Die Sommerferien haben gerade erst begonnen, doch der Urlaub lässt noch auf sich warten? Zum Glück bietet der Niederrhein mehr als genug Ausflugsziele, die sich hervorragend für einen Ferientag in der Heimat eignen! Wir haben vier Beispiel-Tage geplant, die sowohl geografisch als auch thematisch zueinanderpassen. Egal ob mit Familie, mit dem Partner oder alleine. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Tag 1: Picknick Wunderbar am Martinsee und anschließend Baden am Auesee
Wie könnte der Tag schöner anfangen, als mit einem entspannten Picknick am See? Bei „Picknick Wunderbar“ in Schermbeck kann eine bunte Holzhütte samt gepacktem Picknick-Korb gebucht werden. Insgesamt gibt es sieben Picknickplätze am Martinsee. Sitzgelegenheiten gibt es ebenfalls. Wer sich eine der Hütten mietet, sitzt gemütlich, umgeben von Weinreben. Falls es regnet oder die Sonne zu heiß wird, kann man sich in die Hütte zurückziehen.
Gebucht wird online unter www.picknickwunderbar.de, bei den Startzeiten kann zwischen 9 oder 14 Uhr ausgewählt werden. Neben der Möglichkeit, direkt am See zu sitzen, bieten die Betreiber auch den Platanenhof als Picknick-Location an. Dort sind auch Hunde erlaubt. Wer sich für einen Platz entschieden und die Personenzahl ausgewählt hat, der kann sich seinen Picknick-Korb (ab 7,90 Euro) zusammenstellen. Im Angebot sind Frühstücksvariationen, auch glutenfrei, sowie „westfälische Tapas“. An Getränken gibt es von Kaffee, Saft oder Bier bis hin zu Champagner eine große Auswahl. Am See muss pro Person ein Seezuschlag von 3,90 Euro gezahlt werden. Früh buchen ist unbedingt empfehlenswert!

Schwimmen ist im Martinsee leider nicht erlaubt. Wer sich trotzdem gerne im Wasser austoben möchte, der kann in den Auesee in Wesel hüpfen. Die Picknick Wunderbar und das Strandbad Auesee, Auedamm 39, sind mit dem Auto rund 25 Minuten voneinander entfernt. Das „Schmuckstück der Hansestadt“, wie es auf der Internetseite der Stadt Wesel genannt wird, liegt direkt vor den Toren der Stadt. Wer sich erst einmal die Beine nach dem Picknick vertreten muss, der kann das auf dem sieben Kilometer langen Rundweg tun. Für alle, die sich direkt im Wasser erfrischen wollen, gibt es eine Badebucht mit Liegewiese und Sandstrand.
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Tag 2: Kanutour auf der Niers und anschließend Besuch im Gelderner Kanelkaffee

Wer am Niederrhein eine Kanutour unternehmen möchte, wird vor allem auf der Niers fündig. Zwischen Süchteln und Geldern bieten verschiedene Verleiher ruhige, anfängerfreundliche Strecken durch die typische Niederrhein-Landschaft an. Der Fluss gilt als für Einsteiger gut geeignet, weil die Strömung ruhig ist. Eine der Strecken führt zum Beispiel in 3,5 Stunden 13 Kilometer nach Kevelaer. Alternativ zum Kanu kann man je nach Gruppengröße auch mit dem Kajak, Kanadier oder Schlauchboot paddeln. Für Erwachsene starten die Preise je nach Strecke bei 17 Euro, Kinder bis vier Jahre fahren kostenlos. Weitere Infos gibt es unter www.freizeitexperten.de/paddeln-auf-der-niers/.
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Danach braucht es eine Stärkung. Wie wäre es mit Mandeltårta, Zimtschnecken oder Kardamomknoten? Im schwedischen Café Kanelkaffe backen Betreiberin Julia Alders und ihr Team alles selbst. So lässt sich die „Fika“, die typische schwedische Kaffeepause, richtig genießen. Auch andere, herzhafte Gerichte stehen auf der Karte. Ihre Namen sind inspiriert von schwedischen Klassikern wie Michel aus Lönneberga oder Pettersson und Findus. Auch Astrid Lindgren darf natürlich nicht fehlen. Das „Kanelkaffe“ befindet sich an der Glockengasse 14 in Geldern. Es hat täglich, außer mittwochs, von 9 bis 17.30 Uhr geöffnet. Weitere Infos sind online zu finden unter: kanelkaffe.de
Tag 3: Wanderung zum Rohrdommelprojekt in Nettetal und anschließend zum Kletterwald Niederrhein
Der Niederrhein ist bekannt für seine Natur. Nach einem stärkenden Frühstück mit den Liebsten zu Hause lockt eine Wanderung zum Rohrdommelprojekt ins EU-Vogelschutzgebiet Maas-Schwalm-Nette Platte am De Wittsee. Seit der Umsetzung des Rohrdommelprojekts im Jahre 2009 hat sich an der gefluteten Fläche zwischen De Wittsee und Leuther Mühle viel getan. Viele Röhrichtbrüter zieht es ins zehn Hektar große Gebiet. Am Aussichtsturm gibt es eine tolle Möglichkeit zur Vogelbeobachtung. Nach der kleinen Wanderung gibt es auch Einkehrmöglichkeiten, etwa das Haus Bey und das Restaurant am Krickenbecker See.
Nachmittags ruft dann der Wald. Etwa 10 Autominuten entfernt, Heide 2, in Nettetal, liegt der Kletterwald Niederrhein in Nettetal. Das Auto auf dem Parkplatz abstellen, kurz über den großen Spielplatz laufen und schon ist man da: Hier hilft ein Team aus erfahrenen Kletternden, die Baumkronen sicher zu besteigen: Erst den Gurt anlegen, dann geht es zur Einführung. Anschließend ruft die Höhe. Die verschiedenen Routen sind unterschiedlich hoch und halten für jeden Kletternden die richtige Dosis an Adrenalin bereit. Wer traut sich auf die schwarze Route? Ein Tagesticket für Erwachsene kostet 35 Euro. Ein Flexticket für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren kostet 21,50 Euro. Die Öffnungszeiten können sich aufgrund der Buchungslage sowie der Wetterlage ändern. Auf der Webseite www.kletterwald.net sind aktuelle Informationen zu finden.

Wer zwischendrin eine Pause braucht oder die Abkühlung im schattigen Wald genießen will, kann sich am Waldkiosk des Kletterparks eine Stärkung besorgen oder ein selbst mitgebrachtes Picknick auf den zahlreichen Pausenbänken unter den Kletterrouten abhalten. Nach diesem Tag bei Nettetal schlafen alle Familienmitglieder gut.
Tag 4: Irrland Kevelaer und anschließend Grillen mit den Kevelaerer Landmomenten

Im Irrland in Kevelaer wird der Ferienausflug schnell zum kleinen Abenteuer für die ganze Familie. Zwischen weitläufigen Spiel- und Kletterlandschaften, riesigen Rutschen und tierischen Begegnungen mit seltenen Fasanenvögeln können Kinder nach Herzenslust toben, während Eltern die entspannte Atmosphäre auf den großzügigen Wiesen genießen. Besonders an warmen Sommertagen sorgen Wasserspielbereiche für willkommene Abkühlung – Wechselkleidung ist hier Pflicht! An Regentagen locken Indoor-Attraktionen wie das Maisschwimmbad oder das Da-Vinci-Haus. Ein bisschen Rätseln darf natürlich auch nicht fehlen: Wer schafft es zuerst aus dem Bambus-Labyrinth? Das Irrland, Am Scheidweg 1, in Kevelaer-Twisteden, ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Ein Tagesticket (ab zwei Jahren) kostet 12,50 Euro.
Nur 12 Kilometer vom Irrland entfernt steht der Automat der Kevelaerer Landmomente. Hier kann man sich für das Festmahl zu Hause eindecken – mit Grillfleisch vom Original Sonsbecker Grillmeister. Auch für den Nachtisch ist gesorgt: Am Automaten kann man das selbstgemachte Eis aus der Manufaktur der Kevelaerer Landmomente kaufen. Und das bargeldlos. Dann heißt es: Ab nach Hause, auf die Couch, den Balkon oder die Terrasse!



