/283-3333 mit der Stabsstelle Wahlen in Verbindung setzen. Die Zustellung der Briefwahlunterlagen kann in den ersten beiden Wochen nach Antragsstellung bis zu 10 Werktage in Anspruch nehmen.
Keine eigene Wahlbenachrichtigung wird für die Stichwahl zur Oberbürgermeister-Wahl versendet. „Die ist sehr wahrscheinlich“, sagt Wahlleiter Murrack mit Blick auf elf Kandidatinnen und Kandidatinnen. Für einen Erfolg im ersten Wahlgang braucht ein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen. Termin für die Stichwahl ist Sonntag, 28. September.
>> Noch fehlen 1000 von 4500 Wahlhelfern
- Um den Ablauf der Wahl und die Stimmauszählung in 323 Wahllokalen und 125 Briefwahl-Bezirken zu organisieren, werden rund 4500 Wahlhelfer benötigt.
- Rund 2500 kommen aus Reihen der Stadtverwaltung. „Wir brauchen noch rund 1000 freiwillige Wahlhelfer“, wirbt Stabsstellenleiter Müller-Warnecke.
- Der „Dienst an der Demokratie“ wird belohnt: Die Helferinnen und Helfer bekommen ein „Erfrischungsgeld“ zwischen 50 und 110 Euro (gestaffelt nach Aufgabe), 20 Euro Zuschlag pro Wahl gibt es für jene, die mehrfach mitgemacht haben.
- Die Wahlhelfer werden in Präsenzschulungen und Online-Seminaren auf ihre Aufgabe vorbereitet.
- Wer helfen möchte, meldet sich unter 0203 283-4399, per E-Mail: wahlhelfer@stadt-duisburg.de oder auf duisburg.de







