Essen. Bei Bayer läuft derzeit schief, was schieflaufen kann. Der Leverkusener Weltkonzern hat nach der Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto seinen Wert inzwischen halbiert. Der von vielen vorhergesagte Imageschaden ist so gewaltig, dass der Konzern nun die Offensive sucht: Mit einer Anzeigenkampagne samt dem Versprechen, Alternativen zum umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat zu entwickeln, wirbt Bayer seit Freitag um neues Vertrauen. Die Schlagzeilen macht dem Agrarchemie- und Pharmakonzern aber ausgerechnet sein größter Glyphosat-Kunde in Deutschland streitig: Die Bahn will Glyphosat aus ihren Gleisbetten verbannen. Und erhält dafür spontanen Applaus aus der Bundesregierung. Das Timing der Leverkusener Charmeoffensive hätte schlechter kaum sein können.
Glyphosat-Verzicht
Bayer will Ersatz für Glyphosat entwickeln, Bahn verbannt es
Bayer startet Charme-Offensive und will fünf Milliarden Euro in Glyphosat-Alternativen investieren. Bahn verbannt das Mittel von ihren Gleisen.

Der Bayer-Konzern geht nach einer Werthalbierung in die Offensive.© Reuters | WOLFGANG RATTAY
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