Wer einen schönen Stellplatz in Dortmund braucht, muss nicht lange suchen. Allein das Online-Portal „park4night“ listet über 30 Orte in der Stadt auf, an denen man mit dem Wohnmobil gut übernachten kann. Allerdings: Wer dazu noch Service braucht, für den gibt es nicht viele Möglichkeiten.
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Strom, Frischwasser, Abwasserentsorgung, Sanitärräume: Reisemobilfahrer sind darauf früher oder später angewiesen. Doch gerade einmal an zwei Standorten in Dortmund wird das ganze Rundumpaket für Camper angeboten.
Zunächst ist da der Campingplatz in Syburg, der einzige der Stadt. Bekannt ist er als grüne Urlaubs-Oase für 290 Dauercamper, aber es gibt dort auch 120 Stellplätze für „echte“ Touristen, Wohnwagen und Reisemobile also. Die Kosten für einen Stellplatz beginnen ab zehn Euro, noch mal zehn Euro kommen pro Erwachsenen dazu. Die Beurteilungen im Portal zu Lage und Service sind durchweg positiv, lediglich ein Besucher stört sich an den Geräuschen der nahegelegenen Autobahn.
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Toppark in Dortmund-Wischlingen bietet auch Mega-Stellplätze an
Der zweite Anbieter für Camper-Versorgung in Dortmund fährt ein ganz anderes Konzept. Der Toppark in Wischlingen hat sich auf Wohnmobile spezialisiert. Er verfügt über vier Mega-Stellplätze (14 x 6 m) und 54 Standardplätze (10 x 6 m) für Wohnmobile und liegt in unmittelbarer Nähe zum Revierpark mit Schwimmbad, Spielplätzen und Biergarten. Das alles hat seinen Preis.
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Ab 18,95 Euro pro Nacht geht‘s los, pro Person kommen noch zwei Euro oben drauf. „Schon happig“, heißt es dazu in den Bewertungen. „Preislich übertrieben“. Kritisiert wird außerdem, dass es insgesamt nur fünf Sanitärräume gibt. „Da heißt es Schlange stehen.“ Gelobt werden hingegen übrige Ausstattung und die Lage. „Perfekt, wenn man (...) für ein Fußball-Wochenende in Dortmund ist.“

Nur zwei Mal Rundum-Versorgung in Dortmund. Aber zumindest Zugang zum Strom gibt‘s auch bei der Firma Dürrwang-Mörlein. Der Wohnmobil-Händler bietet auf seinem Grundstück an der Gneisenauallee in Derne acht Stellplätze gratis zum Übernachten an. Strom gibt‘s für drei Euro – allerdings nur zu den Öffnungszeiten. Die Kunden danken für den Service: „Kostenlos und absolut sicher“.
Camper teilen ihre Entdeckungen auf „park4night“ mit anderen
Kostenlos sind auch alle anderen Übernachtungsmöglichkeiten, die in der Übersichtskarte von „park4night“ in Dortmund angezeigt werden. Dabei handelt es sich meist um normale Parkplätze, die aber groß genug sind, dass Womos dort gut stehen können und bestenfalls niemanden stören. Mit einem Klick auf den Standort erfährt man, was sie sonst noch auszeichnet.

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Mal ist es eine schöne Aussicht, mal die Nähe zum Bäcker oder Bus – je nachdem, was die Reisenden eben begeistert hat. Denn eingestellt werden die Plätze in den allermeisten Fällen nicht von kommerziellen Stellplatz-Anbietern, sondern von Campern selbst, die ihre Entdeckungen und Erfahrungen mit anderen teilen wollen. Über 200.000 Orte weltweit sind in der App inzwischen registriert worden, mit über 8 Millionen Downloads bezeichnen sich die Betreiber als europäischer Marktführer in der Branche.
Unsere WochenDOsis zum Thema Camping in Dortmund:
- Camping im Kontrast: So leben die Dauercamper in Dortmund
- Camping im Löschfahrzeug: „Haben ein Stück Seele gekauft“
- Übernachten mit Wohnmobil: Das empfehlen Camper in Dortmund
- Mit Kind und Kegel auf Reisen: Tipps für das richtige Wohnmobil
- Wohnmobile als Dauerparker in Dortmund – Was ist erlaubt?
Dass es sich um persönliche Eindrücke handelt, ist dabei Fluch und Segen zugleich. Die Eindrücke sind zwar authentisch, aber eben auch sehr persönlich geprägt. So wie bei allen Bewertungen im Internet ist Vorsicht geboten, bevor man etwas glaubt. Und genau hinsehen: Ist das Parken am genannten Ort wirklich erlaubt? Zudem sind Reisemobile auch nicht überall gern gesehen. Auf dem kleinen Parkplatz direkt am Phönixsee etwa, der für seinen Ausblick gelobt wird, kommentiert eine Nutzerin, dort gebe es regelmäßig Ärger: „Die Parkplätze, Einfahrten, etc. der Anwohner werden bei schönem Wetter ohnehin schon von Besuchern blockiert…“
Parkplatz-Insider-Tipps haben ihre Tücken
Nicht immer zur Freude der übrigen Parkplatz-Sucher werden in dem Portal, das in der Basis-Version kostenlos ist, häufig öffentliche Parkplätze an Sportplätzen, Friedhöfen und Schulen aufgelistet. Und an Kleingartenanlagen, am Emscherpfad etwa. „Zufahrt sehr eng“, heißt es dort – da ist Ärger programmiert.

Weniger problematisch dürfte es auf Parkplätzen werden, wo nur wenige Anwohner betroffen sind. An der Uni beispielsweise („nur am Wochenende zu empfehlen“), am Fredenbaum („morgens kräht ein Hahn sehr laut“), auf dem Gelände von Phönix-West („tagsüber viele Radfahrer“) oder dem Gewerbegebiet am Ikea-Verteilzentrum. Gemütlich geht allerdings anders: „Keine Infrastruktur, nur Mülleimer.“ Schöner ist es da schon an der leerstehenden Schule an der Sckellstraße, direkt am Westfalenpark. Der inzwischen leicht verwunschene Parkplatz bekommt fast fünf Sterne: „Richtiger Insider-Tipp“.
Natur pur: Parkplatz mitten im Wald
Zwei Orte in Dortmund haben in der App ein besonderes Prädikat bekommen: „Umgeben von Natur“ gilt der Parkplatz an der Stockumer Straße 133a („mitten im Wald“). Der Fredenbaum punktet am Westerholz außerdem mit Dortmunds einzigem Stellplatz mit Picknickmöglichkeit („allerdings wetterbedingt extrem matschig“).
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Dafür ist aber ein Teich in der Nähe – und Übernachten am Wasser beliebt. Es muss dabei nicht immer der Phönixsee oder Kanal sein. Auch das Freibad Wellinghofen hat mit mehreren Parkmöglichkeiten unter den Campern einige Fans („von der Welt vergessen“). Idylle also? Schön und gut. Doch wenn man die Kommentare zu den verschiedenen Stellplätzen liest, scheint das Top-Kriterium der Wohnmobilisten für eine Übernachtung in Dortmund aber etwas ganz anderes zu sein: „Das Stadion ist fußläufig erreichbar!“






