Wieder Razzia bei der Deutschen Bank. Erneut durchsuchen Ermittler die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. Dem Vernehmen nach geht es um fragwürdige Steuergeschäfte der Postbank zwischen 2008 und 2010, die inzwischen zum Deutsche-Bank-Konzern gehört. Ein Sprecher des Geldinstituts bestätigte der AFP auf Anfrage, „dass in den Geschäftsräumen der Deutschen Bank eine Maßnahme der Staatsanwaltschaft Düsseldorf durchgeführt wird“.
Medienberichte: Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung
Nach Berichten der „Süddeutschen Zeitung“, NDR und WDR wird gegen zehn frühere Manager der Deutsche-Bank-Tochter Postbank wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlichen Steuerhinterziehung ermittelt.
Es gehe bei den Untersuchungen „nach unserer Kenntnis um Geschäfte der Postbank aus den Jahren 2008 bis 2010“, fuhr der Sprecher des Geldhauses fort. „Die Deutsche Bank wird als Drittpartei durchsucht und arbeitet vollumfänglich mit den Behörden zusammen.“ Er bat um Verständnis, dass sich das Geldhaus nicht weiter zu den Vorgängen äußere.
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Zusammenhang mit sogenannten Cum-Cum-Geschäften
Nach übereinstimmenden Medienberichten stehen die Durchsuchungen in der Zentrale der Bank in Frankfurt in Zusammenhang mit sogenannten Cum-Cum-Geschäften. Dabei verleihen ausländische Anleger ihre Anteile an einem deutschen Unternehmen kurz vor dem Dividendenstichtag an eine deutsche Bank. Wird die Dividende ausgeschüttet, wird darauf Kapitalertragsteuer fällig, die Bank kann sich die Steuer vom Staat anrechnen oder erstatten lassen. Kurz nach dem Dividendenstichtag gehen die Aktien zurück an den ursprünglichen Besitzer.
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Zehn ehemalige Spitzenmanager der Postbank würden von der Staatsanwaltschaft als Beschuldigte geführt, berichteten „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR. Gegen sie werde wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlichen Steuerhinterziehung ermittelt. Darunter soll demnach auch ein Manager sein, der vor zwei Jahren in die Führungsetage der Deutschen Bank aufgestiegen sei.
pau/dpa/afp






