Der Lufthansa-Konzern zieht drastische Konsequenzen aus dem Iran-Krieg: 20.000 Flüge werden bis Oktober gestrichen. Das sind seit Montag und bis Ende Mai täglich 120 Verbindungen, die wegfallen. Grund ist nicht nur das Aus der Tochtergesellschaft Cityline – vor allem der explodierende Kerosinpreis zwingt den Konzern zum Handeln.
Seit Kriegsbeginn hat sich der Treibstoffpreis verdoppelt. Mit den Streichungen spart Lufthansa mehr als 40.000 Tonnen Kerosin, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Ende April will Lufthansa bekannt geben, wie die „Flugplanoptimierung“ ab Juni aussehen wird.
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Lufthansa streicht Cityline-Verbindungen: Diese Flüge sind betroffen
Lufthansa hatte vergangene Woche überraschend das sofortige Aus für Cityline bekannt gegeben. Gestrichen sind jetzt „zumindest vorübergehend“ die Verbindungen von Frankfurt am Main nach Bydgoszcz und Rzeszow in Polen sowie nach Stavanger in Norwegen.
Zehn Verbindungen werden über andere Drehkreuze als bisher geleitet, betroffen sind Flüge nach Heringsdorf, Cork, Danzig, Ljubljana, Rijeka, Sibiu, Stuttgart, Trondheim, Tivat und Breslau. Die Lufthansa hat sechs Drehkreuze – neben Frankfurt und München sind das Wien, Zürich, Brüssel und Rom. Passagiere hätten weiterhin „Zugang zum weltweiten Streckennetz“, versicherte der Konzern.
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Gestrichen würden „unwirtschaftliche Kurzstreckenflüge“ im Streckennetz. In der gesamten Gruppe – dazu gehören neben Lufthansa auch Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines und ITA Airways – reduziere sich das Angebot an Sitzkilometern um knapp ein Prozent.
Der Konzern betonte, für die im Sommerflugplan vorgesehenen Flüge erwarte er eine „stabile Treibstoffversorgung“. Dazu arbeite die Lufthansa „an unterschiedlichen Maßnahmen, beispielsweise zur physischen Versorgung mit Kerosin sowie zur Preissicherung“.
pau/afp



