Schreibt man lange genug für diese zauberhafte Kolumne, sieht man den Erfolg: kommen und, leider auch, gehen. Das „Holzknecht“ zum Beispiel war ein Vierteljahrhundert lang eine feste Größe in Dortmund: Man traf den Stammtisch beim Grünkohlessen, sah die traditionsbewusste Westfalen-Kundschaft beim Pfefferpotthast, aber auch Opernfreunde, die hier selbst nach einem langen „Tristan“ noch auf eine schöne Portion Bratkartoffeln mit Speck hoffen durften.

Das ist lange her. Im schönen Altbau an der Hohen Straße versuchte sich im Anschluss das „Schweinske“ und es dauerte nicht sehr lange, da war der Wirtsraum wieder dunkel. Nicht nur darum scheint mir der neue Gastronom ein Lichtblick. Auch die helle Freundlichkeit, die einem im „Filia“ empfängt, die schönen mediterranen Holztöne, die charmant-variantenreiche Lampen-Anordnung – sie schenken dieser neuen Adresse am alten „Holzknecht“-Standort gute Aussichten.