Bei den Kommunalwahlen am 14. September wollen zwölf Duisburgerinnen und Duisburger für das Amt des Oberbürgermeisters beziehungsweise der Oberbürgermeisterin kandidieren. Für die Ratswahl sind je nach Kommunalwahlbezirk maximal 17 Wahlvorschläge eingegangen.

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Das teilt Stadtsprecher Falko Firlus auf Nachfrage mit. Die Parteien und Wählerbündnisse hatten bis zum 7. Juli Zeit, ihre Wahlvorschläge für die Kommunalwahlen einzureichen. In Duisburg stehen am 14. September der Oberbürgermeister, der Stadtrat, die sieben Bezirksvertretungen, der Integrationsrat sowie die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ( „Ruhrparlament“) zur Wahl.

Für die OB-Wahl sind zwölf Vorschläge eingegangen – bislang öffentlich noch nicht bekannt war, dass die Satirepartei Die PARTEI (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative) ebenfalls eine Kandidatin nominiert. Bei der Ratswahl 2020 gewann die Partei 1,14 Prozent der Stimmen und ist seither durch Matthias Eidens im Rat vertreten. Die Wahlvorschläge:

Kommunalwahlen in Duisburg: Wahlausschuss entscheidet am Dienstag über Zulassung

Die Kandidatinnen und Kandidaten müssen noch vom Wahlausschuss zugelassen werden. Dieser entscheidet in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 15. Juli, ab 15 Uhr im Rathaus (Raum 100). Dem Wahlausschuss gehören zehn Beisitzerinnen und Beisitzer an (SPD: 3, CDU: 2, Grüne: 2, AfD: 1, Junges Duisburg: 1, Parteilos: Norbert Broda).

OB-Wahl: Stichwahl wahrscheinlich

Parteien, Wählerbündnisse und Einzelbewerber, die in der laufenden Wahlperiode nicht durchgängig im Rat vertreten waren, haben es in Duisburg vor dieser Wahl besonders schwer, Wahlvorschläge zu machen. Sie müssen besonders viele Unterstützerunterschriften sammeln (510), da sich die geforderte Anzahl nach der Größe des Rates bemisst und der Duisburger Rat nach der Kommunalwahl 2020 wegen Überhangmandaten der SPD und Ausgleichsmandaten um 30 Extra-Sitze auf 102 gewachsen war. Mehr Mitglieder hat in NRW kein anderer Rat.

Bei zwölf OB-Kandidatinnen und -Kandidaten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch der favorisierte Amtsinhaber Sören Link im ersten Wahlgang nicht die notwendige absolute Mehrheit erhält und in die Stichwahl (28. September) muss. Zumal anders als bei seiner letzten Wahl 2017 auch CDU, AfD und Grüne und Junges Duisburg eigene Kandidaten beziehungsweise eine eigene Kandidatin ins Rennen schicken.