Die Deutsche Bahn will auf das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat verzichten. Wie sie unlängst erklärte, teste sie für die Unkrautbekämpfung in ihren Gleisbetten Alternativen. Die Städte im Ruhrgebiet setzen sie längst ein, versprühen seit Jahren kein Glyphosat mehr auf ihren Grünflächen oder an den Wegesrändern. Stattdessen rupfen, mähen, flämmen und verdampfen sie das Unkraut. Was davon am effektivsten ist, wird von Stadt zu Stadt unterschiedlich bewertet, wie eine WAZ-Umfrage ergab

Das Herbizid Glyphosat, Basis des Monsanto-Mittels Roundup, steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Der Bayer-Konzern, der Monsanto vor einem Jahr übernommen hat, bestreitet das vehement. In den USA hat das Unternehmen mehrere Klagen verloren und ist zu millionenschweren Schadenersatzzahlungen verdonnert worden. Bayer gibt sich überzeugt, in den Berufungen mit seinen Unbedenklichkeits-Studien zu Glyphosat die Urteile drehen zu können. In Europa gerät Bayer aber mit Glyphosat ebenfalls in die Defensive, Österreich hat es unlängst verboten, Deutschland will es bis 2021 verbannen. Und Bayer nicht ganz zufällig bis dahin Alternativen entwickeln.